Wichtiger Auswärtssieg der Fitness First Würzburg Baskets in der Sparkassen-Arena in Jena

Wichtiger Auswärtssieg der Fitness First Würzburg Baskets in der Sparkassen-Arena in Jena
Foto: studiozudem.de / Viktor Meshko

JENA / WÜRZBURG – Die Fitness First Würzburg Baskets sind nach einem verdienten Auswärtssieg bei Science City Jena zurück auf dem Playoff-Tabellenplatz sechs in der Basketball-Bundesliga (BBL).

Dank starker Verteidigung und erfolgreicher Arbeit beim Rebound setzten sie sich am Samstagabend in der Sparkassen-Arena in Jena mit 87:69 (43:28) durch. Die Grundlage für den auch in der Höhe verdienten Sieg legten die Gäste bereits in der ersten Halbzeit: Durch einen viertelübergreifenden 21:3-Zwischenspurt lagen sie in der 16. Minute mit 35:18 vorentscheidend vorne.

Kurz vor Ende des dritten Viertels war der Abstand auf 22 Punkte angewachsen (64:42), danach geriet der Auswärtssieg nicht mehr ernsthaft in Gefahr. Topscorer des Abends waren Brae Ivey und Davion Mintz mit jeweils 17 Punkten. Außerdem traf auf Würzburger Seite Christian Skladanowski zweistellig und stellte mit 12 Zählern einen neuen persönlichen BBL-Bestwert auf.

Für Alen Pjanic, der unter der Woche seinen Vertrag bis 2028 verlängert hatte, war es das 200. BBL-Spiel seiner Karriere: „Wir freuen uns immens, bleiben aber trotzdem fokussiert. Es sind noch sechs Spiele in der Hauptrunde, die wir auch gewinnen wollen, um uns gut zu platzieren“, sagte der Würzburger Energizer hinterher.

Vier der verbleibenden sechs Partien finden in der tectake Arena statt, weiter geht es mit zwei Heimspielen gegen die Skyliners aus Frankfurt am 17. April (Freitag, 20 Uhr) und den FC Bayern München Basketball am 23. April (Donnerstag, 20 Uhr). Für beide Heimspiele sind noch Tickets im Onlineshop verfügbar.

Nach zwei Niederlagen in Trier und gegen Vechta, in denen die Fitness First Würzburg Baskets jeweils mehr als hundert Punkte der Gegner zugelassen hatten, zeigte die Mannschaft in Jena die von Headcoach Sasa Filipovski erwartete Reaktion: „Würzburg war super physisch und hat exzellent verteidigt“, sagte Björn Harmsen, der Cheftrainer von Science City Jena. Zwar war es eine Partie mit acht Führungswechseln, die fanden aber komplett in den ersten knapp acht Spielminuten statt.

Bis dahin war es eine Partie auf Augenhöhe, in der beide Teams hinten gut standen und den Gegenspielern das Leben relativ schwer machten. Die Baskets lagen in der 5. Minute mit 9:12 vorne, nachdem Marcus Carr ebenso wie zuvor Davion Mintz seinen ersten Dreierversuch getroffen hatte. Außerdem hatte Kapitän Eddy Edigin im Pick-and-Roll zwei Korbleger verwandelt und David Muenkat nach einem Offensivrebound ebenfalls in Korbnähe getroffen.

Die Würzburger Dominanz beim Rebound sollte auch im weiteren Spielverlauf eine entscheidende Rolle spielen: Aus 12 Offensivrebounds machten die Gäste 20 Punkte. Die Gäste blieben bis zur 8. Minute im Spiel, als Robin Christen den Spielstand mit vier Punkten in Folge auf 15:14 stellte. Ein 10:1-Lauf der Baskets sorgte dann aber noch vor dem Ende des ersten Abschnitts für klarere Verhältnisse.

Acht der zehn Würzburger Punkte in dieser Phase gingen auf das Konto von Christian Skladanowski und Alen Pjanic, der nach einem Ballgewinn den Fastbreak-Korbleger zum 16:24 nach zehn Minuten einnetzte.

Zu Beginn des zweiten Viertels traf Keith Braxton für Jena ebenfalls per Layup, dann zogen die Baskets mit einem 11:0-Lauf weiter davon: Ein Korbleger und zwei tiefe Dreier von Brae Ivey und ein weiterer Drei-Punkte-Treffer von Alen Pjanic stellten den Spielstand auf 18:35.

Kurze Zeit später hatten Charlie Thompson per Layup und Johnathan Stove mit dem nächsten Dreier den Vorsprung auf 19 Zähler ausgebaut (21:40, 17. Minute). In der Schlussphase der ersten Halbzeit konnten die Gastgeber noch einmal verkürzen, unter anderem durch einen Buzzer-Dreier von Spielmacher Uchenna Iroegbu zum trotzdem deutlichen Pausenstand von 28:43.

