Botschafter des Friedens und der Völkerverständigung: Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Karl-Heinz Vogel

Botschafter des Friedens und der Völkerverständigung: Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Karl-Heinz Vogel
Foto: Moni Göhr/Landratsamt Haßberge

LANDKREIS HASSBERGE – Karl-Heinz Vogel aus Zeil wurde eine besondere Ehre zuteil: Der Bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder hat ihm das Ehrenzeichen für Verdienste von im Ehrenamt tätigen Frauen und Männern verliehen.

Landrat Wilhelm Schneider hat ihm diese Auszeichnung am Montag im Landratsamt Haßberge ausgehändigt. Mit dem Ehrenzeichen werden Personen für ihre herausragenden Verdienste im Ehrenamt gewürdigt, die meist still im Hintergrund wirken, aber Großes für das Gemeinwohl leisten.

„Es ist schön, Menschen, wie Sie in unserem Landkreis zu wissen. Sie sind ein wertvoller Schatz und Vorbild für uns alle“, dankte der Landrat dem 76-Jährigen für sein unermüdliches Engagement. Der Name des Zeilers ist untrennbar mit dem Bayerischen Soldatenbund 1874 e.V. verbunden. Bereits 1979 war er Mitbegründer und langjähriger Vorsitzender der Reservistenkameradschaft Zeil am Main. Als 1991 die Soldaten- und Reservistenkameradschaft Zeil gegründet wurde, übernahm er ebenfalls den Vorsitz – ein Amt, das er mehr als 30 Jahre lang mit Herzblut ausfüllte.

Unter seiner Leitung entwickelte sich die Kameradschaft zu einem festen Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens. Karl-Heinz Vogel organisierte nicht nur Versammlungen und Exkursionen mit militärhistorischem Hintergrund, sondern auch Begegnungen über Ländergrenzen hinweg – etwa Reisen in die Normandie oder nach Dresden. Besonders am Herzen lag ihm dabei die Jugend: Ihm lag daran, jungen Menschen die Botschaft des Friedens und der Völkerverständigung zu vermitteln – ein Anliegen von hoher gesellschaftlicher Relevanz, gerade in Zeiten zunehmender politischer Spannungen und gesellschaftlicher Polarisierung.

Darüber hinaus engagierte sich Karl-Heinz Vogel stark in der Pflege von Traditionen und der Erinnerungskultur. So war es ihm jedes Jahr ein besonderes Anliegen, dass neben den Vereinen des politischen und gesellschaftlichen Lebens auch immer eine große Anzahl an Mitgliedern der Soldaten- und Reservistenkameradschaft aktiv am Gedenkgottesdienst und an der Totenehrung am Volkstrauertag teilnimmt – nicht nur zum ehrenvollen Gedanken, sondern auch als Mahnung für Demokratie und Frieden.

Auch im Stadtleben von Zeil setzte er wichtige Impulse, sei es beim „Ramadama“, bei der 1.000-Jahr-Feier 2018 oder mit der von ihm mit initiierten Stadtwache, die durch historische Stadtführungen für Begeisterung sorgt.

Neben seinem Einsatz im Soldatenbund war Karl-Heinz Vogel seit den 1980er-Jahren eine tragende Stütze im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Er organisierte Haus- und Straßensammlungen, ging selbst von Tür zu Tür, koordiniert Sammlerinnen und Sammler und sorgte dafür, dass jedes Jahr herausragende Ergebnisse erzielt wurden. Für seine Arbeit wurde er mehrfach ausgezeichnet, unter anderem 2015 mit der weißgoldenen Verdienstspange – der höchsten Ehrung des Volksbund-Landesverbands Bayern.

Landrat Wilhelm Schneider bedankte sich ganz herzlich bei dem 76-Jährigen für sein vielfältiges Engagement zum Wohle der Gemeinschaft und zeichnete ihn mit dem Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste von im Ehrenamt tätigen Männer und Frauen aus. Zu dieser hohen Ehrung gratulierten auch Landtagsabgeordneter Steffen Vogel, Bürgermeister Thomas Stadelmann, Altbürgermeister Christoph Winkler und Ehefrau Hertha.

Auf dem Bild die hohe Auszeichnung: Landrat Wilhelm Schneider überreichte am Montag das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste von im Ehrenamt tätigen Frauen und Männer an Karl-Heinz Vogel. Zu dieser hohen Ehrung gratulierten auch Landtagsabgeordneter Steffen Vogel (links), Bürgermeister Thomas Stadelmann (rechts), Altbürgermeister Christoph Winkler und Ehefrau Hertha Vogel.
Foto: Moni Göhr/Landratsamt Haßberge

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