PRÜSSBERG – Offiziell 120 Zuschauer sind natürlich eher etwas enttäuschend für ein echtes Derby zwischen Michelau und Dingolshausen, um mal die anderen beteiligten Orte außer Acht zu lassen, als am Freitagabend ein immer noch Meister-Kandidat beim direkten Nachbarn antrat.
Und verlor, was für zwei recht weit reichende Folgen sorgt: Zu einem dürfte die siegreiche SG Gerolzhofen 2 / Michelau nun nicht mehr viel anbrennen lassen in Sachen Klassenerhalt in der Schweinfurter Kreisklasse 2. 30 Punkte nach 20 von 26 Partien – da fehlen nur noch ein paar wenige Zähler. Den ein oder anderen kann das Team bereits am Sonntag auswärts bei der SG Frankenwinheim/ Schallfeld/ Lülsfeld einfahren.
Die unterlegene SG Dingolshausen/ Rügshofen hat am Sonntag frei und als Zweiter schon jetzt 14 Punkte Rückstand auf den TSV Nordheim/ Sommerach. Der ist am Sonntag im sechstletzten Spiel der Runde dran und kann folglich den Sack zumachen: In Nordheim mit Saisonsieg 19 gegen die SG Stadelschwarzach/ Prichsenstadt, bei der man schon das Hinspiel auswärts mit 3:1 gewann. Was soll da schon schief gehen für das Team der beiden Spielertrainer Marcel Ruft und Rene Braun? Letzterer ist mit elf Saisontoren zweitbester Schütze hinter dem schon 13 Mal erfolgreichen Lorenz Bäuerlein.
In Prüßberg am Freitagabend war Nico Dippert mit drei Toren der Mann des Tages. Der eingewechselte Jakob Kmmer machte in der Nachspielzeit mit dem 4:2 endgültig alles klar für die SG Michelau. Seitens der Gäste, die nun in den letzten fünf Partien Relegationsplatz zwei absichern müssen gegen Sennfeld und Kirchaich, trafen mit Lukas Trützschler von Falkenstein-Maul (auf unserem Bild in Aktion beim Sieg jüngst in Sennfeld) zum zwischenzeitlichen 1:1 und Valentin Menzel nach rund einer Stunde zum 3:2 ebenfalls zwei Spieler – aber halt nicht oft genug, um ein Meisterspiel des TSV Nordheim/ Sommerach am Sonntag zu verhindern.

