Aus tegut wird Tante Enso: Zahlreiche Standorte in Mainfranken werden vom Unternehmen aus Bremen übernommen – nun werden Teilhaber:innen gesucht

Aus tegut wird Tante Enso: Zahlreiche Standorte in Mainfranken werden vom Unternehmen aus Bremen übernommen – nun werden Teilhaber:innen gesucht

MAINFRANKEN – Nach abgeschlossener Prüfung durch das Kartellamt dürfen nun die übernommenen tegut-Standorte genannt werden, die in den nächsten Monaten zu einem Tante Enso werden sollen.

In Mainfranken sind die tegut-Filialen in Saal an der Saale, Nüdlingen, Schweinfurt, Gerolzhofen, Unterspiesheim, Burgsinn, Hambach, Partenstein und Leinach betroffen.

Alle neuen Filialorte werden schrittweise ins Tante Enso-Konzept überführt. Dies beinhaltet zunächst die Vorstellung des 24/7 hybriden Smart Store-Konzepts auf einer Bürgerversammlung.

Anschließend läuft über einen Zeitraum von vier Wochen die Genossenschaftskampagne, in der eine festgelegte Anzahl von Menschen (500-800) aus dem Ort und nahem Umkreis einen Genossenschaftsanteil erwerben müssen und damit zu Teilhaber:innen werden.

Die Beteiligung der Menschen vor Ort stellt eine langfristige Standortsicherung dar. „In vielen Standorten haben bereits Gespräche mit den Gemeinden stattgefunden, und wir werden mit offenen Armen empfangen – das freut uns natürlich sehr“, erzählt Gründer und Geschäftsführer Norbert Hegmann.

„Wir sind sehr zuversichtlich, dass das 24/7-Konzept von Tante Enso in den neuen Standorten für die Bevölkerung eine echte Bereicherung darstellt“, ergänzt COO Thomas Gutberlet, der familienhistorisch eine enge Verbundenheit zu tegut-Filialen mitbringt.

Tante Enso setzt beim Sortiment auf Preiseinstiegs- und Markenprodukte (Belieferung durch Rewe) sowie etwa 15% regionale Hersteller (lokale Helden) und Enso Helden – Produkte von kleineren Herstellern oder mit Fokus auf Umweltschutz und Nachhaltigkeit.

„Die tegut-Eigenmarke werden wir ersetzen durch bei der Rewe erhältliche Bioprodukte, und die Kunden können sich auf viele neue Produkte freuen“, so Thomas Gutberlet.

Was bei Tante Enso ein zentrales Element ist: Die Mitgestaltung des orts-eigenen Supermarkts. Norbert Hegmann skizziert das Konzept: „Das fängt schon in der Kampagnenphase an – wir fragen die Bürger:innen nach beliebten regionalen Herstellern, die sie im Sortiment haben möchten. Wir fragen auch nach anderen Kriterien, wie etwa der Farbwelt imLaden. Und nach der Eröffnung gibt es bei uns eine Wünsch-dir-was Tafel, auf der weitere Wünsche notiert werden können und nach Verfügbarkeit und Mehrheitsnennung ihren Weg in die Regale finden“.

Die Mitarbeiter:innen der tegut-Filialen werden alle übernommen und umfassend zum Tante Enso-Arbeitsalltag informiert sowie in allen kommenden Phasen der Umstellung begleitet. Thomas Gutberlet setzt auf Synergieeffekte: „Hier wird sicherlich ein guter Wissensaustausch stattfinden, auf der beide Seiten, alte und neue Mitarbeitende, viel voneinander lernen können“.

Außerdem soll die Standortattraktivität gewahrt bleiben, so dass Tante Enso auf weitere Versorgungsthemen und Services mit Vertriebspartnern setzt, die zum Teil schon vorhanden sind und ebenso bleiben sollen.

Auf tanteenso.de/tegut-standorte gibt es fortlaufend weitere Informationen.

Tante Enso gibt es bereits in Elfershausen, Münnerstadt, Poppenlauer, Hohenroth und Wollbach in der Rhön.

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