MAINFRANKEN – In Bayern erkranken jährlich etwa 700 Frauen an Gebärmutterhalskrebs, rund 230 Erkrankte versterben daran. Zur Vorbeugung und Früherkennung gibt es bei dieser Krebsart zwei Vorsorgemaßnahmen: Die Impfung gegen Humane Papillom-Viren (HPV) und regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen in der gynäkologischen Praxis.
„Während in Bayern durchschnittlich 81,5 Prozent der weiblichen Versicherten zwischen 25 und 55 Jahren die regelmäßige Vorsorgeuntersuchung in Anspruch nehmen, sind es im Landkreis Schweinfurt mit 83,3 Prozent etwas mehr“, sagt Johannes Kiep von der AOK in Schweinfurt. Das zeigt der „Früherkennungsmonitor 2025“ des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO).
Bei den Impfquoten der AOK-versicherten 19-Jährigen liegt der Landkreis Schweinfurt im Vergleich zu ganz Bayern unter dem Durchschnitt. Im Freistaat sind 64 Prozent von ihnen einmal und 55 Prozent zweimal gegen HPV geimpft, im Landkreis Schweinfurt sind es 63 Prozent bzw. 51 Prozent. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Impfung vom 9. bis zum 15. Geburtstag sowie eine verpasste Nachholimpfung bis zum 18. Geburtstag. Für einen vollständigen Schutz sind zwei Impfungen nötig, bei Nachholimpfung drei Impfdosen. „Da es insbesondere bei jungen Menschen zwischen 18 und 25 Jahren eine hohe Nachfrage nach der HPV-Impfung gibt, bietet die AOK Bayern ihnen die vollständige HPV-Impfung als zusätzliche Leistung über die gesetzlichen Vorgaben hinaus an“, ergänzt Johannes Kiep.
Tag der Krebsvorsorge will Versicherte aktivieren
Um die Bedeutung von Vorsorgeuntersuchungen zu unterstreichen, hat die AOK zusammen mit der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) im Jahr 2022 den „Tag der Krebsvorsorge“ ins Leben gerufen. Damit wollen sie über Ablauf und Nutzen von Vorsorgeuntersuchungen informieren und Menschen motivieren, häufiger Vorsorgeuntersuchungen in Anspruch zu nehmen. Die Teilnahmeraten an den Krebs-Früherkennungsuntersuchungen für gesetzlich Versicherte in Bayern haben sich im vergangenen Jahr insgesamt positiv entwickelt.
Die Daten des WIdO beziehen sich hierbei auf alle gesetzlich Versicherten in Bayern. Danach waren bei der Teilnahme an Koloskopien zur Darmkrebsvorsorge, an den Untersuchungen zur Früherkennung von Prostatakrebs sowie am Mammographie-Screening zur Früherkennung von Brustkrebs deutliche Anstiege gegenüber dem Vergleichsjahr 2019 zu erkennen. „Besonders erfreulich ist der erstmalige leichte Anstieg von Hautkrebs-Screenings um 1,6 Prozent – doch ausgerechnet bei der Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs war ein Rückgang von einem Prozent zu verzeichnen“, sagt Johannes Kiep.
Umfangreiches Online-Angebot zu Vorsorgemöglichkeiten
Die Gesundheitskasse bietet auf ihrer Homepage den „Vorsorg-O-Mat“ an, der Interessierte nach Eingabe individueller Informationen wie Alter und Geschlecht über die anstehenden Krebsfrüherkennungs-Untersuchungen informiert. Auf den Homepages von AOK und DKG gibt es zudem Informationsfilme zum Ablauf und Nutzen der einzelnen Untersuchungen.
Informationen im Internet:
zum „Tag der Krebsvorsorge“ unter: www.aok.de/tagderkrebsvorsorge .
zur HPV-Impfung: www.aok.de/pk/leistungen/impfungen/hpv/.
Auf dem Bild: Die AOK bietet im Internet Informationen und Entscheidungshilfen zur HPV-Impfung an.
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