Es geht um ganz viel Wald: Stadt und Forstbetriebsgemeinschaft Würzburg kooperieren

Es geht um ganz viel Wald: Stadt und Forstbetriebsgemeinschaft Würzburg kooperieren
Foto: Gabriele Voigt

WÜRZBURG – Die Stadt Würzburg und die Forstbetriebsgemeinschaft Würzburg w.V. (FBG) haben eine Kooperationsvereinbarung getroffen, mit der die Betriebsleitung der FBG für ein weiteres Jahr bei der Stadt Würzburg liegt.

Die Stadt Würzburg ist mit über 1.000 Hektar Wald das größte Einzelmitglied des Verbandes, dem 28 kommunale und über 400 private Waldbesitzer im westlichen Landkreis angeschlossen sind (www.fbg-wue.de).

Aufgabe der FBG ist es, Waldbesitzende bei der Pflege und Entwicklung ihrer Wälder zu unterstützen. Eine Besonderheit ist die Beförsterung von fünf Mitgliedsgemeinden direkt durch die Betriebsgemeinschaft. Mit der Kooperationsvereinbarung wird dem Leiter des Forstbetriebs der Stadt Würzburg, Karl-Georg Schönmüller, auch die forstliche Leitung für die von der FBG beförsterten Mitgliedsgemeinden übertragen. Diese sind Helmstadt, Holzkirchen, Neubrunn, Uettingen und Remlingen, alle zusammen mit über 1700 Hektar Waldfläche. Bereits im letzten Jahr hat Schönmüller diese Aufgabe übernommen. Die FBG hat zwar zwei eigene Förster angestellt, doch gemäß den sehr speziellen Vorgaben des bayerischen Waldgesetzes kann die forstfachliche Leitung des Verbandes nur mit einer besonderen Qualifizierung übernommen werden. Geschäftsführer und Förster David Mayr wird diese Qualifizierung voraussichtlich in diesem Jahr abgeschlossen haben. Für das laufende Jahr benötigte die FBG daher erneut eine externe Unterstützung.

Stadtförster Karl-Georg Schönmüller ist selbst seit 2018 im Vorstand der Forstbetriebsgemeinschaft Würzburg ehrenamtlich tätig. „Er verfügt über langjährige Erfahrung als Leiter für den Stadtwald Würzburg und kennt die handelnden Personen sowie die Wälder im Landkreis sehr gut“, betont Heiko Menig, 1. Vorsitzender der FBG. Dr. Sandra Vorlová, 2. Bürgermeisterin der Stadt Würzburg, ist der Bitte des Verbandes nachgekommen und unterzeichnete nun im Rathaus die Vereinbarung zur interkommunalen forstlichen Zusammenarbeit: „Ich freue mich, dass die Stadt Würzburg die Expertise des städtischen Försters den fünf Mitgliedsgemeinden im westlichen Landkreis zur Verfügung stellen kann. Wir sind gerne behilflich, die Lücke der forstfachlichen Leitung zu füllen. Der Wald hört nicht an der Stadtgrenze auf und nur gemeinsam können wir die Herausforderungen des Klimawandels meistern.“

Schönmüller dankte für das Vertrauen und kündigte an, weiterhin eng mit den beiden Förstern der FBG und den Mitgliedsgemeinden zusammenzuarbeiten. Seine Aufgaben bei der FBG sind u.a. die Betriebsführung der fünf beförsterten Gemeindewälder, Beachtung des Naturschutzes, Rahmenvorgaben und Ziele zur Umsetzung der Forstwirtschaftspläne zu setzen und zu koordinieren, bei mittel- und langfristiger Forstplanung mitzuwirken (aktuell für den Gemeindewald Helmstadt) und bei Fördermöglichkeiten zu unterstützen.

Auf dem Bild: Heiko Menig, Bürgermeister des Marktes Neubrunn und 1. Vorsitzender der Forstbetriebsgemeinschaft Würzburg w.V., (li.) und 2. Bürgermeisterin Dr. Sandra Vorlová unterzeichneten im Rathaus Würzburg eine Kooperationsvereinbarung, mit der Stadtförster Karl-Georg Schönmüller (re.) die forstbetriebliche Betriebsleitung der fünf von der FBG beförsterten Gemeinden übernimmt.
Foto: Gabriele Voigt

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