Auf dem Weg zum sicheren Klassenerhalt: Was gegen Fulda nicht klappte, das gelang eben gegen Magdeburg

Auf dem Weg zum sicheren Klassenerhalt: Was gegen Fulda nicht klappte, das gelang eben gegen Magdeburg

BAD KÖNIGSHOFEN – Das Saisonziel der Regionalliga-Tischtennis-Mannschaft TSV Bad Königshofen II war ja ursprünglich, angeblich immer noch, der Klassenerhalt, damit sich die jungen Spieler um Kapitän Hermann Mühlbach gegen adäquate Konkurrenz weiterentwickeln können.

Nach den Ergebnissen vom Freitag und Samstag war man auf Platz fünf abgerutscht. Und so stand man am Sonntag vor der schwierigen Aufgabe, gegen den TTC Magdeburg zu punkten, dem man im Hinspiel ein 5:5 abgetrotzt hatte.

Nach den beiden Doppeln am Anfang sah es danach allerdings nicht aus. Zum ersten Mal in der Saison gingen beide verloren, auch weil die Kombination Mühlbach/Nevizhyn erstmals überhaupt unterlag. Diesen 0:2-Rückstand aufzuholen, gelang dann aber in souveräner Manier. Mit gutem Beispiel gingen dabei die zwei Routiniers Hermann Mühlbach und Oleksii Naplokov voran. Beide erledigten ihren Job in je drei Sätzen: Mühlbach deutlich gegen den Abwehrspieler Kostadinov, „wobei mir die Revanche für die Hinspielniederlage gelang.“ Der Defensivkünstler und Außennoppen-Spieler Naplokov gewann gegen den Polen Dzikowski zwei Mal mit drei sehr engen Sätzen.

Dann durfte der Winterneuzugang Andrii Shamrai nach dem Doppel mit Alexander Krebs zum ersten Mal im Einzel für den TSV an die Platte. Der 21-Jährige durfte aus dem Kriegsgebiet in der Ukraine ausreisen, lebt seit kurzem im nahen Thüringen und wird demnächst in Bad Königshofen seine Zelte aufschlagen und eine Arbeit antreten. Mit seinem aggressiven Offensivspiel rang er seinen Gegner Elias Kühne nach 1:2-Satzrückstand mit 12:10 und 11:9 in den Sätzen vier und fünf nieder. Weil da Vova Nevizhyn gegen Jens Köhler bereits 3:0 gewonnen hatte, baute er den TSV-Vorsprung auf 4:2 aus.

Als danach zu Beginn der zweiten Einzelrunde Kapitän Mühlbach mit einem Fünfsatzsieg auf 5:2 erhöht hatte, „dachten wir, wir sind durch, was aber noch schwierig werden sollte.“ Im Duell der Abwehrspieler musste nämlich Oleksii Naplokov eine seiner seltenen Niederlagen einstecken. Nach fünf Sätzen hatte sein Kontrahent Marin Kostadinov die Nase vorne – nur noch 5:3.

Jetzt lag es also an den beiden Junioren, den beiden in der Ukraine geborenen Vova Nevizhyn und dem Neuzugang Andrii Shamrai. Vova vermied es, das erste Mal sieglos zu bleiben, bewies nach 0:2-Satzrückstand Nerven wie Drahtseile und schlug Kühne im fünften Satz mit 12:10. Zuvor hatte sich bereits Andrii Shamrai bei seinem Debüt beim TSV eminent wertvoll gemacht, auch wenn er das Trikot von Alex Krebs anhatte.

Punkte für Bad Königshofen: Mühlbach 2, Naplokov 1, Nevizhyn 2, Shamrai 2.

Auf den Fotos:
Vova Nevizhyn (vorne) und Hermann Mühlbach
Hermann Mühlbach
Oleksii Naplokov
Vova Nevizhyn
Anfrii Shamrai

Text und Bilder: Rudi Dümpert für www.mainfranken.news

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