Gesundheitsforum der GesundheitsregionPlus Rhön-Grabfeld feiert Premiere: Netzwerktreffen soll Impulse für medizinische Versorgung, Gesundheitsförderung und Pflege setzen

Gesundheitsforum der GesundheitsregionPlus Rhön-Grabfeld feiert Premiere: Netzwerktreffen soll Impulse für medizinische Versorgung, Gesundheitsförderung und Pflege setzen

RHÖN-GRABFELD – Im Jahr 2023 ist die Pflegekonferenz des Landkreises Rhön-Grabfeld ins Leben gerufen worden, die sich inzwischen bereits etabliert hat.

Dieses Ziel verfolgt auch das sogenannte Gesundheitsforum der GesundheitsregionPlus Rhön-Grabfeld, welches, moderiert von der Geschäftsstellenleiterin Susanne Stäblein, in diesen Tagen erstmals im Landratsamt Rhön-Grabfeld stattgefunden hat. Was es damit auf sich hat:

Was ist die GesundheitsregionPlus Rhön-Grabfeld?

Die GesundheitsregionPlus ist ein sektorenübergreifendes Netzwerk mit dem Ziel, die Gesundheit der Bevölkerung langfristig zu stärken und die Lebensqualität im Landkreis weiter zu erhöhen. Als Grundsatz gilt die Vernetzung bestehender und erst bei Bedarf die Schaffung neuer Strukturen, um Doppelarbeit zu vermeiden.

Inhaltlich konzentriert sich das Netzwerk auf drei wesentliche Handlungsfelder: Gesundheitsversorgung, Gesundheitsförderung und Prävention sowie Pflege.

Wozu ein Gesundheitsforum?

Das Gesundheitsforum versteht sich als Plattform zur Identifikation zukunftsrelevanter Themen und Ausrichtung der operativen Arbeit der GesundheitsregionPlus. Es soll klare Impulse für die medizinische Versorgung, Gesundheitsförderung und Pflege im Landkreis Rhön-Grabfeld setzen.

Was sagt die Politik dazu?

Die weitere stellvertretende Landrätin Eva Böhm bezeichnete das Gesundheitsforum als einen wichtigen Meilenstein für die Region. Die GesundheitsregionPlus sei weit mehr als ein Projekt, sondern eine Netzwerkplattform. Dieser Netzwerkgedanke, so Böhm, sei entscheidend. Eine GesundheitsregionPlus lebe von der aktiven Mitwirkung und Unterstützung der Menschen und Einrichtungen vor Ort. Sie dankte allen Engagierten und ermutigte sie, sich weiterhin einzubringen, sich zu vernetzen und die GesundheitsregionPlus mit Leben zu füllen – damit der Landkreis auch in Zukunft ein gesunder, lebenswerter und sozial starker Raum bleibe.

Wer war bei der Premiere des Gesundheitsforums im Landkreis dabei?

Der Teilnehmerkreis mit über 30 Personen war sehr vielseitig: von der stationären, bis hin zur ambulanten Versorgung, Pflegeeinrichtungen, Krankenkasse, Wohlfahrtsverbände, ärztlicher Kreisverband, Allianz- und Quartiersmanagement, Vertreter von Gesundheits- und Jugendamt Rhön-Grabfeld bis hin zur Regierung von Unterfranken.

Einen besonderen Beitrag leistete Adam Hofstätter von der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB), der aus München angereist war. Er informierte über den aktuellen Stand der ärztlichen Versorgung im Landkreis und stand den Anwesenden – vor allem auch den niedergelassenen Hausärzten – in einer sehr offenen Diskussion für Frage und Antwort zur Verfügung.

Welche Themen wurden besprochen?

Susanne Stäblein stellte verschiedene Projekte und Ansätze vor, die seit der Etablierung der GesundheitsregionPlus im Landkreis Rhön-Grabfeld im Februar dieses Jahres, ins Leben gerufen wurden. Beispielsweise wurde in Kooperation mit dem Gesundheitsamt Rhön-Grabfeld das Jahresschwerpunktthema „Frauengesundheit: Wechseljahre“ des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit, Pflege und Prävention erfolgreich umgesetzt.

Im Handlungsfeld „Gesundheitsförderung und Prävention“ wurde ein neuer Arbeitskreis ins Leben gerufen, der bereits vielseitige Projektideen in die Praxis umsetzen konnte: So wurden in Kooperation mit der AOK im Sinne der Hautkrebsvorsorge drei Freibädern im Landkreis UV-Index-Tafeln zur Verfügung gestellt werden und der 1. Bischofsheimer Gesundheitstag wurde ins Leben gerufen. Viele neue Ideen stehen bereits in den Startlöchern.

Außerdem stand in der GesundheitsregionPlus die Zielgruppe der Seniorinnen und Senioren im Fokus. Sowohl im Aktionsmonat „Gesund älter werden“, als auch im Förderprojekt „Mental gestärkt im Alter – Gesundheitsförderung 60+“ konnte ein breites Angebotsspektrum mit dem Ziel, die Gesundheit im Alter zu stärken, angeboten werden.

Ein zweiter Arbeitskreis zur „Medizinischen Nachwuchskräftegewinnung“ trifft sich seit Februar dieses Jahres. Auch hier berichtete Frau Stäblein über viele Ideen, welche dazu beitragen sollen, die medizinische Versorgung im Landkreis zu stärken. So wird unter anderem in Kooperation mit der Universität Würzburg ein Blockpraktikum für Medizinstudierende geplant. Außerdem möchte man mit Berufsinformationsaktionen gezielt junge Schülerinnen und Schüler vom Beruf des (Haus-)Arztes begeistern.

Auch im Handlungsfeld Pflege wurden aktuelle Entwicklungen vorgestellt – darunter der digitale unterfränkische Fachtag Pflege, der als Kooperationsprojekt der unterfränkischen GesundheitsregionenPlus die Themen Fachkräftegewinnung, Integration und Digitalisierung aufarbeitet.

Ein zentraler Mehrwert des Treffens lag im breiten Austausch der verschiedenen Akteure. Viele nutzten die Gelegenheit, Herausforderungen aus ihrem Arbeitsalltag einzubringen und gemeinsam Lösungen zu diskutieren. Gleichzeitig entstanden neue Kontakte und Ideen für zukünftige Projekte.

Wie geht es 2026 weiter?

Zum Abschluss des Forums wurden die Teilnehmenden nach ihren Bedarfen, Erwartungen und Vorschlägen für die zukünftige Arbeit der GesundheitsregionPlus befragt. Die Ergebnisse sollen in die Planung für das Jahr 2026 einfließen und die weitere Ausrichtung der Netzwerkstrukturen maßgeblich mitgestalten.

Auf dem Bild: Die vielen verschiedenen Akteure haben dem ersten Gesundheitsforum im Landkreis Rhön-Grabfeld einen großen Mehrwert verschafft. (Foto: Christian Hüther / Landkreis Rhön-Grabfeld)

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