Landrat Thomas Eberth übernimmt den Vorsitz des Zweckverbands für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Würzburg

Landrat Thomas Eberth übernimmt den Vorsitz des Zweckverbands für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Würzburg

LANDKREIS WÜRZBURG – Landrat Thomas Eberth hat mit Beginn der neuen Wahlperiode am 1. Mai 2026 den Vorsitz im Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung (ZRF) Würzburg übernommen.

Er folgt damit auf die bisherige stellvertretende Landrätin Christine Haupt-Kreutzer. Der ZRF ist das politische Gremium, das für die Sicherstellung des Rettungsdienstes in der Region verantwortlich ist. „Ich nehme diese Verantwortung mit großem Respekt und dem klaren Ziel an, die Versorgungssicherheit und die Kooperation zwischen den Akteuren in diesem elementar wichtigen Bereich der Daseinsvorsorge weiter zu stärken“, so Landrat Thomas Eberth.

„Die Kommunen stehen derzeit vor großen Herausforderungen. Auch die Anforderungen an die Zweckverbände wachsen, sei es durch die Auswirkungen künstlicher Intelligenz, notwendige Strukturveränderungen oder veränderte Bedrohungslagen. Diese Themen nehme ich sehr ernst“, sagt Eberth zu seiner Amtsübernahme als Verbandsvorsitzender.

Christine Haupt-Kreutzer war sechs Jahre Verbandsvorsitzende

Christine Haupt-Kreutzer stand sechs Jahre an der Spitze des Zweckverbands. In ihrer Amtszeit wurde der Rettungsdienstbereich Würzburg maßgeblich weiterentwickelt: Im November 2024 beauftragte der bayerische Innenminister Joachim Herrmann den ZRF mit der Einrichtung des Telenotarztstandorts Nord. Den Vertrag zum Probebetrieb eines Rettungseinsatzfahrzeugs mit den Würzburger Rettungsdiensten Bayerisches Rotes Kreuz, Malteser und Johanniter unterzeichnete die Verbandsvorsitzende Christine Haupt-Kreutzer.

Ebenfalls in ihre Amtszeit fiel die Entscheidung des Zweckverbands, neue Standorte in Partenstein im Landkreis Main-Spessart durch das Bayerische Rote Kreuz und im Würzburger Gewerbegebiet „Neuer Hafen“ durch den RKT-Rettungsdienst in Betrieb zu nehmen sowie die rettungsdienstliche Fahrzeugvorhaltung auszuweiten. Zuletzt gab Christine Haupt-Kreutzer den Startschuss für die Smartphone-basierte Ersthelferalarmierung im Rettungsdienstbereich Würzburg.

15 Rettungswachen, drei Rettungsdienst-Stellplätze, eine Luftrettungsstation

Der ZRF umfasst die Stadt Würzburg sowie die Landkreise Kitzingen, Main-Spessart und Würzburg. Die Geschäftsstelle hat ihren Sitz im Landratsamt Würzburg. Die Integrierte Leitstelle für Rettungsdienst und Feuerwehr wird im Auftrag des Zweckverbands von der Berufsfeuerwehr Würzburg betrieben; die Betriebskosten werden von den Krankenkassen und den Kommunen nach einem Verteilungsschlüssel getragen, der sich an Einsatzzahlen und Bearbeitungszeiten in der Leitstelle orientiert.

In den Zuständigkeitsbereich des Verbands fallen 15 Rettungswachen, drei – in der Regel nur tagsüber besetzte – Rettungsdienst-Stellplätze sowie die Luftrettungsstation Christoph 18 in Ochsenfurt. An elf Standorten sind Notärzte rund um die Uhr stationiert. Im Auftrag des Bayerischen Innenministeriums soll im Zweckverbandsbereich Würzburg der Telenotarztstandort Nord in Betrieb genommen werden.

Rettungsdienstbereich Würzburg unter den Besten in Bayern

„Unser Rettungsdienstbereich gehört in Bezug auf die Zwölf-Minuten-Hilfsfrist zu den Besten in Bayern“, berichtet ZRF-Geschäftsleiter Paul Justice mit Stolz. „Die Zusammenarbeit mit den Rettungsdiensten des Bayerischen Roten Kreuzes, der Malteser, der Johanniter und des RKT sowie der Integrierten Leitstelle der Berufsfeuerwehr Würzburg ist überregional vorbildlich. Wenn es um die Patientenversorgung geht, ziehen alle bedingungslos an einem Strang.“

Auch zur Notarztversorgung gibt es überwiegend positive Rückmeldungen: Während an anderen bayerischen Standorten Dienste teilweise über längere Zeit unbesetzt bleiben, kommt es an den Notarztstandorten im Bereich der Integrierten Leitstelle Würzburg nur selten zu Ausfällen. „Das Engagement unserer Notärzte, attraktive Bereitschaftsräume, die Unterstützung durch die Kliniken und die sehr gute Zusammenarbeit mit der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern sind entscheidende Faktoren für die hohe Besetzungssicherheit“, erläutert Paul Justice.

An 70 Elfhelferstandorten rund um die Uhr in Bereitschaft

Verbandsvorsitzender Thomas Eberth zeigt sich beeindruckt von der Arbeit der 70 Ersthelferstandorte der Feuerwehren und Hilfsorganisationen: „Der Rettungsdienstbereich Würzburg verfügt über eines der dichtesten Ersthelfernetzwerke in Bayern. Rund um die Uhr stehen Ehrenamtliche bereit, um das therapiefreie Intervall bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes zu überbrücken.“ Eberth freut sich darauf, sich mit den Standortsprechern auszutauschen.

Geschäftsleiter Paul Justice wird die Verbandsräte – die Vertreter der beteiligten Landkreise und der Stadt Würzburg – zeitnah zu einem Informationsabend in die Integrierte Leitstelle Würzburg einladen. „Zusammen mit unseren Partnern möchten wir den neuen Verbandsräten die Aufgaben des ZRF, die Finanzierung und die Grundbegriffe des Rettungsdienstes näherbringen“, so Justice.

Auf den Fotos:

1: Wechsel an der Spitze des Zweckverbands für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Würzburg: Landrat Thomas Eberth (links) hat am 1. Mai den Vorsitz übernommen und freut sich auf die Zusammenarbeit mit Geschäftsleiter Paul Justice.
Foto: Michael Kämmerer

2: Nach sechs Jahren hat Christine Haupt-Kreutzer (vorne, Mitte) den Vorsitz im Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Würzburg abgegeben. Bei der Verabschiedung dankten ihr für ihre Tätigkeit die kommunalen Spitzen des Gremiums – der Kommunalreferent der Stadt Würzburg, Wolfgang Kleiner (vorne von links), Würzburgs Landrat und neuer Vorsitzender Thomas Eberth, die Kitzinger Landrätin Tamara Bischof und Main-Spessart-Landrat Christoph Vogel.
Foto: Ralf Wachter

Comments

No comments yet. Why don’t you start the discussion?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert