So war der 55. Schweinfurter ADAC Automobilslalom in Schlüsselfeld mit dem Gesamtsieger Steffen Hofmann

So war der 55. Schweinfurter ADAC Automobilslalom in Schlüsselfeld mit dem Gesamtsieger Steffen Hofmann

SCHLÜSSELFELD / SCHWEINFURT – Der Pressewart des AC Schweinfurt musst lange im Archiv suchen, um den letzten Gesamtsieger des Vereins bei seiner eigenen Slalom-Veranstaltung zu finden.

Im Jahr 2011 ist man noch in Schweinfurt gefahren, Austragungsgelände war der Volksfestplatz, und der Gesamtsieger hieß Timo Weiß auf Peugeot 205 GTI.

Nachdem die Genehmigungen für einen Automobilslalom in Schweinfurt immer schwieriger wurden und das ADAC Fahrsicherheitszentrum im September 2011 in Schlüsselfeld eröffnete, waren die Schweinfurter der erste Nordbayerische Verein, der seinen Slalom dort austrug.

Erstmals veranstalteten ihn die Schweinfurter im Jahr 2012 auf dem Handlingkurs, der bis heute bei den Fahrern sehr beliebt ist.

Der Christi Himmelfahrt Feiertag oder kurz der Vatertag ist auch seither der Termin für den Slalom der Schweinfurter im Mai. Dieses Jahr gab es über 100 Anmeldungen, am Renntag gingen 92 Teilnehmer auf die Strecke.

Die Fahrer hatten mit wechselten Wetterbedingungen und Streckenverhältnissen dieses Jahr eine schwierige Aufgabe. Die Veranstaltung lief ohne Zwischenfälle ab, die Streckenposten haben eine gute Arbeit verrichtet.

Bei einer Slalom Veranstaltung werden zunächst ein Trainingslauf und danach zwei Wertungsläufe gefahren. Die Zeiten der Wertungsläufe werden addiert, plus mögliche Strafsekunden für das umwerfen der Pylonen die als Streckenführung dienen. Je Pylon kommen da nochmals drei Sekunden zur Gesamtzeit hinzu, lässt man eine Pylonentor gar aus, werden 15 Sekunden zur Fahrtzeit hinzugezählt.

Die Veranstaltung startete am Morgen mit der Gruppe G der serienmäßigen Fahrzeuge. Wie im letzten Jahr konnte sich hier Frank Most (BMW) gewinnen, gefolgt von Regina Breit (Porsche) und Martin Roßmann (BMW).

Die Schweinfurter Dassel und Palm die beide auf den Citroen C1 in der Klasse G 6/5 starteten, mussten sich gegen den stärkeren BMW Fahrern geschlagen geben. Sieger wurde Gerald Wörthwein (BMW 316), Platz 4 für Holger Palm, Platz 8 für Christian Dassel.

Nach einer kurzen Mittagespause ging es um 12:00 Uhr mit der Gruppe F der verbesserten Fahrzeuge weiter. In der Klasse F8/9 waren zwei Schweinfurter am Start, als Favorit wurde aber Bergrennfahrer Robert Maslonska auf VW Polo gehandelt. Er setze im Trainingslauf mit 1:22,23 Min. die Bestzeit.

Michael Müller (Opel Corsa) vom AC SW konnte sich im 1.Lauf auf 1:21,97 Min. verbessern. Nun musste Maslonska nachlegen und dabei ist am Polo die Antriebswelle abgeschert, was das „AUS“ bedeutete. Die anderen Fahrer in der Klasse kamen nicht am die Zeiten von Müller heran, er konnte sich über einen Klassen- und Gruppensieg in der F freuen. Platz 2 ging an Pascal Friedel (MSC Zeil). Ralf Kehr (AC-SW) ist im 2. Lauf frühzeitig ins Ziel abgebogen und wurde deshalb nicht gewertet.

Pech für Thomas Gahlen und Patrick Seufert (beide AC-SW) aus der Klasse F10, Gahlen war mit seinen Regenreifen nicht zufrieden, Seufert ist bei der Vollbremsung der Motor abgestorben und nicht mehr angesprungen.

Nach der kurzen Pause zur Streckenbesichtigung für die beiden letzten Gruppen H und FS, hat es im Training angefangen zu Hageln. Der Rennleiter hatte eine Unterbrechung angeordnet, damit die Fahrer auf Regenreifen wechsel konnten.

In der Klasse H12 gewann Stephan Abb (VW Polo), einen weiteren Klassensieg holte sich in der H13 Sven Seidel (Citroen C2). Auch in der Klasse H14 wo sich die schnellen 2,0 L Fahrzeuge befanden war es zu Beginn des Trainings noch nass, die Strecke wurde aber von Fahrzeug zu Fahrzeug trockener und die Zeiten wieder schneller.

Mit Jürgen Glass (Gesamtsieger 2023) und Robert Stangl (GS 2016,2019) treffen zwei schnelle Opel Kadett Fahrer aufeinander. Auch Daniel Zeitler (BMW) wollte in der Klasse um den Sieg kämpfen.

Glass legte im Training mit 1:26 Min vorne, gefolgt von Zeitler (+3,5 Sek) und auf Platz 3 Stangel (+9,5 Sek.). Gleiche Reihenfolge nach dem ersten Lauf, doch die Abstände wurden geringer. Die Einscheidung fiel im 2.Lauf, hier konnte Stangl mit 1:19,69 die schnellste Zeit fahren, doch Glass lag nach der Addition der beiden Läufe die Nase vorne, Platz 3 für Zeitler.

In der Klasse H15 fuhr Leon Federlein (AC SW) im BMW M3 auf den zweiten Platz.

Trockene Strecke für die Gruppe FS, hier starteten zahlreiche NSU TT, die beiden Bergrennfahrer Jannik und Steffen Hofmann (AC SW) haben bei ihren Bergkollegen wieder Werbung gemacht und so konnten die Zuschauer diese wunderschönen Fahrzeuge hautnahe erleben.

Im Training fuhr Dieter Gerber (ADAC Südbaden) im NSU mit 1:20,9 eine schnelle Zeit, gefolgt von Jannik Hofmann (+0,5 Sek.), dahinter Jochen Federlein (AC-SW) mit BMW M3. Als letzter Starter im Training ging Steffen Hofmann auf die Strecke und er konnte mit 1:18,4 die Bestzeit setzen.

Im ersten Lauf verbesserte sich Gerber auf eine 1:17,8 Min., gefolgt von Jannik Hofmann 1:20,7 und Federlein mit 1:21,7. Erneut konnte sich Steffen Hofmann steiger und setzte die Tagesbestzeit mit 1:16,97 Min.

Die Endscheidung fiel im zweiten Lauf, Gerber 1:17,10 Min. Jannik H. 1:20,4 und Federlein 1:20,8. Steffen Hofmann zeigte Nervenstärke und fuhr im zweiten Lauf 1:17,29, was den ersten Gesamtsieg für einen Schweinfurter Fahrer in Schlüsselfeld bedeutet. Platz 2 ging an Dieter Gerber (ADAC Südbaden), Platz 3 Jannik Hofmann, Platz 4 Jochen Federlein (beide AC Schweinfurt).

Alle Bilder: Jürgen Dees

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