EISENHEIM / WIPFELD – 14 Punkte nach 19 Partien und der vorletzte Tabellenplatz in der Schweinfurter Kreisliga 1 klingen alles andere als gut. Aber die SG Eisenheim/ Wipfeld kann angesichts der überschaubaren fünf Zähler Rückstand auf die SG Dittelbrunn noch hoffen.
Nämlich in 2025 und in den verbleibenden elf Ligaspielen sogar das rettende Ufer noch zu erreichen. Auch wenn sich das Team mit fünf Niederlagen aus dem alten Jahr verabschidet hatte. Das ausgerechnet nach einer Erfolgsserie mit zehn Punkten aus vier ungeschlagenen Partien.
In der Winterpause sprach www.mainfranken.news mit Trainer Thomas Pfeuffer.
10 Punkte sind perfekt, deren 0 der Oberflop. Wie bewertet Ihr Eure erste Saisonhälfte – und warum?
Thomas Pfeuffer: Ich würde uns maximal eine 3 geben. Wenn man Vorletzter in der Tabelle ist, kann man nicht zufrieden sein. Wir hätten ein paar Punkte mehr holen können oder gar müssen. Nach einem punktemäßig sehr schwachen Saisonstart konnten wir zum Ende der Vorrunde hin gut punkten. In den letzten wichtigen Spielen vor der Winterpause gingen wir dann leider wieder öfter als Verlierer vom Platz.
Welches war das bisher beste Spiel und welches das schlechteste? Und jeweils: Warum?
Thomas Pfeuffer: Die beiden schlechtesten Spiele lieferten wir immer zum falschen Zeitpunkt ab. Beide Matches waren gegen den Drittletzten TSV Nordheim am Main und von unserer Seite her ganz schwach geführt. Da haben wir die elementaren Grundeinstellungen, die nötig sind, komplett vermissen lassen.
Im Spiel beim FV Egenhausen und auch bei der SG Schleerieth zeigten wir die besten Leistungen in dieser Saison. Da sind wir auch nach Rückständen immer wieder zurückkommen und haben die Spiele gedreht.
Was hat Euch bisher in der Liga am meisten überrascht?
Thomas Pfeuffer: Überrascht wenig, da die Konstellation der Tabellenregionen, so wie sie ist, zu erwarten war. Mit den ersten 3 bis 4 Mannschaften vorne hat fast jeder gerechnet. Wie auch schon letzte Saison kann in der Liga an einem guten Tag jeder jeden schlagen (außer vielleicht derzeit den Esslebenern, die momentan souverän durchziehen).
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Wer ist für Dich der Spieler der Hinrunde: Bei Euch und in der Liga?
Thomas Pfeuffer: In der Liga gibt es immer gute Spieler. Mein Ex-Schwebenrieder Sturmpartner David Fleischmann blüht in dieser Saison wieder richtig auf. Aber auch Johannes Feser, Florian Hetzel und mein Ex-Trainerkollege und Kumpel Fabian Benkert zeigen schon, was sie können und wie extrem wichtig sie für ihre Mannschaften jeweils sind.
Wir haben eine junge Mannschaft, die sich weiter entwickeln muss, und da möchte ich keinen hervorheben.
Nach dem letzten Spieltag 2025 steht Ihr auf welchem Platz und erreicht den genau dann, wenn was passiert?
Thomas Pfeuffer: Nach der letzten Saison, als die Mannschaft als Vorletzter nur durch den Rückzug von der DJK Wülfershausen profitierte und hierdurch den Umweg über die Relegation schaffte, war es klar, dass es diese Saison mindestens genauso schwer werden würde.
Ziel sollte auf jeden Fall der direkte Klassenerhalt sein. Einen der letzten beiden Tabellenplätze wollen wir aber auf jeden Fall nicht einnehmen.
Was war für Dich DER außergewöhnlichste Moment der ersten Halbserie?
