WALTERSHAUSEN – Fast wäre www.mainfranken.news am Samstag mal dabei gewesen in Waltershausen in Südthüringen bei einem Spitzenspiel der Eishockey-Thüringenliga. Die Wetterverhältnisse verhinderten den Besuch. Doch alle Infos zum Spiel gibt´s trotzdem.
Richtig viel vorgenommen hatten sich die Ice-Rebells um Kapitän Florian Hofmann im ersten Heimspiel des neuen Jahres gegen die Kojoten aus Erfurt. Der Rahmen stimmte, immerhin kamen trotz widriger Witterungsbedingungen 435 Zuschauer in die Eissporthalle Waltershausen. Der Tabellenzweite aus Erfurt hatte das Hinspiel 5:3 gewonnen, die Rebellen wollten Revanche nehmen und damit ihren dritten Tabellenplatz verlassen. Der EHV musste zwar auf drei Leistungsträger verzichten (Hill, Koppe und Grünewald), war aber vor eigener Kulisse guter Dinge.
Es begann im ersten Spieldrittel optimal für das Waltershäuser Eishockeyteam. Maurice Klose brachte einen Abstauber in der 4. Minute im Gästegehäuse unter. Dann schloss Sebastian Dobberstein den schönsten Spielzug des Spieles nach Zuspiel von Matthias Weber zum 2:0 ab. Die Gäste kamen noch nicht so richtig ins Spiel, erzielten aber praktisch aus dem Nichts den 2:1-Anschlusstreffer.
Im zweiten Drittel fielen die schönsten Tore des Spiels. Zuerst gelang Jannek Löscher das 2.2, nachdem er ein Solo gegen vier (!) Gegenspieler gewann und dann noch die Kraft hatte, um EHV-Goalie Dominique Morton zu bezwingen. Die Ice-Rebells gingen in der 39. Minute noch einmal in Führung, als Sebastian Hofmann einen sehenswerten Blueliner ins Erfurter Tor knallte.
Das dritte Drittel war für die Puppenstädter zum Vergessen. Es begann mit dem umstrittenen Tor zum 3:3. Aus der Sicht des Autors war nicht zu erkennen, wie der Puck den Weg ins Tor fand. EHV-Goalie Dominique Morton sprach nach dem Spiel von einem regulären Treffer. Die Szene erhitzte die Gemüter und brachte die Rebellen von ihrem Spielfaden ab. Das Momentum kippte zu Gunsten der Gäste und die waren so clever, um ihre Möglichkeiten zu Toren zu nutzen. Die Ice-Rebells beschäftigten sich zu sehr mit der Leistung der Schiedsrichter und machten viele Abspielfehler oder landeten nach Undiszipliniertheiten im Angriffsdrittel auf der Strafbank. So nahm das Geschehen seinen grausamen Lauf aus Sicht der Ice-Rebells, die den Kojoten Jannek Löscher nun gar nicht mehr in den Griff bekamen. Als den Gästen in doppelter Überzahl das 6:3 gelang, war das Spiel gelaufen. Philip John verkürzte zwar noch einmal auf 4:6, als er mit viel Wut im Bauch den Puck aus 5m Entfernung ins Tor schoss. Die folgende Auszeit brachte nicht den erhofften Erfolg, Der SC Medizin Erfurt antwortete prompt mit dem Treffer zum 7:4 und übernahm damit zumindest für eine Nacht die Tabellenspitze der Eishockey-Thüringenliga.
Jetzt haben die Ice-Rebells zwei Wochen Zeit, um die Heimniederlage zu verarbeiten. Im Training muss hart gearbeitet werden und das Team muss seine Form und seine Tugenden der letzten Saison wiederfinden. Am 17.1.26 kommt das unbequeme Team der Raptors Erfurt in die Eissporthalle ans Gleisdreieck. Dem verletzten Sebastian Dobberstein wünschen alle Beteiligten schnellste Genesung.
EHV Ice-Rebells Waltershausen – SC Medizin Kojoten Erfurt 4:7 (2:1; 1:1; 1:5)
Tore: 1:0 Klose (4.); 2:0 Dobberstein (13.); 2:1 Winkler (20.); 2:2 Löscher (31.); 3:2 S.Hofmann (39.); 3:3 Löscher (44.); 3:4 Günnold (45.); 3:5 Löscher (50.); 3:6 Behnke (52.); 4:6 John (53.); 4:7 Löscher (57.)
Strafen: Waltershausen 10 – Erfurt 14 – Zuschauer: 435
Text: Peter Bake
Foto: Chantal Mägdefrau / EHV Ice Rebells Waltershausen

