LANDKREIS RHÖN-GRABFELD – Zahlreiche Unternehmen aus dem Landkreis Rhön-Grabfeld nutzten zuletzt die Gelegenheit, sich im Landratsamt über den praktischen Einsatz von Künstlicher Intelligenz zu informieren.
Im Mittelpunkt standen konkrete Unterstützungsangebote für den Einstieg, die Orientierung und die Umsetzung eigener KI-Anwendungsfälle im Unternehmen.
Gemeinsam mit dem Mittelstand-Digital Zentrum Franken hatte die Wirtschaftsförderung des Landkreises Rhön-Grabfeld zu der Veranstaltung eingeladen. Ziel war es, Unternehmen einen verständlichen Zugang zum Thema zu ermöglichen, konkrete Anwendungsfelder aufzuzeigen und regionale Unterstützungsangebote sichtbar zu machen.
Manuela Michel von der Wirtschaftsförderung machte deutlich, dass es dabei nicht allein um Information gehe. Vielmehr solle Unternehmen aufgezeigt werden, welche Begleitangebote ihnen entlang des gesamten Prozesses zur Verfügung stehen – vom ersten Einstieg über die Identifikation geeigneter Anwendungsfelder bis hin zur konkreten Umsetzung im eigenen Betrieb.
Zu Beginn wurde das „KI-Transfer Plus“ Programm vorgestellt, das durch das bayerische Ministerium für Digitales gefördert wird. Prof. Dr. Arndt Balzer und Dr. Maximilian Münch vom KI-Regionalzentrum Würzburg an der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) präsentierten das neunmonatige Intensivprogramm, das Unternehmen von der Ideenfindung über die Strategieentwicklung bis zur Umsetzung eines eigenen KI-Anwendungsfalls begleitet.
Darauf aufbauend stellte das Mittelstand-Digital Zentrum Franken, vertreten durch Lisa Kirschbaum und Hendric Rahm von der Hochschule Ansbach, praxisnahe und niedrigschwellige Unterstützungsangebote vor, die von den ersten Informationsformaten bis hin zur individuellen Begleitung beim Einstieg in digitale Technologien und Künstliche Intelligenz reichen.
Weiter wurde das vom Mittelstand-Digital Zentrum Franken entwickelte kostenlose KI Anwendungsfall-Analysetool FrAIa (https://lm11.hs-ansbach.de/mdz_usecase_analyse) vorgestellt. Anhand dieser Anwendung wurde deutlich, wie Unternehmen aus der Region schon heute vielfältig die Einsatzmöglichkeiten von Künstlicher Intelligenz nutzen können, etwa in der Prozessoptimierung, bei datenbasierten Entscheidungen oder in der Personalplanung.
Die Veranstaltung zeigte, dass Unternehmen in der Region auf kompetente Partner zurückgreifen können, deren Angebote sich sinnvoll ergänzen: Während das Mittelstand-Digital Zentrum Franken insbesondere beim Einstieg unterstützt und Orientierung bietet, ermöglicht „KI-Transfer Plus“ eine individuelle Begleitung bis hin zur konkreten Umsetzung im eigenen Betrieb.
Auch die teilnehmenden Unternehmen nutzten den Austausch intensiv. Thomas Egerer, Geschäftsführer der Trend Elements GmbH & Co. KG aus Bad Neustadt/Salz, zog ein positives Fazit: Die Veranstaltung habe neue Ideen geliefert und das Thema Künstliche Intelligenz greifbarer gemacht. Nun beginne die eigentliche Arbeit im eigenen Betrieb. Dort gelte es zu prüfen, welche Ansätze sinnvoll seien und wie diese konkret umgesetzt werden könnten.
Eine Folgeveranstaltung ist bereits geplant: Im Webinar „Digitale Zwillinge erstellen – KI-Agenten als Wissensträger“, am 15.10.2026 von 10 bis 11:30 Uhr wird aufgezeigt, wie Unternehmen Künstliche Intelligenz gezielt für den Wissenstransfer nutzen können. Weitere Informationen bietet der Wirtschaftsnewsletter des Landkreises Rhön-Grabfeld: https://www.rhoen-grabfeld.de/wifoe
Auf dem Bild: Dr. Maximilian Münch (links) und Prof. Dr. Arndt Balzer (rechts) stellen das Programm „KI-Transfer Plus“ im Rahmen der Veranstaltung im Landratsamt Rhön-Grabfeld vor. (Foto: Manuela Michel / Landkreis Rhön-Grabfeld)
Wirtschaftsförderung
Die Wirtschaftsförderung des Landkreises Rhön-Grabfeld engagiert sich aktiv für die Stärkung und Entwicklung der regionalen Wirtschaft. Ihr Ziel ist es, ein dynamisches und nachhaltiges Wirtschaftswachstum zu fördern, das Arbeitsplätze schafft und die Lebensqualität in der Region erhöht.

