SCHRAUDENBACH – Nun sind es nur noch fünf Mannschaften, die in dieser Saison in der Schweinfurter Kreisklasse 1 noch nicht verloren haben. Dabei kassierte im Spitzenspiel ein sechstes Team eine herbe Niederlage. An einem Tag, an dem es die Herren Fußball im Schnitt fast sieben Mal pro Match klingeln ließen.
Zunächst zu allen anderen Begegnungen: Jeweils 5:0-Siege feierten – ebenso wie im Spitzenspiel, aber auswärts – der TSV Ettleben/ Werneck 2 mit drei Treffern von Leon Baucke in Hambach und die SG Schnackenwerth mit zwei Buden von Niklas Saal beim 5:0 auf dem Sportgelände des TV Oberndorf-Schweinfurt.
Ein unglaubliches 4:4 sahen in Geldersheim keine 100 Fans. Viele werden schon zur Pause gegangen sein, denn da führte die SG Abersfeld bereits mit 4:0. Erst in der 83. und 88. Minute sorgte jeweils Timo Weber für das 2:4 und 3:4, ehe Jan Wehner in der Nachspielzeit noch der Ausgleich gelang.
Unfassbar auch die Partie in Hesselbach, wo beim Duell Absteiger gegen Aufsteiger an sich Spannung hätte garentiert sein sollen. Routinier Björn Schlereth netzte auch zwei Mal für die Hausherren ein. Doch Neuling Türkgücü Schweinfurt setzte sich am Ende mit 9:2 (!) durch. Alleine Manyang Lual Deng traf fünf Mal.
Und damit zum Match, bei dem www.mainfranken.news live dabei war. In Schraudenbach hätte man an sich auch eine offene Partie erwarten können gegen die neue SG Stadtlauringen. Doch auch da: Ein höchst einseitiges 5:0 mit fünf verschiedenen Torschützen. Fabian Rudloff, Michael Pfeuffer, Marcel Hannwacker, Nils König und Leopold Göbel trafen.
Auf dem Feld hörte man das Planschen und Schreien aus dem benachbarten Schraudenbacher Freibad. Bei über 30 Grad war das Abkühlen im Nass sicherlich die angenehmere Alternative zum Fußball auf einem kaum noch grünen Rasen. Gefreut hat sich nur der Gastgeber SV Mühlhausen/ Schraudenbach, in der Tabelle nun schärfster Verfolger der Sömmersdorfer. Allerdings mit einer Partie Rückstand.
„Wir haben diese Saison einiges vor, wollen besser abschneiden als in der letzten, als wir Vierter waren“, sagt Michael Weber offen und ergänzt dann auf Nachfrage: „Ziel ist der Aufstieg. Wir müssen raus aus der Klasse!“ Das nicht unbedingt Mögen der Liga hat einerseits etwas damit zu tun, als dass die SG Sömmersdorf unlängst zu einem Duell auf einem „Rübenacker“ (Weber) nach Obbach einlud, als der SV führte, dann in Rückstand geriet, die Partie wieder drehte und das 3:3 erst in der Nachspielzeit kassierte. „Da haben wir zwei Punkte liegen lassen“, weiß der Trainer der Sport König-Werkself, der die Einteilung der Kreisklassen nicht so ganz nachvollziehen kann. „Wir müssen nach Stadtlauringen, Abersfeld oder Hesselbach, dafür sind unsere Nachbarn aus Waigolshausen oder Schwanfeld in der anderen Gruppe…“
Statt unter acht Kilometern nach Waigolshausen fährt der SV Mühlhausen/ Schraudenbach beispielsweise über 40 nach Stadtlauringen. Und bei einem Aufstieg würden in der Kreisliga aktuell Nachbarn wie Arnstein, Essleben oder Egenhausen warten.
Die Gäste, die eine Woche zuvor in Birnfeld noch die SG Poppenhausen/ Kronungen mit gleich 6:0 schlugen, haben auch ein bisschen Kritik am Verband. Acht Akteure fehlten der neuen Spielgemeinschaft am Sonntag, dennoch musste die zweite Mannschaft in der B-Klasse im 50 Kilometer entfernten Krum in den Haßbergen antreten. So waren nur drei Ersatzspieler in Schraudenbach dabei. Immehin gewann die „Zwote“ mit 4:1.
Unter den Fehlenden, Verletzte wie Urlauber, weilten auch Marius Braun, der schon vier Mal, der aber nur noch eingeschränkt zur Verfügung steht, oder Simon Neubert, der gerade seine Hochzeit plant.
Zielsetzung der neuen SG, die ohne die dazu gekommenen Oberlaurínger und Birnfelder vor kurzer Zeit in Stadtlauringen und Ballingshausen noch Bezirksliga-Fußball anbot? „Die neue Spielgemeinschaft stabilisieren“, sagt Trainer Mustafa Hacimüftüoglu, der einst mit Büchold mal aufstieg und zuletzt im Damenbereich bei Schweinfurt 05 tätig war. Von der dazu gekommenen SG Birnfeld/ Oberlauringen, letzte Saison Zwölfter in der A-Klasse, waren am Sonntag zwei Akteure dabei. „Einige haben das Potenzial“, weiß der Coach, der auch oft auf drei Polizisten im Team verzichten muss, wenn die an ihren Dienstorten in München, Nürnberg oder Würzburg Wochenend-Schicht haben.
Unter der Werbung folgen unten noch zahlreiche Fotos der Partie aus Schraudenbach.
In der Schweinfurter Kreisklasse 2 hat einzig Kreisliga-Absteiger SG Waigolshausen eine weiße Weste und steht nun vor zwei Schlagerspielen: Mittwoch zuhause in Hergolshausen gegen den Dritten SG Heidenfeld/ Hirschfeld, Sonntag dann beim Vierten in Sennfeld.
In der Kreisklasse 3 marschiert bislang nur der Kreisliga-Absteiger VfR Hermannsberg-Breitbrunn mit optimalen fünf Siegen nach dem 6:3 gegen Aufsteiger SG Lendershausen/ Ostheim.
Der regionale und lokale Fußball wird präsentiert von Sport König aus Werneck im Landkreis Schweinfurt. Darunter folgen viele Bilder aus Schraudenbach.































