COTTBUS / SCHWEINFURT – Da war eindeutig mehr drin, auch wenn die Schnüdel letztlich unglücklich in Cottbus verloren. Doch sie gingen in der Lausitz in Führung, hatten nach der Pause die dicke Gelegenheit zum Ausgleich – und bekamen dazwischen einen glasklaren Elfmeter nicht.
Kurzfristig kam Erik Shuranov im Sturmzentrum zum Startelf-Einsatz, weil der an sich vorgesehene Manuel Wintzheimer wegen muskulärer Probleme absagen musste. Neuzugang Dustin Forkel nahm den Platz des gesperrten Lauris Bausenwein auf der rechten Außenbahn ein.
Von Beginn an spielten die Schnüdel mutig und sichtlich selbstbewusst vor den knapp unter 10.000 Zuschauern bei den Lausitzern, die ihre letzten drei Drittliga-Spiele nicht gewonnen hatten, die freilich dennoch klarer Favorit in der Partie waren.
Mit jeder Minuten wurden dann die Hausherren dominanter. Doch das erste Tor gelang dem FC 05 in diese aufstrebende Cottbus-Phase hinein: Kristian Böhnlein bereitete über rechts mustergültig vor, bediente Shuranov – und der machte endlich genau das, was ein Mittelstürmer machen muss: Er knipste eiskalt zum 0:1.
Doch nur vier Minuten später kassierten die Schweinfurter viel zu billig den Ausgleich durch
Moritz Hannemann, der nahezu unbedrängt im Strafraum stehend einschieben konnte. Eine längere Führung der Unterfranken hätte vielleicht für etwas Unruhe im Publikum des Aufstiegsanwärters gesorgt…
Doch so kam kurz vor der Pause doch wieder alles wie fast immer und erwartet: Nach einer Flanke von links köpfte Axel Borgmann zum 2:1 ein. In der 44. Minute und damit kurz vor der Pause. Erneut so ein Gegentreffer zum ungünstigen Zeitpunkt. Aber als ob es für Gegentreffer einen guten Zeitpunkt geben würde…
Im Gegenzug hatte erst Eric Shuranov das 2:2 auf dem Schlappen und dann Johannes Geis. Beide scheiterten an Keeper Marius Funk. Geis mit einem Freistoß aus 16 Meter, als es eindeutig Elfmeter für den FC 05 hätte geben müssen. Denn Nyamekye Awortwie-Grant foulte Joshua Endres in der Nachspielzeit eindeutig innerhalb des Strafraums… Aber die Schweinfurter und Elfmeter – das funktioniert in dieser Saison ja ohnehin nicht…
Eine Woche vor den Feierlichkeiten zum 60. Geburtstag wollte der FC Energie natürlich unbedingt gewinnen und sich nicht noch eine Spreewald-Gurke der Schnüdel einfangen. Doch fast wär´s passiert: In der 64. Minute schoss Luca Trslic völlig freistehend Funk ab. Was für eine dicke Gelegenheit zum Ausgleich!
Danach? Ein Schuss von Johannes Geis aus 30 Metern, als Funk den Ball über die Latte lenken musste. Ein weiterer von Joshua Endres. Dazu weiter eifrige Gäste, die größtenteils spielbestimmend waren. Aber auch ein paar wenige Chancen für Cottbus, wonach der Sieg untern Strich dennoch nicht in Ordnung ist. Doch in der über sieben Minuten langen Nachspielzeit kam von den Schweinfurtern dann einfach zu wenig, um aus dem 2:1 noch ein 2:2 zu machen.
Weiter geht´s für die Schnüdel kommenden Samstag ab 16.30 Uhr in der Riedel Bau-Arena des Sachs-Stadions gegen den SSV Jahn Regensburg. www.mainfranken.news wird natürlich spätestens am Donnerstag die große Vorschau bringen.
Der FC 05 spielte mit: Maximilian Weisbäcker – Leonard Langhans, Luca Trslic (ab 80. Lucas Zeller), Johannes Geis, Pius Krätschmer, Ekin Celebi – Dustin Forkel (ab 83. Nico Grimbs), Kristian Böhnlein (ab 64. Tim Latteier), Devin Angleberger (ab 83.Kevin Fery), Joshua Endres – Erik Shuranov (ab 83. Michael Dellinger); ohne Einatz: Toni Stahl – Thomas Meißner, Winners Osawe; Trainer: Victor Kleinhenz
Die LVM-Versicherung präsentiert die gesamte Saison die Berichterstattung der Schnüdel aus der 3. Liga und drückt dem FC 05 stets die Daumen:


