WÜRZBURG – Durch konsequente Videoauswertung und schnelle Ermittlungsarbeit konnte ein Tatverdächtiger nach einem Trickdiebstahl einer Halskette am Würzburger Hauptbahnhof noch in der Nacht identifiziert und vorläufig festgenommen werden.
Ein Geschädigter erschien am Mittwochnachmittag (10. Juni) gegen 14:00 Uhr bei der Bundespolizei am Würzburger Hauptbahnhof und zeigte den Diebstahl seiner Halskette an. In der Haupthalle soll er von einer unbekannten Person auf Französisch angesprochen, in ein Gespräch verwickelt und in Richtung Bahnsteig begleitet worden sein.
Dabei soll er ihm wirre Texte auf einer Übersetzungsapp auf seinem Smartphone gezeigt haben. Auf dem Weg in Richtung Bahnsteig soll er den Geschädigten abgelenkt und angerempelt und ihm dabei eine Goldkette mit Kreuzanhänger im Wert von ca. 1.300 Euro vom Hals gerissen haben, bevor er über eine Treppe flüchtete.
Unmittelbar nach der Anzeigenaufnahme erfolgte die Auswertung der Videoaufzeichnungen. Dabei konnte der Reiseweg des Tatverdächtigen nachverfolgt werden. Im Rahmen der weiteren Ermittlungen konnte die Person gegen 23:15 Uhr in Schweinfurt angetroffen werden.
Einsatzkräfte der Bundespolizei stellten die Identität der Person fest. Der Tatverdächtige trug immer noch die gleiche Kleidung wie zum Tatzeitpunkt. Bei der Durchsuchung konnte die Halskette nicht mehr aufgefunden werden. Allerdings führte der Tatverdächtige versteckt insgesamt 410 Euro Bargeld mit sich.
Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wurde eine Sicherheitsleistung in Höhe von 400 Euro angeordnet. Nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen verblieb der Tatverdächtige auf freien Fuß. Die Ermittlungen wegen des Verdachts des Diebstahls und der Hehlerei dauern an.

