Zieht Tobias Strobl nach nur einer Saison in Verl gleich weiter in die 2. Bundesliga?

Zieht Tobias Strobl nach nur einer Saison in Verl gleich weiter in die 2. Bundesliga?

VERL / KARLSRUHE – Die Vita des immer noch mit 38 Jahren höchst jungen Tobias Strobl liest sich dennoch schon wie eine halbe Deutschland-Reise als Trainer. Zumindest durch Bayern, denn er begann beim FC Pipinsried, dem FC Hepberg, TSV Schwabmünchen und SV Manching, ehe er über den TSV 1860 Rosenheim und den Nachwuchs des FC Ingolstadt im November 2019 in Schweinfurt landete.

Das Kapitel FC 05 war gleichermaßen erfolgreich wie kurios: Früh wurde die Saison wegen Corona abgebruchen, später musste in einer kurzen Meisterrunde ein Teilnehmer der Aufstiegsspiele gesucht werden. Die Schnüdel gewannen erst, scheiterten dann an Havelse, im Pokal auswärts an Schalke 04, ehe Strobl ausgerechnet am 1. April 2022 eigentlich für alle überraschend gehen musste. Er wechselte für drei Saisons zum FC Augsburg 2, empfahl sich dort für ein Engagement beim SC Verl, spielt in der 3. Liga noch immer um die Aufstiegsplätze mit – und dürfte nun wieder in den Süden wechseln.

Wie diverse Medien berichten, besitzt der Familienvater eine Ausstiegsklausel – und der Karlsruher SC scheint diese ziehen zu wollen. Der Zweitligist setzt zum Saisonende trotz laufenden Vertrag Christian Eichner vor die Türe – trotz eines bis 2027 laufenden Vertrages.

Und nun kommt Tobias Strobl ins Spiel: Der arbeitete in Augsburg mit KSC-Sportdirektor Timon Pauls zusammen – und dieser wiederum erinnert sich gerade wohl an den Oberbayern, der mit dem nur unwesentlich älteren Eichner (43) den seit über sechs Jahren amtierenden, dienstältesten Coach der 2. Bundesliga ersetzen könnte.

Demzufolge muss das Heimspiel am heutigen Mittwochabend gegen Hansa Rostock ein besonderes sein für Tobias Strobl nach der öffentlichen Bekanntgabe des Interesses eines anderen Vereins. Der SC Verl könnte mit einem Sieg auf 57 Punkte kommen und hätte dann gerade mal vier weniger als Rot-Weiß Essen nach dem Dienstagssieg in Schweinfurt auf dem direkten Aufstiegsplatz zwei. Und ob man einen „Dorfverein“ so einfach verlässt, wenn man mit ihm sensationell die 2. Bundesliga erreicht?

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