SCHONUNGEN – Das Rathaus in Schonungen ist erfolgreich modernisiert und für die kommenden Jahrzehnte gerüstet. Nach rund 25 Jahren wurde die Photovoltaikanlage auf dem Dach erneuert und erweitert. Gleichzeitig nutzte die Gemeinde die ohnehin notwendige Aufstellung des Gerüsts, um die Fassade umfassend zu sanieren und das Gebäude technisch weiterzuentwickeln.
Die rund 600.000 Euro teure Gesamtmaßnahme konnte im vorgesehenen Zeit- und Budgetrahmen abgeschlossen werden. Damit verfügt das Rathaus nun nicht nur wieder über eine zeitgemäße und ansprechende Außenfassade, sondern ist auch energetisch und für mögliche Krisensituationen deutlich besser aufgestellt.
Rathaus in neuem Glanz
Im Zuge der Sanierung erhielt die Fassade einen neuen Farbanstrich. Auch die Fenster wurden umfassend saniert beziehungsweise teilweise ausgetauscht. Wo es die Anforderungen erforderlich machten, kam einbruchsicheres Glas zum Einsatz. Ein automatischer Sonnenschutz sorgt zudem für einen verbesserten Schutz vor Sonneneinstrahlung.
Auch im Sitzungssaal hat sich technisch einiges getan: Eine neue Klimatisierung schafft dort künftig bessere Bedingungen für Sitzungen und Veranstaltungen.
„Das Rathaus steht vor allen Dingen innen noch in einem sehr guten und gepflegten Zustand da“, hatte Bürgermeister Stefan Rottmann bereits zu Beginn der Maßnahme betont. Deshalb konzentrierte sich die Sanierung bewusst auf die Außenhülle und das Dach. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Das Rathaus präsentiert sich heute modernisiert, technisch ertüchtigt und gleichzeitig in seiner bewährten Substanz erhalten.
Mehr Solarstrom für den Eigenverbrauch
Ein wesentlicher Bestandteil des Projekts war die Erneuerung und Erweiterung der Photovoltaikanlage. Nach etwa 25 Jahren wurde die bestehende Anlage ersetzt und die Dachflächen bestmöglich für die neue Technik genutzt.
Der erzeugte Solarstrom soll möglichst direkt im Rathaus verbraucht werden. Überschüssige Energie kann künftig in einem hauseigenen Batteriespeicher zwischengespeichert und bei Bedarf genutzt werden. Damit steigt der Eigenverbrauch des selbst erzeugten Stroms deutlich.
Für die Gemeinde ist das vor allem angesichts der Entwicklung der Energiepreise ein wichtiger Schritt. Schonungen möchte die eigenen Energiekosten langfristig besser kontrollieren und sich unabhängiger von externen Energiequellen machen.
„Mit dem PV-Projekt und dem Batteriespeicher wollen wir uns unabhängiger aufstellen und gleichzeitig eine Vorreiterrolle einnehmen“, erklärt Bürgermeister Stefan Rottmann.
Auch für den Katastrophenfall gerüstet
Die Modernisierung bringt aber nicht nur energetische Vorteile. Das Rathaus wurde zugleich besser auf mögliche Krisensituationen vorbereitet.
Eine neue Notstromeinspeisung ermöglicht es, das Gebäude im Fall eines vollständigen Blackouts auch extern mit Energie zu versorgen. Sollte die reguläre Versorgung ausfallen und die Energie aus Photovoltaikanlage und Batteriespeicher nicht ausreichen, kann das Rathaus damit weiterhin mit Strom versorgt werden.
Damit bleibt ein wichtiger kommunaler Standort auch in einer außergewöhnlichen Krisensituation grundsätzlich arbeitsfähig. Die Gemeinde schafft so zusätzliche Sicherheit und stärkt ihre Handlungsfähigkeit im Katastrophenfall.
Investition mit langfristigem Nutzen
Mit der abgeschlossenen Sanierung hat Schonungen mehrere Ziele miteinander verbunden: den Erhalt und die Aufwertung des Rathausgebäudes, eine deutlich modernere Energieversorgung sowie eine verbesserte Vorsorge für mögliche Krisensituationen.
Besonders erfreulich ist dabei, dass die umfangreiche Maßnahme im vorgesehenen Zeitplan und innerhalb des eingeplanten Budgets von rund 600.000 Euro umgesetzt werden konnte.
Das Rathaus ist damit nicht nur äußerlich wieder auf dem neuesten Stand. Mit neuer Photovoltaikanlage, Batteriespeicher, Sonnenschutz, ertüchtigtem Dach und Notstromeinspeisung ist es auch technisch und energetisch für die Zukunft aufgestellt.
Aus einer ohnehin notwendigen Erneuerung der Photovoltaikanlage ist damit eine umfassende Zukunftsinvestition geworden – und ein weiterer Schritt auf dem Weg zu einem energieeffizienteren und krisenfesteren Schonungen.
Das Foto zeigt vor dem frisch sanierten Rathaus von links der gemeindliche Bautechniker Benjamin Schoninger, der Leiter der Bauverwaltung Sebastian Heurich, Bürgermeister Stefan Rottmann, Architekt Holger Philipp, Schonungens Geschäftsleiter Gerald Schmidt und Elektroplaner Joachim Pototzky. (Foto Christian Neeb)

