Für 1860 München ist es das erste Punktspiel: Ein Vierteljahr später kommen die Löwen schon wieder zum FC 05

Für 1860 München ist es das erste Punktspiel: Ein Vierteljahr später kommen die Löwen schon wieder zum FC 05

SCHWEINFURT / MÜNCHEN – Ein besseres Resultat in Aubstadt oder zumindest eine ordentliche Leistung hätte sicherlich eine noch größere Vorfreunde zur Folge gehabt auf das erste Heimspiel der Schnüdel in der Regionalliga Bayern nach dem im Mai 2025, als beim Gegner FC Augsburg 2 noch der heutige Wolfsburger Trainer Tobi Strobl tätig war. Im Fußball geht´s schnell…

Der FC 05 sammelte dazwischen unschöne Erfahrungen in der 3. Liga, Strobl marschierte über die Station Verl erfolgreich in die 2. Bundesliga. Und entführte letzte Saison alle drei Punkte aus der Riedel Bau-Arena, was den Münchner Löwen im Mai diesen Jahres nicht gelang. Wer hätte gedacht, dass es zu einem so schnellen Wiedersehen würde kommen können?

Nachdem es das erste Punktspiel des TSV 1860 ist, dürften zahlreiche Fans aus der Landeshauptstadt neugierig mitreisen. Nach den Spätfrühlings- und Sommerwirrungen rund um den jordanischen (Ex-)Investor und verweigerter Lizenz reist der Traditionsverein als ziemliche Wundertüte an.

Trainer Alper Kayabunar hat quasi für die erste und die zweite Mannschaft einen großen Kader, der überwiegend von den Jungs gebildet wird, die mit dem TSV 1860 II als Meister der Bayernliga Süd nicht in die Regionalliga aufsteigen durften. Mit Felix Weber kam ein Ex-Spieler aus Vilzing zurück, mit Vitus Eicher ein Keeper, der eigentlich schon aufgehört hatte. Dennis Dressel kam aus Ulm zurück, Mittelstürmer Florian Niederlechner blieb.

Ansonsten ist der Kader weitestgehend mit unbeschriebenen Blättern bestückt, was sich freilich stündlich noch ändern kann. Beim 5:1 in Schwabmünchen liefen Eicher, Weber und Niederlechner für die zweite Mannschaft auf, die mit 10:2 Toren und sechs Punkten die Bayernliga-Tabelle anführt – im Wissen, dass ein Aufstieg weiter unmöglich ist. Die Reserve spielt diesen Freitag schon auf einem Trainingsplatz gegen den SV Schalding-Heining.

Und Samstag dann das Wiedersehen. Exakt drei Monate nach einem 1:1 vor knapp über 9.000 Zuschauern. Nur Sigurd Haugen, jetzt beim Club in Nürnberg, traf für die Gäste, er glich die Führung des FC 05 durch Sebastian Müller (ausgerechnet auf Flanke des nun schmerzhaft fehlenden Ex-Löwen Kristian Böhnlein) aus. Müller spielt nun für die Stuttgarter Kickers, für ihn geht´s am 7. August los im Degerloch-Stadion, gleich mal gegen Drittliga-Absteiger SSV Ulm.

Wenige Tage nach dem letzten Duell vor einem Vierteljahr endete die Langzeit-Ära von Markus Wolf in Schweinfurt. Gefühlt endgültig beendet ist auch die durch den Aufstieg im Mai 2025 ausgelöste Euphorie beim FC 05. Wenn sie denn überhaupt vorhanden war. Der Zwangsabstieg der Löwen hingegen scheint befreit zu haben. Der TSV 1860 München meldete am Mittwoch einen neuen Mitglieder-Rekord mit erstmals über 29.000. Unfassbar eigentlich.

Eine Vorschau aus Sicht der Schnüdel kommt nach der Spieltags-Pressekonferenz am frühen Donnerstagabend.

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