WÜRZBURG – 35 Würzburger Schulen befinden sich in städtischer Sachaufwandsträgerschaft, 15 Grundschulen, sechs berufliche, fünf Gymnasien, fünf Mittelschulen, drei Realschulen und ein Förderzentrum.
Was bieten diese Schulen, wie viele Schülerinnen und Schüler besuchen sie, wie viele Klassenzimmer haben sie, welche sportlichen Anlagen gibt es, welche Schule ist barrierefrei oder verfügt über Ruheräume, wie sieht die IT-Ausstattung aus – Fragen wie diese beantwortet nun ganz komfortabel und objektiv für alle Schulen vergleichbar das digitale Dashboard im Open Data Portal der Stadt Würzburg auf https://opendata.wuerzburg.de/pages/schulen/
Federführend vom Bildungsbüro, das direkt beim Oberbürgermeister angesiedelt ist, hat die Stadtverwaltung in enger Zusammenarbeit mit unterschiedlichen städtischen Fachbereichen wie dem FB Schule, dem FB Jugend und Familie, den städtischen Inklusionsbeauftragten aber auch der Schulaufsicht und der Smarten Region die Porträts der städtischen Würzburger Schulen zusammengeführt und somit einen zeitgemäßen, transparenten und niederschwelligen Zugang zu verlässlichen und vergleichbaren Informationen geschaffen. Jede und jeder kann sich nun über objektive Daten der Schulen informieren, politische Entscheidungstragende, Fachdienststellen, externe Beratungsstellen, Schulen selbst, aber auch Eltern. Zu den Themenbereichen zählen u.a. allgemeine Informationen, Angaben zum Schulgebäude, Ganztagsangebote, Aspekte der Schulfamilie und des Schullebens sowie Informationen zu Digitalisierung und Inklusion. Schwerpunkte wurden gelegt auf Schulbau, Digitalisierung, Inklusion, Ganztag. Das Dashboard bietet die Grundlage für Wissensaustausch, Detailplanung, interne Entscheidungshilfen wie beispielsweise Sanierungsnotwendigkeiten und Vergleichbarkeit. „Die Stadt Würzburg setzt mit der digitalen Schulübersicht einen wichtigen Baustein für eine systematische und datenbasierte kommunale Bildungsplanung um. Die Schulportraits schaffen Transparenz, unterstützen evidenzbasierte Entscheidungen und helfen dabei, Entwicklungen und Bedarfe frühzeitig sichtbar zu machen“, freut sich Oberbürgermeister Martin Heilig über die einfach zu nutzende Datenquelle.
Rein datenbasiert und aus amtlichen Quellen
Die dargestellten Daten bieten eine neutrale und objektive Übersicht über die strukturellen Rahmenbedingungen der Schulen. Pädagogische Profile, aktuelle Hinweise oder besondere inhaltliche Schwerpunkte bleiben weiterhin auf den jeweiligen Schulhomepages dargestellt, auf die im Dashboard direkt verwiesen wird. „Die Idee, sich einen schnellen Überblick über die Würzburger Schulen im städtischen Sachaufwand an einem zentralen Ort verschaffen zu können, hat sich schon einmal bewährt“, berichtet Nadine Bernard, Leiterin des Bildungsbüros der Stadt Würzburg. „Bereits im Rahmen der kommunalen Schulentwicklungsplanung haben wir uns vor beinahe zehn Jahren die Mühe gemacht, Informationen über die Würzburger Schulen zusammenzutragen und als Arbeits- und Entscheidungsgrundlage für Verwaltung und Politik zur Verfügung zu stellen. Jedoch waren diese Schulportraits mit Befragungen der Schulleitungen und somit subjektiven Einschätzungen verbunden. Auch daher standen sie ausschließlich der Verwaltung und der Politik zur Verfügung.“ Mit der Neukonzeption, Aktualisierung und Veröffentlichung der Schulübersicht auf dem Open Data Portal der Stadt Würzburg wurden einige Neuerungen umgesetzt.
Größtmögliche Transparenz und Objektivität waren das Ziel. Die intensive Projektarbeit begann vor gut eineinhalb Jahren mit Expertenworkshops zwischen Bildungsbüro und den unterschiedlichen Fachabteilungen, um messbare Größen zu finden und alle Informationen aus amtlichen Quellen unter gleichen Begrifflichkeiten zusammenzuführen. „Wir wollten keine Einschätzung, kein Ranking, keine Beurteilung, sondern möglichst objektiv messbare und vergleichbare, datenbasierte Informationen“, so Nadine Bernard. Das Potenzial des digitalen Dashboards liegt nicht nur in der Vergleichbarkeit, sondern auch darin, Faktenchecks durchführen zu können, Entwicklungen über Jahre hinweg nachzuzeichnen, Entscheidungsgrundlagen liefern zu können. Denn Updates sind fest geplant. „Die enthaltenen Daten werden regelmäßig aktualisiert. Eine Fortschreibung der Schulportraits ist im zweijährigen Turnus vorgesehen; einzelne Kennzahlen wie Zahlen von Schülerinnen und Schülern oder Betreuungsquoten werden jährlich angepasst“, erklärt Dr. Alexandra Maßmann, im Bildungsbüro zuständig für das Bildungsmonitoring und projektverantwortlich für die Schulübersicht.
„Es war nur möglich, diesen Wissensschatz zusammenzutragen, weil wir – trotz der großen geforderten Arbeit – auf Basis einer guten Struktur und enormen Kollegialität mit den Expertinnen und Experten in den anderen Fachbereichen zusammenarbeiten konnten“, dankt Nadine Bernard. Gleichzeitig stellt sie in Aussicht, dass die künftigen Aktualisierungen zusätzliche Schwerpunkte aufnehmen können; die gerade entstehende Grundschule am Hubland findet sich im Übrigen auch schon in der Übersicht.
Auf den Fotos:
Ein erster Blick auf die Startseite der Schulübersicht
Dr. Alexandra Maßmann, Bildungsbüro, Bildungsmonitoring und Projektverantwortung für die Schulübersicht. Foto: Michael Hecht
Nadine Bernard, Bildungsbüro, Bildungsmanagement. Foto: Michael Hecht



