Welcome Centre: Würzburg bündelt Kräfte für internationale Talente

Welcome Centre: Würzburg bündelt Kräfte für internationale Talente
Foto: Christian Weiß

WÜRZBURG – Internationale Talente gewinnen, begleiten und langfristig binden: Mit diesem Ziel hat die Stadt Würzburg vor einem Jahr den „Runden Tisch Internationale Potenziale“ ins Leben gerufen.

Nun wird ein zentrales Ergebnis dieser Zusammenarbeit sichtbar: Mit der Eröffnung des „Welcome Centre Würzburg“ entsteht ein zentraler Ort für Information, Beratung und Begegnung für internationale Studierende, Fachkräfte und weitere Zielgruppen.

Bei der feierlichen Eröffnungszeremonie unterzeichneten die Stadt Würzburg sowie die Würzburger Hochschulen eine gemeinsame Rahmenvereinbarung und besiegelten damit eine in dieser Form erstmalige Kooperation zur Gewinnung und Bindung internationaler Talente am Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Würzburg.

Oberbürgermeister Martin Heilig betonte die Bedeutung der Initiative für die Zukunftsfähigkeit der Stadt: „Ob im Gesundheitswesen, in der Pflege, in Bildung oder Wirtschaft – internationale Fachkräfte sind für die Versorgung der Region unverzichtbar. Wir schaffen heute gemeinsam Strukturen, die Orientierung bieten, Hürden abbauen und die Willkommenskultur in Würzburg nachhaltig stärken. Die heutige Unterzeichnung ist ein sichtbares Bekenntnis zu einer engen und langfristigen Zusammenarbeit.“

Auch Prof. Dr. Paul Pauli, Präsident der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, unterstrich den Mehrwert der neuen Kooperation:

„Internationale Studierende, Forschende und Mitarbeitende bereichern unsere Hochschulen und unsere Stadt. Wir möchten ihnen die Ankunft in Würzburg und den Einstieg in das Studium oder das Berufsleben so weit wie möglich erleichtern. Für diese gelebte Willkommenskultur braucht es starke Netzwerke und verlässliche Unterstützung. Das Welcome Centre verbindet genau diese Elemente“

Prof. Dr. Jean Meyer, Präsident der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt, hob insbesondere den Praxisbezug hervor:

„Viele internationale Studierende möchten nach ihrem Abschluss in Deutschland bleiben und ihre Kompetenzen in Unternehmen und Einrichtungen der Region einbringen. Mit der gemeinsamen Anlaufstelle schaffen wir bessere Rahmenbedingungen, um diese Potenziale zu erschließen und benötigte Fachkräfte für die Region zu gewinnen.“

Die neue Kooperation wird von weiteren Partnern unterstützt. Als assoziierte Partner bringen sich das Universitätsklinikum Würzburg sowie die Agentur für Arbeit Würzburg in das Netzwerk ein. Gemeinsam mit der Handwerkskammer für Unterfranken und der Industrie- und Handelskammer Würzburg-Schweinfurt verfolgen die Beteiligten das Ziel, internationale Talente auf ihrem Weg vom Studium über den Berufseinstieg bis hin zur langfristigen Bindung an die Region zu begleiten.

Die Anlaufstelle wird als zentrale Plattform Informationen bündeln, in einer Lotsenfunktion beratend tätig sein und den Austausch zwischen internationalen Talenten, Hochschulen, Arbeitgebern, Behörden und weiteren Institutionen fördern. Der Regelbetrieb startet am 1. September 2026. Aktuell werden Abläufe und Infrastruktur vor Ort erprobt und die Mitarbeitenden entsprechend eingearbeitet.

Mit der Eröffnung setzen die Partner ein deutliches Zeichen für eine weltoffene, international ausgerichtete und zukunftsfähige Region Würzburg.

„Standortattraktivität entsteht im Zusammenspiel vieler Akteure“, so Åsa Petersson, Leiterin des städtischen Standortmarketings und Koordinatorin des Projekts abschließend. „Mit der institutionsübergreifenden Zusammenarbeit, in die auch zahlreiche städtische Dienststellen eingebunden sind, verbessern wir das Serviceangebot und stärken zugleich das Zugehörigkeitsgefühl der internationalen Community in Würzburg“

Auf dem Bild: Unterzeichneten die Rahmenvereinbarung – Würzburgs Oberbürgermeister Martin Heilig (Mitte), Prof. Dr. Paul Pauli, Präsident der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (links), und Prof. Dr. Jean Meyer, Präsident der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt (rechts). Foto: Christian Weiß

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