Umbenennung, Teil 1: Münnerstadt will als „Münnerbestatt“ nun wenigstens noch die Halbtoten zu sich locken

Umbenennung, Teil 1: Münnerstadt will als „Münnerbestatt“ nun wenigstens noch die Halbtoten zu sich locken
Foto: ChatGPT / künstliche Intelligenz

MÜNNERSTADT – Münnerstadt heißt nicht mehr Münnerstadt: Seit dem heutigen Tag hat sich das kleine Nest im Landkreis Bad Kissingen umbenannt – und hofft auf nun den großen Tourismus. Münnerstadt wirbt nun als „Münnerbestatt“ für sich.

Und das aus zwei Gründen. Einerseits, weil der mausetote Kern der Altstadt mit Mäusen und Tauben, die seit ewigen Zeiten im Zentrum sogar freiiwillig Suizid begehen, kaum lebendiger ist als ein Friedhof, auf den sich seit Jahrzehnten niemand mehr verirrte.

Und zweitens natürlich, weil ja die Bestatter ohnehin in Münnerstadt…, pardon: Münnerbestatt zuhause sind: Deren Bundesausbildungszentrum, die Theo-Remmertz-Akademie, wurde 2005 eröffnet. Dort finden regelmäßig überbetriebliche Schulungen und Fortbildungsmaßnahmen statt.

Natürlich gibt es auch genügend Gründe, um lebendig in die Region zu kommen. Zwei Extratouren zum Beispiel, die auf den erlebenswerten Michelsberg und zur Wacholderheide mit dem alten Wartturm „Blauer Storch“ führen. Aber klar: Auch das ist außerhalb von Münnerbestatt. Rein in den Ort will (bislang) eigentlich kaum jemand….

Und so passt es, dass heuer auch das Historische Heimatspiel „Die Schutzfrau von Münnerstadt“ umbenannt wird – und damit die jährliche Open Air-Aufführung, wenn wenigstens für ein paar Tage der Staub im Zentrum aufgewirbelt wird.

„Die Schmutzfrau von Münnerbestatt“ heißt das Schauspiel diesmal. Es geht um dunkel gekleidete Männer, die auf der Jagd sind auf die Ehefrau des Bürgermeisters, weil diese einen Versuch startete, den Leerstand in der früher mal lebendigen Geschäftsstraße zu beseitigen.

Dem Image von Münnerbestatt freilich täte das gar nicht gut. Das neue Banner an den Ortseingängen sorgt bereits für Schlagzeilen. Für die Totengräber als neue Touristen müssen bald neue Hotelzimmer geschaffen werden, hat www.mainfranken.news erfahren.

Foto: ChatGPT / künstliche Intelligenz

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