Turbo „Patzi“ als neue Herausforderung mit viel Herzblut für das Lang Motorsport-Team

Turbo „Patzi“ als neue Herausforderung mit viel Herzblut für das Lang Motorsport-Team

SCHWEINFURT – Der Schweinfurter Bergrennpilot Georg Lang durfte in der vergangenen Saison den PA 20 s BMW von Vater Uwe bewegen und schloss das Jahr als 1. in der Nordbayrischen ADAC Bergmeisterschaft erfolgreich ab.

Bereits im Oktober bereitete das Team sich konkret auf die kommende Saison vor und arbeitete täglich an einem neuen Projekt für 2025. Georgs neues Fahrzeug ist ein PRC FPR LR Turbo.

Die ersten Aktivitäten des neuen Projektfahrzeuges erfolgten bereits im Jahr 2021, wo die Wahl des Chassis auf den österreichischen Hersteller PRC (Pedrazza Racing Cars) gefallen ist. Hier auch ein großes Dankeschön von Georg für die Unterstützung an Emanuel Pedrazza.

Die Wahl des Motorenkonzepts wurde während der Fertigung der ersten überarbeiteten Teile für das Chassi von einem 2l Honda K20 auf einen 1150ccm VW Turbo Motor aus dem Hause Weissdorn geändert. Lang Motorsport ist sehr froh, dass sie Franz Weissdorn (Berg-Papst) für dieses verrückte Projekt gewinnen konnten.

Für die Turbotechnik und die elektronischen Komponenten fiel die Entscheidung auf die Firma TME. Da ein Turbo getriebenes Fahrzeug für das Lang Motorsport-Team Neuland ist, sind sie überaus glücklich ihr Wissen, dank der Kompetenz und dem Engagement von Steffen Tille (TME), erweitern zu können.

Nachdem im Mai endlich alle Komponenten ihren Platz gefunden haben, konnte Steffen dem PRC FPR LR Turbo Leben einhauchen.

Für die Fertigung der Fahrzeugkomponenten bedankt sich das Team bei Edenhofer Motorsport, Pasquale Nole (Paco75), Manuel Ottenbruch (FE-Metall) und Martin Krisam (Martin Krisam Rennsport) vielmals. Auch an alle Sponsoren, Freunde und Teammitglieder herzlichsten Dank!

Nach alter Team-Tradition erhalten alle Fahrzeuge persönliche Namen, der sich aber erst bei der Fertigstellung herauskristallisierte. DER PRC FPR LR TURBO heißt „Patzi“. Nun muss „Patzi“ das Krabbeln lernen und danach das Laufen……. Sie ist erst am Anfang!

Die ersten Meter wurden auf dem Flugplatz in Hassfurt gefahren, bevor es zur ersten Veranstaltung nach Belgien (La Roche en Ardenne) ging. Die 5,5 km lange Strecke bot die optimale Gelegenheit, die Funktion des neuen Boliden bei hohen Außentemperaturen zu testen. Nach jedem Lauf erfolgte eine Optimierung der Fahrzeugsysteme durch TME.

Am Veranstaltungstag (Sonntag) erlangte Lang durch die insgesamt 5 absolvierten Läufe (2 Training & 3 Rennläufe) zunehmend Vertrauen in sein neues Auto. Insbesondere gelang es ihm sich auf die spezielle Fahrweise des Turbo-Motors einzustellen.

Der Team-Kollege Benjamin Noll belegte den 3. Platz im Gesamt auf der ihm bisher unbekannten Strecke, in seinem neu aufgebauten Osella PA 30 Zytek. Alexander Hin, FA 30, musste leider vor dem ersten Rennlauf wegen technischem Defekt aufgeben.

Der erste Einsatz in Deutschland wird beim 54. Hauenstein Bergrennen vom 25.-27.07. in Hausen (Rhön) sein.

Die restliche Saison 2025 soll ausschließlich zu Testzwecken genutzt werden, um Erfahrungen in der Motor-Charakteristik, Aerodynamik, Fahrwerk und Haltbarkeit der neuen Komponenten zu erhalten.

„Wir halten euch nun auf dem Laufenden!“, verspricht das Lang Motorsport-Team.

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