AUBSTADT – Und ja, die Tabelle lügt nicht, der Schein aber trügt ein wenig. Platz zehn mit 29 Punkten, das klingt komfortabel für den TSV Aubstadt. Gesichertes Mittelfeld in der Fußball-Regionalliga Bayern! Gesichertes Mittelfeld?
Naja, nur auf den ersten Blick. Weil die DJK Vilzing parallel den FC Bayern München 2 gleich mit 3:0 abfertigte, haben die Dorfverein-Kollegen nur noch fünf Punkte Rückstand auf die Grabfelder. Blöde, dass sie einen Relegationsplatz belegen und zwei weitere Partien in der Hinterhand haben…
Mit dem direkten Abstieg dürfte Aubstadt zwar nichts mehr zu tun haben. Und das Remis jüngst bei Wacker Burghausen bewies auch die Leistungsstärke. Nur: Das 2:3 zuvor gegen Schwaben Augsburg wiederholte sich am Samstag. 636 Zuschauer, darunter drei Hand voll Ansbacher, die für ein akustisches Heimspiel sorgten, sahen ein in Teilen identisches Match beim Duell A gegen A.
13 Tage zuvor führten die Hausherren und unterlagen spät noch in Unterzahl. Diesmal machten sie einen 0:2-Pausenrückstand durch Tore von Marvin Weiß und Timo Pitter wett – um nur zwei Minuten danach in ein 2:3 zu rennen, das mit Niklas Seefried der Mann des Tages vorbereitete. Der bereits vor der Pause doppelt traf, als Aubstadt wirklich alles andere als gut spielte. Als Tim Hüttl in der Innenverteidigung eine ganz schlechte Halbzeit erlebte und Zugang Pascal Moll offensiv eigentlich alles schuldig blieb.
„Das war heute ähnlich war nach der 2:1-Führung gegen Augsburg ein extrem bitterer Rückschlag. Aber wir haben das Spiel in der ersten Halbzeit verloren, nicht woanders. Da waren wir nicht gut“, weiß Julian Grell. „Wir sind uns der Situation bewusst und brauchen nichts zu beschönigen. Das ist jetzt Abstiegskampf“, sagt der TSV-Trainer. Man sei dort „in voller Reinkultur“ angekommen, wohin man sich sich nicht mehr wollte.
Nun geht´s zum 1. FC Nürnberg 2, der mit einem Sieg an den Grabfeldern vorbei ziehen könnte. Die beiden nächsten Gegner in der NGN-Arena heißen danach FC Bayern München 2 und Würzburger Kickers…
TSV Aubstadt: Max Böhnke – Tim Hüttl (ab 46. Jakob Reichenbach), Luke Hemmerich (ab 82. Maximilian Stahl), Severo Sturm (ab 65. Timo Pitter), Steffen Behr, Jens Trunk (ab 76. Adrian Hatman), Marvin Weiß, Pascal Moll (ab 46. Marcel Volkmuth), Marco Nickel, Loris Maier, Leon Heinze.

























