ver.di Fachbereich Handel sorgt am Donnerstag für einen Streik bei IKEA in Würzburg

ver.di Fachbereich Handel sorgt am Donnerstag für einen Streik bei IKEA in Würzburg
Foto: ChatGPT / künstliche Intelligenz

WÜRZBURG – Nach dem erfolgreichen Streikauftakt in Würzburg bei Kaufland in Würzburg Lengfeld weitet der ver.di Fachbereich Handel seine Streiks auf das Möbelhaus Ikea aus.

Seit Anfang Mai 2026 werden eigenständige Tarifverhandlungen in Bayern für die Beschäftigten im Einzelhandel geführt. Die Arbeitgeber lehnen die Forderungen nach mehr Entgelt ab und unterließen es dabei, ein eigenes Angebot zur Entgelterhöhung vorzulegen.

„Das Verhalten der Arbeitgeber ist unverschämt. Egal ob bei Mieten, Lebensmitteln, Energiekosten oder Mobilitätskosten, überall sind in den letzten Jahren die Preise explodiert, nicht zuletzt durch die aktuellen Krisen. Die immer weiter steigenden Umsätze und hohen Gewinne bei den Konzernen, werden vielfach durch massive Preiserhöhungen erzielt. Für die Beschäftigten eine dramatische Entwicklung, die mittlerweile existenzbedrohend ist. Das Verhalten der Arbeitgeber zeigt, dass jeder Euro erkämpft werden muss,“ erklärt Peter König, ver.di Sekretär im Handel. Viele Beschäftigte sind in einer existenziellen Krise und wissen nicht mehr, wovon sie die notwendigen Ausgaben bezahlen sollen,“ ergänzt König.

ver.di fordert für die tarifgebundenen Beschäftigten im bayerischen Einzel- und Versandhandel:

  • Erhöhung der Löhne und Gehälter um 222 €
  • Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 150€ pro Monat
  • Erhöhung der Löhne und Gehälter der unteren Beschäftigtengruppen auf ein rentenfestes Mindesteinkommen von 14,90 € in der Stunde.
  • Laufzeit der Tarifverträge soll 12 Monate betragen

Untermauert werden die Forderungen durch eine breite Beschäftigtenbefragung zur Forderungsfindung. Dort geben 73% der Befragten an, Probleme zu haben, mit ihrem derzeitigen Gehalt den Lebensunterhalt zu bestreiten. Nur 15% der Befragten gaben an, dass sie am gesellschaftlichen Leben (Kino- oder Theaterbesuch, Essen mit Freunden etc.) teilnehmen zu können. 88% schätzen ein, dass ihre Rente aus dem derzeitigen Gehalt nicht vor Altersarmut schützt.

Trotz dieser dramatischen Ausgangslage der Beschäftigten lehnten die Arbeitgeber in der ersten Tarifverhandlung am 8. Mai 2026 die Forderung der ver.di Tarifkommission ab und weigerten sich ein eigenes verhandlungsfähiges Angebot zu machen. Nächster Verhandlung Termin ist am 16. Juni 2026.

Geplanter Ablauf: Streikbeginn ab ca. 4:30 bei Ikea in Würzburg.
Ab ca. 11:30 Streikkundgebung auf dem Parkplatz Ikea, Mainfrankenhöhe.

Foto: ChatGPT / künstliche Intelligenz

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