KÖNIGSBRUNN / SCHWEINFURT – Als 36 Sekunden vor dem Ende Josef Dana doch noch der 6:6-Ausgleich für die Mighty Dogs gelang, da verwandelte sich die anfängliche Ekstase der vielen Schweinfurter Fans ganz schnell in Ernüchterung.
Denn die Schiedsrichter gaben das zunächst anerkannte Tor dann doch nicht wegen angeblich hohen Stocks. Die Königsbrunner zeigten die Szene auf ihrer LED-Leinwand. Einen Videobeweis in der Eishockey-Bayernliga gibt es freilich nicht.
Wenig später, Petr Pohl kassierte auch noch eine unbedeutende Disziplinarstrafe, war Schluss und die Pinguine feierten das 6:5, den Sieg im siebten Playoff-Finale und damit die Meisterschaft. In eigener Halle mit allerdings einer Stimmung wie bei Schweinfurter Heimspielen. Und das nach einer Partie, die mal wieder typisch war für diese Saison. Und die keine Wünsche offen ließ, mal abgesehen vom Ausgang.
Diesmal lagen die Schweinfurter schnell mit 0:2 zurück, gleich zu Beginn des zweiten Drittels dann mit 1:3. Um sich wieder zu berappeln. Binnen 25 Sekunden gelangen Arturs Homjakovs mit seinem zweiten Tor und Lucas Kleider die Treffer zum Ausgleich.
Und auch auf Hugo Turcottes 4;3, als Pavel Bares auf der Strafbank saß, wussten die Gäste eine Antwort: Kevin Heckenberger und Petr Pohl trafen diesmal nur binnen 27 Sekunden doppelt. Plötzlich führten die Schweinfurter sogar und nahmen dieses 5:4 nicht nur in die zweite Pause mit, sie hielten es sogar bis zur 50. Minute.
Ehe Lion Stange und Tim Bullnheimer die Partie wiederum drehten. Das 6:5 erzielten die Königsbrunner sogar in eigener Unterzahl. Stange saß dann in der Schlussphase draußen, als das vermeintliche 6:6 fiel. Und wieder aberkannt wurde. Danach war die Enttäuschung groß.
Die Königsbrunner sind die seit Jahren schon beste Mannschaft der Bayernliga, werden aber anscheinend wieder auf den sportlich erreichten Aufstieg in die Oberliga verzichten, wo nach dem Rückzug von Passau und Bayreuth die Mannschaften ausgehen. So gesehen sind die Schweinfurter in der Bayernliga bestens aufgehoben. Ab Herbst werden sie einen neuen Anlauf wagen und die Meisterschaft als Ziel aufrufen. Viele Fans zählen jetzt schon die Tage bis zum Saisonbeginn…
Statistik folgt unter dem Bild.
Foto: Robert Striesow / Aufmacherbild: Mighty Dogs

Eishockey, Bayernliga, PlayOff-Finale, Spiel 7: EHC Königsbrunn Pinguine – ERV Schweinfurt Mighty Dogs: 6:5 (2:1, 2:4, 2:0)
Schweinfurt:
Tor: Pöhlmann Leon (#40); Roßberg Benedict (#42);
Verteidigung: Kleider Lucas (#2); Freibert Collin (#5); Diel Alexander (#9); Heckenberger Kevin (#10); Helmle Steffen (#12); Donins Kristers (#19); Alksnis Dzerods (#28); Krumpe Lukas (#69);
Sturm: Schlick Moritz (#11); Homjakovs Arturs (#21); Asmus Alexander (#24); Cermak Tomas (#41); Bares Pavel (#46); Pohl Petr (#55); Dana Josef (#70); Akers Jamie (#79); Melchior Nils (#84); Melnikow Konstantin (#85); Pinsack Georg (#91); Adam Kevin (#98);
Tore für Schweinfurt: 2:1 (13:23) Arturs Homjakovs (Tomas Cermak, Petr Pohl – 3:5), 3:2 (25:05) Homjakovs (Alexander Diel, Dzerods Alksnis – 4:5), 3:3 (25:30) Lucas Kleider, 4:4 (34:01) Kevin Heckenberger (Nils Melchior, Pavel Bares), 4:5 (34:28) Pohl (Kristers Donins, Alksnis).
Strafminuten: Königsbrunn 14 + 5 für Marco Sternheimer; Schweinfurt 12 + 10 für Petr Pohl
Schiedsrichter: Christoph Ober, Stefan Velkoski
Zuschauer: 1200 (ausverkauft)
Die LVM-Versicherungsagentur Wolfgang Halbig präsentiert die Finalserie der Mighty Dogs gegen Königsbrunn und drückt den Schweinfurtern die Daumen.


