GRAFENRHEINFELD – Der Bau der neuen Kindertagesstätte „Am Wehrbusch“ schreitet weiter voran – trotz eines erheblichen Wasserschadens, der aktuell zu Verzögerungen im Erdgeschoss führt.
„Die Situation ist ärgerlich – aber sie wirft uns nicht aus der Bahn“, betont Bürgermeister Christian Keller. „Wir arbeiten mit Hochdruck daran, die Auswirkungen auf das Gesamtprojekt so gering wie möglich zu halten.“
Der Schaden war Anfang Mai entdeckt worden, nachdem ein Wasserschlauch offenbar absichtlich über Stunden hinweg unkontrolliert das Erdgeschoss geflutet hatte. Derzeit läuft der Rückbau: Eine Fachfirma ist beauftragt, den durchfeuchteten Estrich, die Fußbodenheizung sowie betroffene Wandabschnitte zu entfernen. Auch das bereits fertig verlegte Parkett im Erdgeschoss muss vollständig ausgebaut und später erneuert werden.
„Ein mutwillig herbeigeführter Schaden dieser Größenordnung ist ein Rückschlag – gerade so kurz vor der geplanten Fertigstellung. Aber wir lassen uns nicht entmutigen“, so Keller. Eine Verzögerung des Einzugstermins um mehrere Monate ist nach aktueller Einschätzung möglich.
Obergeschoss und Außenbereich planmäßig im Bau
Gute Nachrichten gibt es hingegen aus den anderen Bauabschnitten: Im Obergeschoss läuft der Innenausbau planmäßig weiter. Das Eichenparkett sowie der Natursteinbelag sind vollständig verlegt, die Malerarbeiten nahezu abgeschlossen. Die gesamte technische Gebäudeausstattung – inklusive Photovoltaik, Lüftung und Heizung – ist installiert und betriebsbereit. Die Möblierung ist bereits erfolgt.
Parallel schreiten die Arbeiten im Außenbereich sichtbar voran. Der naturnahe Spielbereich nimmt Form an: Das große Baumhaus steht bereits, der modellierte Hügel mit begehbarer Röhre entsteht derzeit, und auch der Wasserspielbereich wächst weiter. Weitere Spielgeräte werden in den kommenden Wochen installiert.
„Für unsere Kinder entsteht hier ein echtes Paradies – ein Ort zum Spielen, Bewegen und Entdecken“, sagt Christian Keller. „Man sieht jetzt, was wir in den letzten Jahren gemeinsam geplant und vorbereitet haben. Und das macht Mut – auch in dieser herausfordernden Situation.“
Blick nach vorne
Die Gemeinde Grafenrheinfeld, das Planungsbüro HJP sowie alle ausführenden Firmen arbeiten eng zusammen, um die Fertigstellung der neuen Gesamtkita so schnell wie möglich zu ermöglichen. Die ursprünglich für September 2025 geplante Eröffnung könnte sich um einige Monate verschieben – der genaue Zeitplan hängt vom Verlauf der Sanierungsarbeiten im Erdgeschoss ab.
„Unser Ziel ist und bleibt eine moderne, zukunftsfähige Kita für unsere Familien – liebevoll gestaltet, energetisch auf dem neuesten Stand und pädagogisch gut durchdacht“, so Bürgermeister Keller abschließend. „Wir bringen dieses wichtige Projekt gemeinsam ans Ziel.“
Fotos: Sabine Bromisch
Text: Christian Keller





