Halbzeit bei der SG Sulzfeld/ Merkershausen/ Eichenhausen 2: „Jakob Erhart ist erwachsener geworden und auch mal einer für die Erste!“

Halbzeit bei der SG Sulzfeld/ Merkershausen/ Eichenhausen 2: „Jakob Erhart ist erwachsener geworden und auch mal einer für die Erste!“

SULZFELD / MERKERSHAUSEN / EICHENHAUSEN – Nach 13 der 22. Saisonpartien belegt die SG Sulzfeld/ Merkershausen/ Eichenhausen 2 mit elf Punkten Platz neun der Rhöner B-Klasse 2.

Vor der Niederlage bei der SG Burglauer 2 kam das neue Fusionsteam in drei Partien in Serie ohne Pleite zu sieben Punkten und schlug dabei jeweils zuhause die SG Hohenroth 2 und den FC WMP Lauertal 3.

Trainer Christian Angermüller beantwortete die Halbzeit-Fragen von www.mainfranken.news.

10 Punkte sind perfekt, deren 0 der Oberflop. Wie bewertet Ihr Eure erste Saisonhälfte – und warum?
Christian Angermüller: Schwierig zu sagen. Es waren gute Spiele dabei und Spiele, die wir verdummt haben. Am Anfang sind wir leider in gut von oben verstärkte Gegner gelaufen. Beispielsweise haben wir gegen Lauertal 3 leider das Hinspiel 0:6 chancenlos verloren. Das Rückspiel haben wir gegen eine „normale“ dritte Mannschaft von ihnen souverän 5:1 gewonnen. Da fehlen uns natürlich drei Punkte.

Welches war das bisher beste Spiel und welches das schlechteste? Und jeweils: Warum?
Christian Angermüller: Unser bestes Spiel war definitv das 0:0 gegen den SV Garitz 3. Dort haben wir gegen eine wirklich junge und technisch begabte Mannschaft ein 0:0 geholt und das nicht aus reinem Glück, sondern mit gutem Verteidigen. Vor dem Spiel haben sie noch gewitzelt, wie hoch sie gewinnen und nach einer halben Stunde hat man schon gemerkt, dass sie nervös werden. Das konnten wir zum Glück so durchziehen und am Ende den Punkt in Sulzfeld behalten und Garitz 3 wurde dadurch nicht Herbstmeister.
Nicht das insgesamt schlechteste Spiel, sondern definitv unsere schlechteste Halbzeit war die zweite Halbzeit im Derby gegen den TSV Bad Königshofen 2/FC Eibstadt 2. Da kassieren wir bei einer 2:0 Führung kurz vor der Halbzeit ein irreguläres Tor, weil die Königshöfer Fans jubeln und der Schiedsrichter blindlings pfeift, obwohl der Ball um mehrere Umdrehungen nicht im Tor war. Ab da war die Konzentration leider nicht mehr auf dem Spiell, es wurde gehadert und nicht mehr Fusball gespielt und wir haben das Spiel noch 2:3 verloren.

Was hat Euch bisher in der Liga am meisten überrascht?
Christian Angermüller: Ganz klar Salz 3/Mühlbach 3. Die waren letztes Jahr noch mit uns ganz unten dabei und jetzt stehen sie in den Top 3 und haben mit Patrick Nöth und Lukas Urbanek zwei technisch starke und torgefährliche Spieler.

Wer ist für Dich der Spieler der Hinrunde: Bei Euch und in der Liga?
Christian Angermüller: Bei uns Jakob Erhart. Er ist etwas erwachsener geworden und dementsprechend bei den Spielen nicht nach 20 Minuten platt, weil die Nacht durchgefeiert wurde. Deswegen war er auch das erste mal Kapitain und hat auch sein erstes Tor im Erwachsenenbereich geschossen. Egal ob Links- Rechts- oder zur Not auch Innenverteidiger, auf ihn kann man zählen. Ist eventuell auch mal einer für die Erste, wenn er sich so weiter verbessert.
In der Liga ist es für mich Felix Fuchs vom TSV Thundorf 2. Seine Einwürfe sind wie Flanken und auch sonst weiß er seinen muskulösen Körper gut einzusetzen und hat einen wuchtigen Schuss. Das durften wir schon des öfteren erfahren.

Nach dem letzten Spieltag 2026 steht Ihr auf welchem Platz und erreicht den genau dann, wenn was passiert?
Christian Angermüller: Ich hoffe wir erreichen noch Platz 5, der noch einigermaßen in Reichweite ist. Ich bin aber auch mit Platz 6 oder 7 und einem Derbysieg gegen Bad Könighofen/Eibstadt 2 zufrieden.

Was war für Dich DER außergewöhnlichste Moment der ersten Halbserie?
Christian Angermüller: Bei einem Heimspiel in Sulzfeld ist der Schiedsrichter persönlich die Treppe am Sportheim runtergelaufen und hat den Ball geholt, was sicher drei Minuten gedauert hat. War amüsant mitanzusehen, nach einem anderen Ball hat er trotz Protesten des Gegners nicht gefragt.

