SCHWEINFURT – Für Dienstag, den 14. April 2026, hat die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di erneut zu einem ganztägigen Warnstreik im Verkehrssektor aufgerufen.
Es ist davon auszugehen, dass der Busverkehr in Schweinfurt erheblich beeinträchtigt sein wird. Besonders im Schülerverkehr ist mit Einschränkungen zu rechnen. Fahrgäste werden daher gebeten, an diesem Tag nach Möglichkeit auf alternative Verkehrsmittel auszuweichen.
Die Linien des Landkreises Schweinfurt ab der Liniennummer 200, die Teilbereiche des Stadtgebietes bedienen, sind vom Streik nicht betroffen.
Der Warnstreik hat zudem keine Auswirkungen auf Fahrten, die von den Stadtwerken Schweinfurt beauftragten ÖPNV-Dienstleistern durchgeführt werden.
Die entsprechenden Fahrten ergeben sich aus der beigefügten Anlage (ganz unten), diese Fahrten sind zusätzlich auf der Website der Stadtwerke Schweinfurt unter www.stadtwerke-sw.de/businfo veröffentlicht.
Die Stadtwerke Schweinfurt bitten alle Fahrgäste um Verständnis.
Fragen rund um das Thema ÖPNV beantworten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtwerke Schweinfurt gerne persönlich im Kundencenter am Roßmarkt (Mo – Do 9:00 – 16:30 Uhr, Fr 9:00 – 15:00 Uhr) sowie in der Kunden-Hotline unter 09721 931 – 400 (Mo – Fr 8:00 – 17:00 Uhr) und sind erreichbar via E-Mail an kundenservice@stadtwerke-sw.de. Ebenso stehen sie im Live-Chat (Mo – Fr 8:00 – 17:00 Uhr) und mittels Video-Konferenz (Mo – Fr 8:00 – 17:00 Uhr) über die Internetseite www.stadtwerke-sw.de/service zur Verfügung. Der Chatbot SWenja beantwortet auf der Internetseite Fragen rund um die Uhr.
Hier noch die Meldung von ver.di:
Tarifrunde Nahverkehr: ver.di ruft am 14.04. in mehreren bayerischen Städten zum Streik auf
Am 15. April gehen die Verhandlungen zum Tarifvertrag Nahverkehr in Bayern in die fünfte Runde. In der vierten Verhandlungsrunde war ver.di den Arbeitgebern einen erheblichen Schritt entgegengekommen. In Bezug auf Entgelt fordert die Gewerkschaft nun eine Erhöhung des Entgelts um insgesamt 550 Euro in zwei Schritten über eine Laufzeit von 24 Monaten. An einer Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit hält ver.di fest. Diese sei vor allem für die Beschäftigten im Fahrdienst ein wichtiges Element der Entlastung und des Gesundheitsschutzes. Die Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit diene damit auch der Sicherheit der Fahrgäste. Sinnvoll sei es, sich dabei über eine prozesshafte Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit zu verständigen, die über 48 Monate laufen könne. Auch in Bezug auf die Reduzierungshöhe bestehe noch Verhandlungsspielraum. An diesem Punkt zeigen die Arbeitgeber ebenso wenig Verhandlungsbereitschaft wie an dem der Festschreibung der Mindestruhezeit auf 11 Stunden.
Um den Druck vor der fünften Verhandlungsrunde zu erhöhen, ruft ver.di daher am Tag vor der Verhandlung in mehreren bayerischen Städten zum Streik auf.
Betroffen sind:
München, Nürnberg, Augsburg, Regensburg, Fürth, Bayreuth, Dachau, Passau, Landshut, Schweinfurt. Auch Aschaffenburg ist zum Streik aufgerufen, da der TV-N hier überwiegend im Werkstattbereich angewendet wird, ist hier nicht mit Auswirkungen für die Fahrgäste zu rechnen.
Die S-Bahn ist nicht betroffen, da sie unter einen anderen Tarifbereich fällt. ver.di habe großes Verständnis für den Frust der Fahrgäste und sei sich der angespannten Situation in Anbetracht der hohen Energiepreise bewusst. All diese Probleme können jedoch nur politisch gelöst und nicht auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen werden. In Bezug auf den ÖPNV dürfen die Kommunen nicht länger mit der Finanzierung allein gelassen werden, Bund und Länder müssen hier dauerhaft unterstützen.
Sinan Öztürk, Stellvertretender Landesbezirksleiter ver.di Bayern weist darauf hin: „Auch die Kolleginnen und Kollegen im ÖPNV leiden unter den hohen Energiepreisen. Daher ist es nun endlich an der Zeit, dass sich die Arbeitgeber bewegen und ein akzeptables Angebot auf den Tisch legen.“
Neben der dringend benötigten Entgeltsteigerung bräuchten die Beschäftigten dringend Regelungen, die im kräftezehrenden Schichtbetrieb für Entlastung sorgen. Katharina Wagner, Branchenkoordinatorin Busse und Bahnen ver.di Bayern betont: „Die Forderung nach einer maximalen Schichtlänge von 11 Stunden im Fahrdienst ist keineswegs überzogen oder utopisch. Sie dient der Gesundheit der Beschäftigten und damit letztlich auch der Sicherheit der Fahrgäste.“

