STAMMHEIM – Nach einem arbeitsreichen Jahr mit 34 aktiven Mitgliedern setzen die Rotkreuz-Helfer nun zum nächsten großen Sprung an
Die BRK-Bereitschaft Stammheim wurde vor 30 Jahren aus der Übernahme der Feldküche vom zivilen Bevölkerungsschutz heraus gegründet.
Eine Veränderung von der Verpflegung hin zur Logistik-Einheit in Zusammenarbeit mit „Technik und Sicherheit“ der Bereitschaft Donnersdorf stellt die aktiven Mitglieder vor Herausforderungen.
Beim „Frühlingserwachen“ im Schulungsraum der Feuerwehr wurde schnell klar: In Stammheim herrscht Aufbruchstimmung.
Während BRK-Bereitschaftsleiter Roland Moller die Anfänge mit der alten Feldküche nur kurz streifte, lag der Fokus auf den letzten zwölf Monaten.
Eine Veränderung der Aufgaben durch die zukünftige SEG – Logistik wurde durch einige Maßnahmen bereits sichtbar.
Die Alarmierung als BRK-Helfer-vor-Ort-Gruppe und die Zusammenarbeit mit der Feuerwehr – auch bei Herz-Kreislauf-Notfällen (AED) im Ort – funktioniert weiterhin reibungslos.
Ein Zugfahrzeug wird benötigt, um die zukünftige Aufgabe innerhalb des BRK-Kreisverbandes Schweinfurt zu leisten.
Um hier vernünftig unterstützen zu können, würde ein Fahrzeug mit einer Doppelkabine und Ladebordwand zum Bewegen und Transport von Hilfsgütern, Paletten, Trinkwassersatz und weiteren Materialien benötigt.
Hierzu wird unter anderem auch die Stammheimer Bevölkerung demnächst zu einer Spendenaktion aufgerufen. Die Botschaft: Wer hier spendet, unterstützt keine reine Dorf-Angelegenheit. Da die geplante SEG-Logistik bei großen Schadenslagen und Katastrophen in der gesamten Region zum Einsatz kommt, ist jeder Euro eine Investition in die Sicherheit des gesamten Umkreises.
„Wir haben Leute und Ideen – jetzt brauchen wir nur noch das passende Werkzeug, um für alle da zu sein“, so BRK-Bereitschaftsleiter Roland Moller.
Die stellvertretende Bereitschaftsleiterin Anne-Kristin Sump blickte motiviert nach vorn. Sie betonte das stetige Wachstum der Gruppe und rief die Mitglieder dazu auf, bei den kommenden Aus- und Weiterbildungen am Ball zu bleiben. Sie stellte auch ein spannendes Fahrzeug-Gelände-Training in Stammheim in Aussicht.
Ihr großer Wunsch für die nahe Zukunft: Eine feierliche Einweihung des neuen Autos, damit die neuen Konzepte endlich „auf die Straße“ kommen.
Kreisbereitschaftsleiter Uwe Hand bedankte sich bei den Anwesenden zur Übernahme der zukünftigen Aufgabe innerhalb der Struktur des Kreisverbandes Schweinfurt hin zu einer Logistik-Einheit.
Außerdem konnte er zahlreiche Ehrungen vornehmen.
Anerkennung für 30 Jahre Engagement
- 30 Jahre: Roland Moller, Udo Klüpfel und Michael Klüpfel
- 15 Jahre: Petra und Matthias Hammer und Johannes Moller
- 10 Jahre: Tanja Fischer
Der Vorsitzende des BRK-Kreisverbandes Schweinfurt, Holger Merz, Kreisbereitschaftsleiter Uwe Hand und 2. Bürgermeister Gerd Endres würdigten den unermüdlichen Einsatz der Stammheimer, gerade angesichts der aktuell schwierigen allgemeinen Kostensituation.
Holger Merz skizierte die aktuelle Situation des Umbaues des neuen Rotkreuz-Zentrums in Schweinfurt. Weiterhin ging er auf die aktuelle Preissituation bei der Treibstoff- und Baukostenentwicklung ein, welche eine erhebliche Belastung für die täglich zu fahrenden Kilometer im Wohl für die Allgemeinheit, bedeuten.
Der zweite Bürgermeister Gerd Endres bedankte sich im Namen der Gemeinde für die Bereitschaft hier Dienst am Nächsten gemeinsam mit der Feuerwehr zu verwirklichen.
In seinem Schlusswort bedankte sich Roland Moller bei allen Mitgliedern, die mithelfen die Bereitschaft weiterhin zu stärken, auch die Gemeinde und der BRK-Kreisverband wurden für die Unterstützung und die meist offenen Ohren gewürdigt. Ein Dankeschön ging auch an die Feuerwehrführung Stammheim für die gute Zusammenarbeit und Nutzung der Räumlichkeiten.
Mit einem gemeinsamen Pizzaessen und der Zuversicht, das Fahrzeugprojekt bald gemeinsam mit der Region stemmen zu können, klang der Abend aus.
Foto von Alfred Hackenberg.

