GRETTSTADT – Die Vorsitzende Sabine König und ihr Vorstandsteam Thomas Dellermann, Reinilde Friedrich, Katharina Foerst, Reinhard Münich, Fabian Müller, Herbert Nunn und Karl-Heinz Kiss verzichteten bewusst auf den traditionellen Kommersabend, sondern setzten voll auf die Geselligkeit mit Mitgliedern und Freunden.
In der vereinseigenen Gartenanlage in der Gerolzhöfer Straße lud man zunächst zum abendlichen Dämmerschoppen mit den Wirtshausmusikanten Mernie, Peter und Edgar und tags darauf zum Hüttenfest.
Beide Termine fanden regen Zuspruch und so waren die Vorstandschaft und das Helferteam am Ende sehr zufrieden, hatte man doch eine Menge Arbeit investiert. Lob und Anerkennung gab es deshalb auch von Klaus Büttner, dem Bezirksvorsitzenden Verband Wohneigentum Unterfranken, 1.Bürgermeister Jens Machnow und von anderen Gratulanten.
Von Hugo Niederhübner am 1.Dezember 1951 gegründet wuchs die Siedlergemeinschaft Grettstadt von ursprünglich 14 auf heute 180 Mitglieder.
Beitretende kamen in erster Linie wegen der Versicherungsangebote des Verbandes und wegen des Geräteverleihs des Vereins dazu, aber auch die Vereinsveranstaltungen fanden viel Anklang. So die Wanderungen und Ausflugsfahrten, die Federweißenabende, die seit 1985 durchgeführte Waldweihnacht im Eichig und das ebenfalls schon langjährig veranstaltete Hüttenfest in der Gartenanlage der Siedlergemeinschaft.
Franz-Josef Dotzel hatte 1988 mit einem Unimog die Hütte aus dem Obereuerheimer Wald nach Grettstadt transportiert, wo sie auf der von der Gemeinde überlassenen Fläche aufgestellt wurde. Als Geräteschuppen genutzt wurde die Hütte im Laufe der Jahre erweitert und immer wieder renoviert. Mit dem VGL Grettstadt führte man im Zweijahresrhythmus Baumschnittkurse durch, beteiligte sich bei den Flursäuberungen, unterstützte den LBV mit allwinterlichen Vogelfütterungen und mehrmals mit dem Bau von Vogelnistkästen und Futterhäuschen im Rahmen des Ferienspaßprogramms. Im Zusammenwirken mit KAB und Pfarrgemeinde und im Wechsel mit anderen Vereinen stemmte man ab 1995 zweimal das Dorffest, bevor dieses wieder eingestellt wurde.
Nach 32 Jahren unter Hugo Niederhübner leitete Manfred Krauß die Geschicke des Vereins von 1983 bis 1995. Nach dessen Rücktritt übernahm Marianne Schröder das Amt, das sie aber schon 2000 aus gesundheitlichen Gründen wieder abgeben musste. Manfred Krauß kehrte noch einmal für zwei Jahre in das Amt zurück, bevor Karl-Heinz-Kiss ab Juni 2003 der 1.Vorsitzende wurde und bis 2025 blieb. Bei den Neuwahlen übernahm dann dessen Tochter Sabine König die Vereinsführung.
Der Gerätepark wurde durch Neukäufe ergänzt und durch die Gerätewarte betriebsbereit gehalten, wobei sich allerdings immer mehr Grundstücksbesitzer eigene Gartengeräte anschafften. Auch die Sammelbestellungen verschwanden vom Vereinsprogramm.
Großen Wert legt man auf die Mitgliederpflege und gratuliert zu persönlichen Festtagen, ehrt für langjährige Mitgliedschaften und bietet immer wieder etwas für die Kinder, so bei der jüngsten Feier Kinderschminken und Eisgutscheine.
Text/Fotos: Ruth und Peter Volz
Auf den Fotos:
Bezirksvorsitzender Klaus Büttner war über 200 Kilometer aus Niederdorfelden (Hessen) angereist, um der Siedlergemeinschaft Grettstadt zum 75-jährigen Vereinsjubiläum zu gratulieren, das Verbandsmaskottchen und einen Geldgutschein zu überbringen.
Büttner lobte die aktive Vereinsarbeit, die Karl-Heinz Kiss 22 Jahre lang leitete und seit 2025 von dessen Tochter Sabine König verantwortet wird.
Mit Kinderschminken und Eisgutscheinen kamen auch die Jüngeren bei dem Vereinsfest auf ihre Kosten.



