WÜRZBURG – Die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) und dem Fachbereich Jugend und Familie der Stadt Würzburg wurde auch in diesem Semester fortgesetzt:
Bereits zum vierten Mal wurde das gemeinsame Projekt „Service Learning“ durchgeführt. Studierende des Studiengangs Soziale Arbeit (B.A.) mit dem Vertiefungsbereich Kinder-, Jugend- und Familienhilfe entwickelten und realisierten dabei erneut praxisnahe Projekte in sozialen Einrichtungen in Würzburg.
Das Konzept des „Service Learning“ – auch als „Lernen durch Engagement“ bekannt – verbindet wissenschaftliches Lernen mit gesellschaftlichem Engagement. Die Studierenden setzen ihr im Studium erworbenes Wissen unmittelbar in der Praxis um und sammeln dabei wertvolle Erfahrungen für ihren späteren Berufsweg. Gleichzeitig profitieren Kinder, Jugendliche und Familien von zusätzlichen kreativen und bedarfsorientierten Angeboten.
In diesem Semester beteiligten sich insgesamt 60 Studierende, die ihre Projekte in 24 Einrichtungen umsetzten. Zu den Einsatzstellen gehörten sieben Kindertageseinrichtungen, vier Jugendsozialarbeitsstellen an Schulen (JaS), vier Jugendzentren, acht Familienstützpunkte sowie die Koordinierende Kinderschutzstelle (KoKi). Die Bandbreite der Projekte reichte von erlebnispädagogischen und kreativen Angeboten über Bewegungs- und Spielaktionen bis hin zu alltagsnahen Bildungs- und Beteiligungsprojekten für Kinder, Jugendliche und Familien.
Die langjährige Kooperation zwischen der THWS und dem Fachbereich Jugend und Familie hat sich inzwischen als fester Bestandteil der praxisorientierten Ausbildung etabliert. Sie schafft einen direkten Austausch zwischen Hochschule und sozialer Praxis und stärkt zugleich die Einrichtungen vor Ort.
Prof. Dr. Vera Taube, Leiterin des Vertiefungsbereichs Kinder-, Jugend- und Familienhilfe an der THWS und Initiatorin des Projekts, unterstreicht den besonderen Mehrwert: „Service Learning bietet eine einzigartige Gelegenheit, theoretisches Wissen mit praktischem Handeln zu verbinden und dadurch nicht nur die eigene Perspektive zu erweitern, sondern auch zu erleben, wie kleine, simple Ideen eine große Wirkung für alle Beteiligten entfalten können!“
Auch Katharina Hupp, stellvertretende Fachbereichsleitung Jugend und Familie der Stadt Würzburg, zieht ein positives Fazit: „Das Projekt zeigt jedes Jahr aufs Neue, wie gewinnbringend die Zusammenarbeit zwischen Hochschule und Praxis ist. Unsere Einrichtungen erhalten wertvolle Impulse und zusätzliche Angebote, während die Studierenden frühzeitig Einblicke in die vielfältigen Arbeitsfelder der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gewinnen. Davon profitieren letztlich alle Beteiligten.“
Bei der gemeinsamen Abschlussveranstaltung an der THWS präsentierten die Studierenden ihre Projekte und tauschten sich mit Vertreterinnen und Vertretern der Einrichtungen sowie der Hochschule über ihre Erfahrungen aus. Die Ergebnisse verdeutlichten erneut, wie erfolgreich die Verbindung von wissenschaftlichem Lernen und praktischem Engagement gelingen kann und welchen Mehrwert sie sowohl für die Studierenden als auch für die sozialen Einrichtungen in Würzburg schafft.
Auf dem Bild: Nora Hellgoth, Studentin Soziale Arbeit (im Bild rechts) zeigt Katharina Hupp (links) und Prof. Taube (Mitte) ihre Ergebnisse des Praxis-Projektes.
Foto: Kilian Schick

