Essen, Trinken und Genuss – hätten Sie’s gewusst: Ist es sinnvoll, Eier vor dem Kochen anzupiksen?

Essen, Trinken und Genuss – hätten Sie’s gewusst: Ist es sinnvoll, Eier vor dem Kochen anzupiksen?
Foto: Hülsmann / Verbraucherzentrale Bayern

MAINFRANKEN – Gekochte Eier sind besonders beliebt: Knapp die Hälfte der Deutschen isst Eier am liebsten gekocht, deutlich weniger bevorzugen Rühr- oder Spiegeleier.

Wie lange ein Ei gekocht wird, hängt vor allem vom persönlichen Geschmack ab: Nach etwa sechs Minuten ist es wachsweich, nach rund zehn Minuten hart. Uneinigkeit gibt es jedoch bei der Frage, ob Eier vor dem Kochen angepikst werden sollten.

Die Idee dahinter: Beim Erhitzen dehnt sich Luft im Ei aus. Durch ein kleines Loch in der Schale soll Luft entweichen können und so das Platzen des Eis verhindert werden. “Tatsächlich gibt es keinen Beleg dafür, dass das wirklich funktioniert”, sagt Katharina Holthausen, Ernährungsexpertin bei der Verbraucherzentrale Bayern.

“Wichtiger ist es, die Eier rechtzeitig aus dem Kühlschrank zu nehmen, damit der Temperaturunterschied zum Kochwasser geringer ist.” Außerdem sollten Eier vorsichtig mit einem Löffel in das Wasser gelegt werden, um Haarrisse in der Schale zu vermeiden.

Haltbarkeit von gekochten Eiern

Wer gekochte Eier lagern möchte, etwa buntgefärbte Eier zu Ostern, sollte auf das Anpiksen und auch auf das Abschrecken mit kaltem Wasser verzichten. Durch den starken Temperaturunterschied beim Abschrecken können Risse in der Schale entstehen, durch die möglicherweise Mikroorganismen ins Innere des Eis eindringen. Hart gekochte Eier mit unbeschädigter Schale sind im Kühlschrank bei zwei bis sechs Grad Celsius bis zu vier Wochen haltbar.

Foto: Hülsmann / Verbraucherzentrale Bayern

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