SCHWEINFURT – Der Zonta Club Bad Kissingen-Schweinfurt, seit vielen Jahren verlässlicher Unterstützer des Frauenhauses für die Region Main-Rhön in Schweinfurt, übergab nun zum wiederholten Male einen Scheck über 1.000 Euro an die Einrichtung, die für so viele hilfesuchende Frauen eine (überlebens-)wichtige Anlaufstelle ist.
„Diese 1.000 Euro sind Teil des Erlöses des Adventskalenders des Zonta Clubs KG-SW. Insgesamt kamen beim Adventskalender 2025 rund 20.000 Euro zusammen, die wir an unterschiedliche Organisationen und Einrichtungen wie die Bayerische Krebsberatungsstelle Schweinfurt, das Antonina-Werr-Zentrum, die Tafel e.V. Schweinfurt, Heilpädagogische Tagesstätten, die Frieden-Mittelschule etc. spenden“, erläuterte Zonta Präsidentin Klara Weigand bei der offiziellen Übergabe des Schecks. „Wir freuen uns sehr, dass wir auch das Frauenhaus wieder unterstützen können.“
Die Fachliche Leiterin des Frauenhauses für die Region, Daniela Schwarz, besuchte den Zonta Club Bad Kissingen-Schweinfurt am monatlichen Clubabend und berichtete von der Arbeit mit gewaltbetroffenen Frauen und Kindern sowie aktuellen Entwicklungen. Sie dankte herzlich für die langjährige Unterstützung der Arbeit, konkrete Hilfen für betroffene Frauen und Kinder. „Die Spende wollen wir gerne in Einkaufs-Gutscheine umsetzen, die Frauen für ihren täglichen Bedarf und den der Kinder nutzen können“, so die Information von Daniela Schwarz, auf Rückfrage welche zweckgebundene Spende gebraucht würde.
„Gewalt ist alltäglich“ stellte Daniela Schwarz heraus und berichtete anhand vieler Beispiele von den unzähligen „Verkleidungen“, in denen Gewalt im sozialen Nahraum auftrete, zwischen Partner/innen und Familienmitgliedern. Gesprochen wurde über die alltägliche Realität Gewaltbetroffener, die erste Dunkelfeldstudie in Deutschland, die gefährliche Einflussnahme der sog. Väterrechtler-bewegung sowie die aktuell unsichere Situation der Schutzeinrichtungen im Zuge des Gewalthilfegesetzes.
Daniela Schwarz belegte ihre Ausführungen auch mit einigen Zahlen. So fanden im letzten Jahr 59 Frauen mit 62 Kindern Schutz und Unterstützung, eine deutliche Zunahme im Vergleich zu den Vorjahren. Viele Frauen mit Mehrfachbelastungen fanden den Weg in das Frauenhaus, viele für einen eher kürzeren Zeitraum, aus sehr unterschiedlichen Gründen. „Die Arbeit mit den Frauen und Kindern im Haus ist der zentrale Anteil der Arbeit in der Einrichtung, obwohl es selten beziffert wird.“ In einem Jahr registriere man hier etwa 2.500 Kontakte in der internen Beratungstätigkeit. Doch auch für ehemalige Bewohnerinnen und ihre Kinder sei das Frauenhaus zuständig und hatte 2025 insgesamt 438 Kontakte im Rahmen der Nachsorgetätigkeit für ehemalige Bewohnerinnen.
Auf dem Bild: Seit Jahren ein verlässlicher Partner des Frauenhauses für die Region Main-Rhön. Der Zonta Club KG-SW unterstützt mit 1.000 Euro die notwendige Einrichtung. Unser Foto entstand beim monatlichen Clubabend und zeigt einen Teil der Zontians mit der Vertreterin des Frauenhauses, Daniela Schwarz (4.v.r.) neben Präsidentin Klara Weigand. (4.v.l.)
Foto: Brigitte Vorndran

