GEROLZHOFEN – Mit einer feierlichen Veranstaltung in der Rüstkammer des Alten Rathauses wurde am Dienstagabend die Ausstellung „300 Jahre Elek – Spuren aus Gerolzhofen“ eröffnet.
Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen 300 Jahre gemeinsamer Geschichte: Von der Auswanderung von 66 Frauen und Männern aus Gerolzhofen und Umgebung im Jahr 1724 über die wechselvolle Geschichte der Stadt Elek bis hin zur lebendigen Städtepartnerschaft in der Gegenwart.
Der Erste Bürgermeister Thorsten Wozniak betonte in seiner Ansprache die besondere Bedeutung der langjährigen Verbindung: „Ehrlichkeit, Emotionen, Vertrauen und gegenseitiges Verständnis – diese Werte beschreiben Freundschaften. Und genau diese Werte prägen seit Jahrzehnten unsere Partnerschaft mit Elek. Darauf dürfen wir stolz sein.“GEROLZHOFEN – Mit einer feierlichen Veranstaltung in der Rüstkammer des Alten Rathauses wurde am Dienstagabend die Ausstellung „300 Jahre Elek – Spuren aus Gerolzhofen“ eröffnet.
Zugleich erinnerte er an die historischen Wurzeln der Beziehung: „Schon vor 300 Jahren trugen Menschen aus Gerolzhofen zur Verständigung zwischen Kulturen und Völkern bei. Dieser Geist lebt bis heute in unserer Städtepartnerschaft fort.“ Die Ausstellung zeigt auf 20 Tafeln eindrucksvolle historische Fotografien und Texte – von der Wiederbesiedlung Eleks im 18. Jahrhundert über die schwierigen Zeiten der Vertreibung nach dem Zweiten Weltkrieg bis hin zum heutigen kulturellen Leben der multiethnisch geprägten Stadt.
In ihrer Laudatio würdigte die Vorsitzende des Partnerschaftskomitees Gabriele Schmitt insbesondere die persönlichen Schicksale hinter der Geschichte: „Wir haben heute Gäste unter uns, die selbst aus Elek stammen oder deren Familien eng mit der Auswanderung von 1724 verbunden sind. Diese persönlichen Lebensgeschichten machen die historischen Ereignisse greifbar und zeigen, wie eng unsere beiden Städte miteinander verbunden sind.“
Sie hob zudem die internationale Zusammenarbeit hervor: „Mein besonderer Dank gilt der Stadt Elek sowie allen Mitwirkenden, die diese Ausstellung möglich gemacht haben. Die Bilder sind ein eindrucksvolles Zeugnis der gemeinsamen Geschichte und kulturellen Vielfalt.“ Die Ausstellung basiert unter anderem auf Arbeiten des Kulturhauses Mihály Reibel in Elek und wurde anlässlich des 300-jährigen Jubiläums der Wiederbesiedlung der Stadt konzipiert.
Sie verdeutlicht die kulturelle Vielfalt Eleks, in der über Jahrhunderte hinweg Ungarn, Deutsche, Rumänen, Slowaken und Roma zusammenlebten und das Stadtbild prägten. Neben historischen Entwicklungen werden auch Traditionen, Baukultur, Vereinsleben und bedeutende Persönlichkeiten der Stadt Elek beleuchtet. Die Ausstellung macht damit deutlich, wie eng Geschichte, Kultur und persönliche Erinnerungen miteinander verwoben sind.
Bürgermeister Wozniak unterstrich abschließend die aktuelle Bedeutung der Städtepartnerschaft: „Gerade in Zeiten politischer Dissonanzen ist es wichtig, dass wir auf kommunaler Ebene Zeichen setzen – für Frieden, Freiheit und Freundschaft in Europa.“ Die Ausstellung ist ab sofort im Alten Rathaus zu sehen und lädt Besucherinnen und Besucher dazu ein, in die gemeinsame Geschichte von Gerolzhofen und Elek einzutauchen und die Spuren der Vergangenheit neu zu entdecken.
Im Bild von links Anja Hümpfner, Bürgermeister Thorsten Wozniak, Bernd Schmitt, Komiteevorsitzende Gabriele Schmitt, Siegfried Brendel, Inge Engert, Günter Engert
Fotografin Beate Glotzmann



