MANNHEIM / SCHWEINFURT – Das letzte große Auswärtsspiel für die Schnüdel steht an, auch wenn es sooo groß nicht mehr wird, nachdem Waldhof Mannheim nach zuletzt vier Partien ohne Sieg jenseits von gut und Böse im Tabellenmittelfeld steht. Die rund 12.500 Zuschauer, die im Schnitt ins bis zu 27.000 Fans fassende Carl Benz-Stadion kommen, werden´s am Samstag wohl nicht werden.
Bei den Ausflügen in die 2. Bundesliga 1990/91 und 2001/02 hatte es der FC 05 auch jeweils mit dem Waldhof zu tun. Vor 26 Jahren noch im alten, kleinen Stadion war nach dem 0:3 vor rund 6.000 Zuschauern früh Schluss für den neuen Trainer Elmar Wienecke. Wie lange das schon her ist, verdeutlicht eine Personalie: Dieter Hecking spielte damals noch für Mannheim, ist heute als Wolfsburg-Trainer einer der ältesten in der Branche.
Günter Sebert coachte damals den Waldhof, bei den gerade der Stern eines Christian Wörns aufging. Charly Müller kassierte beim Wiedersehen nur einen Gegentreffer, als die Schweinfurter mit 3:1 gewannen. Carsten Weiß, Oliver Wölfling und Rudi Gürtler hießen die Torschützen. Unser Aufmacherbild entstand im Seppl-Herberger-Stadion am Alsenweg 1990 und zeigt links Dieter Hecking bei einer Szene vor der gut gefüllten Tribüne.
2001 traf man sich erstmals an Spieltag 18. Da schon im Carl Benz-Stadion vor allerdings nur knapp 5.000 Fans im Winter. 2:0 hieß es am Ende für die Hausherren, für die unter anderem Bernhard Trares auflief. Und auch zum Saisonfinale setzten sich die „Buwe“ durch: Mit 1:0 im Sachs-Stadion vor nur noch 2.100 Zuschauern bei längst abgestiegenen Schnüdeln.
Das Hinspiel letztes Jahr endete mit einem knappen 3:2 der Waldhöfer, auch wenn Ekin Celebi und Pius Krätschmer zwei Mal zunächst eine Führung ausglichen. Ganz unten zahlreiche Fotos vom Spiel und auch von der Aktion der Waldhof-Fans im Gästeblock.
Übrigens: Vor 26 Jahren spielten die Schweinfurter im Aufstiegsjahr in der Regionalliga Süd auch in Mannheim. Allerdings beim ruhmreichen VfR, der als aktuell Zweiter der Oberliga Baden-Württemberg hinter dem designierten Meister VfR Aalen dicht vor Aufstiegsspielen zur Regionalliga Südwest steht. Gegner dort sind mutmaßlich der FC Eddersheim (Zweiter in der Hessenliga hinter Eintracht Frankfurt 2) und der FK Pirmasens oder der 1. FC Kaiserslautern 2, die aktuell den Meister in der Oberliga Rheinland-Pfalz / Saarland unter sich ausmachen.
Zurück zum VfR Mannheim: Den coachte kurioser Weise wieder Günter Sebert. 3:0 gewannen die Gäste das Rückspiel im Sachs-Stadion beim späteren Aufsteiger, der jedoch das Hinspiel für sich entschied: Am 26. August 2000 entschieden sie im Rhein-Neckar-Stadion, das sich direkt neben dem Carl Benz-Stadion befindet, die Partie mit 2:0 für sich. Matthias Gerhardt und der bereits verstorbene Kristian Sprecakovic trafen für die Schnüdel, bei denen 13 Mann zum Einsatz kamen, die ein Jahr später auch im Kader der 2. Bundesliga standen. Nur Jürgen Hein kam dort nicht zum Einsatz und Marc Diegmüller musste vorher aus Krankheitsgründen seine Karriere beenden.
Auch das Auswärtsspiel zuvor in Erfurt (1:0 durch Sprecakovic) vor fast 5000 Zuschauern und das danach in Offenbach (2:0 durch Hein und Mujdat Karagöz) vor 7500 Fans und gegen Kult-Trainer Dragoslav Stepanovic gewannen damals die Schweinfurter, die danach Verstärkung bekamen von Festus Agu und mit seinem ersten Tor auch in Wehen mit 5:3 siegten (Ermin Melunovic traf doppelt für die Hausherren) und die dann in Siegen mit einem 3:2 nach 0:2-Rückstand (Tore durch Velibor Teofilovic, Agu und Steffen Stockmann) die Voraussetzungen schafften für ein Gipfeltreffen beim Karlsruher SC, das vor 13.500 Fans im alten Wildpark allerdings an die Hausherren ging.
Alles schöne Geschichten also von Höhenflügen des FC 05, die es in dieser nun bald zuende gehenden Saison leider nicht gab.
Die LVM-Versicherung präsentiert die gesamte Saison die Berichterstattung der Schnüdel aus der 3. Liga und drückt dem FC 05 stets die Daumen:




































