Das gleiche Kunststück gelang Iroegbu dann auch am Ende des dritten Viertels, was aber nichts daran änderte, dass die Fitness First Würzburg Baskets den Abstand zwischenzeitlich auf 22 Punkte ausgebaut – unter anderem mit zwei weiteren Drei-Punkte-Treffern von Brae Ivey – und auch das dritte Viertel für sich entschieden hatten.

Beim Spielstand von 48:67 ging es daher in den Schlussabschnitt, in dem Science City Jena den Rückstand mit viel Kampfgeist noch einmal auf 66:77 verkürzen konnte. Dabei blieb es, weil die Baskets in den verbleibenden knapp vier Minuten weiter konzentriert verteidigten, nur noch drei weitere Punkte zuließen und damit den verdienten Auswärtssieg anschließend minutenlang mit den mitgereisten Fans feiern konnten – Christian Skladanowski traf in der Schlussminute seinen zweiten Dreier der Partie zum Endstand von 69:87.

Science City Jena – Fitness First Würzburg Baskets 69:87
(16:24, 12:19, 20:24, 21:20)

Für Würzburg spielten:
Brae Ivey 17 Punkte/4 Dreier, Davion Mintz 17/2 (8 Rebounds), Christian Skladanowski 12/2, Marcus Carr 9/1 (8 Assists), Johnathan Stove 8/2 (8 Rebounds), Alen Pjanic 7/1, Eddy Edigin Jr. 8 (9 Rebounds), Charlie Thompson 5, David Muenkat 5/1, Lukas Herzog, Leo Saffer, Marko Petric.

Top-Performer Jena:
Uchenna Iroegbu 15/3, Joe Wieskamp 11/2 (6 Rebounds), Jack Pagenkopf 2 (6 Assists).

Key Stats:
Rebounds: Würzburg 40 (12 offensiv) – Jena 29 (7 offensiv)
Punkte aus zweiten Chancen: Würzburg 20 – Jena 9
Fastbreak-Punkte: Würzburg 17 – Jena 8
Freiwurfquote: Würzburg 74 Prozent – Jena 58 Prozent

Stimmen zum Spiel

Alen Pjanic, Fitness First Würzburg Baskets:
„Unsere Fans hören gar nicht auf zu feiern, daran sieht man, wie wichtig dieser Sieg war. Wir freuen uns immens, bleiben aber trotzdem fokussiert. Es sind noch sechs Spiele in der Hauptrunde, die wir auch gewinnen wollen, um uns gut zu platzieren. Ich glaube, es sind mehr als hundert unserer Fans mit nach Jena gekommen, ihre Mega-Stimmung direkt neben der Bank hat uns vierzig Minuten lang gepusht. Das brauchen wir auswärts, weil es teilweise etwas schwierig ist, von der Bank genug Energie reinzubringen. Deswegen schätzen wir den Support heute umso mehr. Ich hatte die 200 BBL-Spiele schon auf dem Schirm, durch meine Verletzungen hat es leider etwas länger gedauert. Ich freue mich darauf, auch in den nächsten zwei Jahren in Würzburg zu bleiben und Spiele und Siege zu sammeln.“

Sasa Filipovski, Headcoach Fitness First Würzburg Baskets:
„Glückwunsch an mein Team, meinen Trainerstab und an mitgereisten Fans, die uns großartig unterstützt haben. Dieser Sieg war nach den beiden Niederlagen, in denen wir mehr als einhundert Punkte kassiert hatten, enorm wichtig. Wir haben über weite Phasen als Team gut zusammengespielt und hart für diesen Erfolg gekämpft. Glückwunsch trotz des Resultats aber auch an Jena, die als Newcomer eine solide Saison gespielt haben, obwohl sie in der Saison ihre Mannschaft umbauen mussten. Am meisten freue ich mich für unser Team sowie unsere Fans, die mit nach Jena gekommen sind, um uns so stark zu supporten. Es war schön, in dieser Atmosphäre den Rückhalt des eigenen Anhangs zu spüren. Ich wünsche Jena alles Gute für die nächsten Wochen und uns, dass wir in den kommenden sechs Spielen eine ähnlich starke Leistung abrufen können, um uns einen Playoff-Platz zu sichern.“

Björn Harmsen, Headcoach Science City Jena:
„Glückwunsch an Würzburg. Unser Gegner war super physisch, hat exzellent verteidigt und aufgrund der Unzufriedenheit nach den beiden letzten Niederlagen genau das gemacht, was sie machen mussten, um heute hier zu gewinnen. Sie haben in dem Spiel das abgerufen, was sie im bisherigen Saisonverlauf ausgezeichnet und erfolgreich gemacht hat. Für uns war es schon in der ersten Halbzeit schwierig, mit dieser Physis umzugehen. Wir sind nicht ins Laufen gekommen, weil wir keine Stopps generieren konnten und deswegen war s ein absolutes Würzburg-Spiel, langsam, sehr Halbfeld-orientiert, wenig Fastbreak-Basketball. In der zweiten Hälfte haben wir zwar besser gereboundet und bekamen auch die Chance wieder heranzukommen. Allerdings ist Würzburg eben auch ein gutes Team und sie haben es mit ihrer Qualität bis zum Ende gut gemacht.“

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