Thomas Pfeuffer: Der erste Sieg gegen den TSV Gochsheim 2 nach der langen Durststrecke zu Saisonbeginn. Fast nur Niederlagen am Beginn der Saison, das war schon für alle frustrierend. Es war auf jeden eine große Erleichterung zum damaligen Zeitpunkt.
Bei welchem Auswärtsspiel hat´s Euch am besten gefallen und bei welchem Heimspiel waren die Gegner besonders gesellig?
Thomas Pfeuffer: Schön war es bei meinem Ex-Verein in Schleerieth. Zum einem, weil wir da gewonnen haben und zum anderen, da ich dort natürlich noch viele Freunde habe. Beim Heimspiel waren die Bücholder sehr gesellig.
Wird sich den Winter über im Kader etwas verändern?
Thomas Pfeuffer: Wir hoffen auf die Rückkehr unseres Kapitäns Benedikt Gehring. Er ist als Leader für unsere junge Mannschaft extrem wichtig und nicht zu ersetzen, um die Truppe zu führen und den jungen Spielern den Weg zu weisen. Ebenso wird Lukas Kirchner wieder fit sein, nachdem er auch seit Saisonbeginn bis kurz vor der Winterpause fast komplett ausgefallen ist. Beide fehlten uns in der Hinserie sehr.
Wirst Du als Trainer über den nächsten Sommer hinaus weiter machen? Wenn nein, was hast Du vor und wer wird Dein Nachfolger?
Thomas Pfeuffer: Ich werde in der neuen Saison nicht mehr hier Trainer bei der SG Eisenheim/Wipfeld sein. Sollte eine Anfrage kommen, wo es passt, werde ich darüber nachdenken und könnte mir vorstellen weiterzumachen oder aber ich lege eine Pause dann nach 17 Jahren Trainertätigkeit ein. Mal schauen.
Einen Nachfolger bei der SG Eisenheim/Wipfeld gibt es nach aktuellem Stand nicht.
Thema Nationalmannschaft: Sind Nagelsmanns Jungs auf dem Weg, um 2026 Weltmeister zu werden?
Thomas Pfeuffer: Nach den letzten gezeigten Leistungen der Nationalelf ist wieder viel möglich. Entscheidend ist jedoch 2026 zum richtigen Zeitpunkt die besten Leistungen abzurufen. Aber generell sieht es momentan nicht schlecht aus und wir sind wieder auf dem richtigen Weg. Ob es aber dann auch reicht den Titel zu holen, muss man abwarten, da im höchsten Bereich Kleinigkeiten entscheiden.
Zur Bundesliga: Bayern wird wieder Meister, Bayer nicht nochmal, soviel ist klar. Was fasziniert Dich am Profi-Fußball Deutschlands in dieser Saison? Eher die Ausgeglichenheit in der 2. Bundesliga?
Thomas Pfeuffer: In Deutschland ist der Zuschauerboom bei Spielen im Vergleich zu den meisten anderen Ländern (außer vielleicht England) schon gewaltig. Die Stimmung ist in den meisten Arenen schon top.
Beim FC Ingolstadt trainiert seit dieser Saison mit Sabrina Wittmann eine Frau. Könntest Du Dir sowas auch in Eurer Liga vorstellen – und kannst Du Dir vorstellen, mal ein Frauen-Team zu coachen?
Thomas Pfeuffer: Warum sollte nicht auch mal eine Frau in der Männerdomäne Fußball im Amateurbereich eingreifen? Eine Trainertätigkeit im Frauenbereich kann ich mir derzeit nicht so vorstellen, aber man weiß nie, was die Zukunft so bringt.
Wir danken für das Gespräch und wünschen für 2025 alles Gute!
www.mainfranken.news plant für die Winterpause so viele Halbzeit-Interviews wie möglich. Interessierte Vereine und Trainer, die wir noch nicht mit den Fragen kontaktiert haben, können sich gerne unter michael.horling@t-online.de melden – und werden dann bevorzugt behandelt.







