WÜRZBURG – Über 800 Demonstrant*innen haben sich am Freitag vor dem Congress Centrum Würzburg (CCW) versammelt, um ein deutliches Zeichen gegen die aktuelle Regierungspolitik und den Auftritt von Friedrich Merz im Rahmen des Katholikentages zu setzen.
Das Bündnis aus verschiedensten gesellschaftlichen Gruppierungen kritisierte scharf die Diskrepanz zwischen politischem Handeln und der sozialen Lebensrealität.
Aaron Valent, Mitglied des Bundestages (Die Linke), schloss sich dem Protest an. Inhaltlich richteten sich die Stimmen der Demonstrierenden gegen mehrere zentrale Handlungsfelder der aktuellen Politik: Kritisiert wurde die rassistische Migrationspolitik und der harte Sparkurs im Sozialbereich bei gleichzeitigem Stillstand im Klimaschutz. Protest richtete sich auch gegen den massiven Aufrüstungskurs sowie Waffenlieferungen, die zur Unterstützung von Angriffskriegen und Genoziden beitragen.
Das Bild vor dem CCW war geprägt von einer breiten Allianz. Auch Teilnehmer*innen der Katholikentage protestierten deutlich. Auf Plakaten brachten sie ihre Ablehnung gegenüber der Einladung von Friedrich Merz zum Katholikentag zum Ausdruck und mahnten christliche Werte in der Politik an. Die Kritik blieb nicht vor den Türen des CCW stehen: Auch innerhalb der Veranstaltung mit Friedrich Merz gab es Proteste und es wurden kritische Stimmen laut, die den Kurs der Union und der Regierung hinterfragten.
Aaron Valent zeigt sich solidarisch: „Dass sich die breite Bevölkerung heute versammelt hat, um dem Kanzler Paroli zu bieten, zeigt, wie fernab jeglicher Lebensrealität seine Politik ist. Das Bündnis hat sich klar gegen den Sozialstaatsabbau eingesetzt und gezeigt, dass die abgehobenen Vorstellungen eines gescheiterten Unternehmers nichts mit der Situation der Menschen in Deutschland zu tun hat. Ich war vor Ort und habe die Demo aus voller Überzeugung unterstützt.“
In zahlreichen Gesprächen am Rande der Kundgebung wurde deutlich, wie tief die Verunsicherung in der Bevölkerung sitzt, so Valent weiter: „Viele Personen haben mich heute auf ihre Sorgen angesprochen. Die Menschen haben schlichtweg Angst um ihre Zukunft, Angst vor Krieg und vor wachsender Armut. Leider hat die Regierung auf all diese Fragen keine Antworten.“
Der Appell an die Regierungsverantwortlichen war am Ende des Tages unmissverständlich. Aaron Valent fasst zusammen: „Wer die Realität der Menschen so konsequent ignoriert, fährt das Land sozial gegen die Wand.“
Foto: ChatGPT / künstliche Intelligenz