Bei welchem Auswärtsspiel hat´s Euch am besten gefallen und bei welchem Heimspiel waren die Gegner besonders gesellig?
Christian Angermüller: Schön ist es immer bei unseren Freunden vom TSV Thundorf 2, so auch bei der letzten Auswärtsreise. Eines der wenigen Sportheime, in denen es wie bei uns Kulmbacher Edelherb vom Fass aus dem guten Tulpenglas gibt.
Bei uns war Lauertal 3 sehr lange, mit denen wir ebenfalls seit ein paar Saisons eine Freundschaft pflegen. Da unsere Erste gleichzeitig gegen deren Erste gespielt hat, waren die auch im Sportheim. Die Zweite von Lauertal kam nach deren Spiel gegen Eichenhausen noch mit zwei Autos zu uns ins Sportheim, sodass wir am Ende Leute von allen drei Mannschaften zu Besuch hatten. Sowas ist natürlich schön zu sehen und es wurde richtig gefeiert, egal wie die Spiele ausgingen. Auch Burglauer 2/Reichenbach 3 war nach dem Freitag-Abend-Spiel zu Beginn der Hinrunde noch lange bei uns im Sportheim und dann sogar noch zwei hart gesottene mit im „Container“.

Wird sich den Winter über im Kader etwas verändern?
Christian Angermüller: Im Winter werden zwei Spieler zu uns wechseln, die jedoch wahrscheinlich eher für die Erste gedacht sind. Ich hoffe, dass dann natürlich zwei andere zu mir runterrutschen. Unser Kader ist aber seit dem Zusammenschluss mit Eichenhausen 2 vor der Saison auch in der Zweiten breit genug.

Wirst Du als Trainer über den nächsten Sommer hinaus weiter machen? Wenn nein, was hast Du vor und wer wird Dein Nachfolger?
Christian Angermüller: Ja ich werde weitermachen. Das ging auch schnell und unkompliziert, ich kann mir laut den beiden sportlichen Leitern von Sulzfeld und Merkershausen die Vertragslaufzeit aussuchen. Der Trainer unserer Ersten, Daniel Lurz, hat ebenfalls um eine Saison verlängert.

Wie schaut das Testspiel-Programm aus, gegen wen geht es um Punkte wieder los?
Christian Angermüller: Es sind Testspiele gegen Trappstadt 2 und Urspringen 1/Ostheim 2 geplant. Beide sind A-Klassen-Mannschaften und damit gute Standortbestimmungen. Als letztes spielen wir gegen Lauertal 3. Die Rückrunde starten wir im Nachholspiel gegen Bad Neustadt 2, die wir zum Saisonstart mit einem sehr gut besetzen Kader 4:1 schlagen konnten.

Thema Nationalmannschaft: Sind Nagelsmanns Jungs auf dem Weg, um 2026 Weltmeister zu werden?
Christian Angermüller: Ich würde es mir wünschen, jedoch glaube ich, dass wir sowohl in der Breite als auch speziell auf den Außenverteidiger-Positionen nicht gut genug besetzt sind im Vergleich zur absoluten Elite. Vor allem, wenn Joshua Kimmich zentral spielt.

Sollte man per Gesetz beschließen, beim FC Bayern München die Punkte zu halbieren, damit die Bundesliga wenigstens ein bisschen spannend wird?
Christian Angermüller: Kurzfristig, ja. Langfristig ist Bayern von den finanziellen Möglichkeiten wohl allen enteilt. Ob es besser läuft, wenn einfach alle fast unendlich Geld haben wie in England, ist jedoch auch zu bezweifeln, vor allem im Hinblick auf die heimische Nationalmannschaft.

Was muss man beim 1. FC Schweinfurt 05 machen, damit sich die Schnüdel mal etablieren können im Profifußball?
Christian Angermüller: Ganz ehrlich, ich dachte eigentlich, dass es klappt. Meiner Meinung nach hat der Kader einen guten Mix aus erfahrenen Profis wie Geis und Shuranov, Stammspielern aus der Regionalliga als Grundgerüst wie Meißner und Böhnlein und aufstrebende Drittliga-Spieler wie Celebi. Doch anscheinend ist der Kader nicht breit genug, um Ausfälle aufzufangen und wohl auch im Durchschnitt in der Defensive nicht gut genug für Drittliga-Verhältnisse.

Berge oder Meer?
Christian Angermüller: Definitv Meer, aufgrund der höheren Temperaturen.

Wir danken für das Gespräch und wünschen für 2026 alles Gute!

www.mainfranken.news plant für die Winterpause so viele Halbzeit-Interviews wie möglich. Interessierte Vereine und Trainer, die wir noch nicht mit den Fragen kontaktiert haben, können sich gerne unter michael.horling@t-online.de melden – und werden dann bevorzugt behandelt.

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