SCHWEINFURT – Eines der Hauptthemen der Stadt in den sozialen Medien ist seit Ende der Woche der Schweinfurter Wildpark und die Angst um das Wohlergehen der Tiere, seit mit Tobias Burkert ein engagierter Bürger über seine Erlebnisse am Abend berichtete.
Und zwar von einem Spaziergang im Wildpark, bei dem er laute Schreie vernahm. Ein aggressives, unangenehmes Gegröle, das er zunächst in den Bereich des Deutschhofs oder des Hochhauses verortete. Doch dann stellte sich heraus, dass die Laute von einer Gruppe von etwa sechs Personen kamen, die sich im Damwildgehege und bei den Ziegen aufhielten. Die dann zurück über den Zaun kletterten und quer durch den Wildpark flüchteten.
Während die benachbarten Esel bereits mit lauten Schreien reagierten, kehrte die Gruppe in der Dunkelheit wieder in die Gehege zurück, wurde dann aber von der verständigten Polizei, die bislang nicht über den Vorfall berichtete, auf frischer Tat angetroffen.
Nicht nur Tobias Burkert stellt sich unweigerlich die Frage, was genau diese Personen dort vor gehabt hatten. Es sollen überwiegend Volljährige gewesen sein. Angeblich sollen solche Vorfälle sich nach Einbruch der Dunkelheit immer wieder ereignen. Ohne dass bisher aber von größeren Schäden, in erster Linie für die Tiere, zu hören war.
Burkerts Forderung: Ein zeitnahes Handeln der Verantwortlichen! Durch ein abendliches Schließen, mehr Absicherung, Überwachungsmaßnahmen, Abschreckung für Einbrecher – alles zum Schutz der Tiere. Aber auch um kein Gefahrenpotenzial zu bieten für andere Besucher. Denn wer in die Gehege der Tiere steigt, ist vielleicht auch willens, zu anderen Maßnahmen zu greifen, um nicht nur den Tieren zu schaden.
Die Reaktionen im Netz sind deutlich: Ein Leser ärgert sich, dass immer wieder Minderheiten dafür sorgen, dass die Allgemeinheit Konsequenzen ertragen muss. Abschreckende Strafen für Einbrecher seien hier notwendig. Eine Userin weiß, dass eine versuchte Vergewaltigung von Tieren eine Strafsache ist. Eine andere entdeckte bereits in der Vergangenheit Jugendliche im Gehege der Jakobsschafe. Eine weitere schreibt von „kranken Gestalten“, die so etwas machen würden
Stadträtin Dr. Ulrike Schneider kündigte bereits an, sie werde im Bau- und Umweltausschuss der Stadt Schweinfurt nachfragen, was die Stadt dagegen unternehmen könne, damit die Tiere nachts ihre Ruhe haben. Ihr Kollege Florian Dittert als Vorsitzender der Freunde des Wildparks weiß, dass das Verhalten dieser Personen „in keiner Weise akzeptabel“ ist, dass aber „sich weit über 99 Prozent der Besucher an die Regeln halten und den Wildpark so nutzen, wie er gedacht ist: als Ort der Ruhe, der Erholung und der Naturerfahrung.“ Es seien „gezielte Maßnahmen gegen Fehlverhalten Einzelner“ notwendig, nicht aber auf Kosten der Allgemenheit.

