WÜRZBURG – „Schulstreik gegen Wehrpflicht Würzburg“ ruft am Freitag, den 08.05.26 zum Protest gegen die Wehrpflicht auf. Die Demonstration beginnt am Hauptbahnhof um 9:30 Uhr und endet dort um 13:30 Uhr.
Am 01.01.26 trat der neue Wehrdienst für junge Menschen ab dem Geburtsjahr 2008 in Kraft. Die Bundesregierung sieht das Ausfüllen eines persönlichen Fragebogens sowie eine verpflichtende Musterung für junge Männer vor. Diese Entscheidung über den Kopf der Jugend hinweg zu treffen, findet „Schulstreik gegen Wehrpflicht“ inakzeptabel und ruft deswegen zum bundesweiten Schulstreik auf.
In Würzburg startet die Demonstration um 9:30 Uhr am Hauptbahnhof und geht ab 11 Uhr in eine Laufdemo über, die entlang verschiedener Würzburger Schulen durch die Stadt führt. Sie endet um 13:30 Uhr wieder am Hauptbahnhof. Es werden 50 Teilnehmer erwartet.
„Wir wollen nicht für ein Land sterben, das so wenig für uns tut: Ausgaben werden für die Bildung gestrichen, Mieten steigen, wir sollen mehr arbeiten und werden keine Rente mehr bekommen. Das ist einfach ungerecht!“, so David Möllers, Mitglied von Schulstreik gegen Wehrpflicht Würzburg.
Schulstreik gegen Wehrpflicht ist eine offene Gruppierung von Schülerinnen und Schülern, die sich aktiv gegen Militarisierung, Krieg und Wehrpflicht einsetzen.
Kontakt:
Instagram: @schulstreik_wue
Mail: schulstreik.wehrpflicht.wue@gmail.com
Foto: ChatGPT / künstliche Intelligenz
Aaron Valent, Mitglied des Bundestages (Die Linke), stellt sich an die Seite der streikenden Schüler*innen. „Ich begrüße es sehr, wenn sich junge Menschen für ihre Zukunft einsetzen und sich mit den Auswirkungen beschäftigen, die der Aufrüstungskurs der Bundesregierung auf ihr eigenes Leben hat“, so Aaron Valent.
Es zeuge von Courage, sich so jung bereits politisch zu engagieren: „Dass junge Menschen deutschlandweit und in Würzburg auf die Straße gehen, zeigt deutlich, dass sie diese massiven Einschnitte in ihr Leben und ihre Freiheit nicht einfach hinnehmen wollen. Ich stelle mich klar gegen die Militarisierung und an die Seite der Schüler und Schülerinnen.“
Zusätzlich empfiehlt Aaron Valent, sich mit der Thematik der Kriegsdienstverweigerung zu beschäftigen und gegebenenfalls das eigene Grundrecht auf Verweigerung zu nutzen.

