Callcenterbetrug: Unbekannter erbeutet Bargeld und Wertgegenstände, Kriminalpolizei ermittelt

Callcenterbetrug: Unbekannter erbeutet Bargeld und Wertgegenstände, Kriminalpolizei ermittelt
Foto: ChatGPT / künstliche Intelligenz

WÜRZBURG / FRAUENLAND – Am Montagnachmittag täuschten bislang unbekannte Betrüger eine Seniorin mit einer gängigen Masche. Die Geschädigte ist dazu gebracht worden, Bargeld und Schmuck zu übergeben.

Der Beuteschaden liegt im fünfstelligen Bereich. Die Kriminalpolizei Würzburg ermittelt und bittet um Hinweise aus der Bevölkerung.

Am Montag riefen die Täter bei der Seniorin an und berichteten von einer angeblichen Festnahme von Einbrechern in der Nachbarschaft. Angeblich um das Bargeld der Frau zu überprüfen, sollte ein angeblicher Polizist das Bargeld und weitere Wertgegenstände abholen. Im weiteren Verlauf brachten die Täter die Dame dazu, gegen 18:00 Uhr, an der Wohnadresse in der Edelstraße Bargeld und weitere Wertgegenstände an einen unbekannten Abholer auszuhändigen.

Die Kriminalpolizei Würzburg hat die Ermittlungen aufgenommen und hofft in diesem Zusammenhang auch um Zeugenhinweise.

Personenbeschreibung des unbekannten Abholers:

Männlich
Etwa 180 cm groß
Sprach Deutsch mit ausländischem Akzent
Hatte schwarze Haare und einen Kinn- und Backenbart
Trug eine Brille trug eine schwarze Jacke
Hatte eine schwarze Tasche (etwa 20 x 10 cm) um die Schulter hängen

Wer am Montagnachmittag verdächtige Personen im Bereich der Edelstraße beobachtet hat oder wer sonst sachdienliche Hinweise geben kann, wird dringend gebeten, sich unter Tel. 0931/457-1732 mit der Kriminalpolizei Würzburg in Verbindung zu setzen. Auch Hinweise auf ein mögliches Fluchtfahrzeug sind für die Ermittler wichtig.

Die Präventionskampagnen des Polizeipräsidiums Unterfranken:

Bereits Ende 2020 hat das Polizeipräsidium Unterfranken die Präventionskampagne “Leg´auf!” ins Leben gerufen. Zusätzlich startete im Juli 2022 auch an unterfränkischen Schulen die Kampagne „Ich schütze Oma und Opa“. Mit den Kampagnen „Ich schütze Oma und Opa“ sowie „Chill mal Oma“ setzt die unterfränkische Polizei nun auf die Unterstützung von Jugendlichen sowie Schülerinnen und Schülern. Diese sollen Großeltern sowie ältere Bekannte auf die Betrugsmaschen der Täter aufmerksam machen.

Das Ziel dieser Kampagnen ist es, insbesondere ältere Menschen und deren Angehörigen über die Phänomene wie „Enkeltrickbetrug“ und „Falsche Polizeibeamte“ zu informieren, zu sensibilisieren und Verhaltenstipps zu geben.

Die wichtigsten Botschaften sind:

Legen Sie auf. Wählen Sie selbst die Notrufnummer 110 und fragen bei der Polizei nach einem entsprechenden Einsatz bzw. ob tatsächlich Verwandte in Not sind.
Die Polizei weist Sie niemals an, Geld oder Schmuck zu Hause zur Abholung bereit zu legen oder an Abholer zu übergeben.
Weder Polizei noch Justiz werden Sie jemals telefonisch auffordern, Geld zu überweisen!
Übergeben Sie keine Geldbeträge an Fremde! Auch die Polizei holt bei Ihnen an der Haustüre keine Wertsachen ab, um sie in Verwahrung zu nehmen!
Die Täter können mittels Call ID-Spoofing jede von ihnen gewünschte Rufnummer auf dem Telefondisplay anzeigen lassen - bei der echten Polizei erscheint niemals die 110 (auch nicht mit Vorwahl)!
Sprechen Sie mit ihren Freunden, Nachbarn und Verwandten über das Phänomen!

Weitere Informationen:

Leg‘ auf!: Die Bayerische Polizei – Präventionskampagne – LEG‘ AUF! in Unterfranken (bayern.de)

Dort finden sie zudem weiterführende Links zu den Kampagnen:

„Ich schütze Oma und Opa“
„Chill mal Oma“

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