Mit Zuversicht ins Anti-Abstiegs-Duell: Der TSV Bad Königshofen empfängt nun den ASC Grünwettersbach

Mit Zuversicht ins Anti-Abstiegs-Duell: Der TSV Bad Königshofen empfängt nun den ASC Grünwettersbach

BAD KÖNIGSHOFEN – „Das hätte es nicht unbedingt gebraucht“, sagen nicht wenige der vielen Fans des TSV Bad Königshofen vor diesem Richtung-weisenden Spiel um den Klassenerhalt in der Tischtennis-Bundesliga (TTBL) am Sonntag ab 14 Uhr in der Shakehandsarena.

In den vergangenen acht Jahren in Deutschlands Elite-Liga ging es am viertletzten Spieltag immer viel entspannter zu. Auch in den zwei, in denen es um einen Playoff-Platz ging. Abstiegsgefahr bestand nie. Entweder, weil keiner absteigen musste oder weil sich der TSV fast immer in der vorderen Tabellenhälfte aufhielt.

Doch diesmal geht es gegen das Schlusslicht ASC Grünwettersbach (12./8:30). Und der TSV ist nach der ermutigenden Vorstellung trotz der 1:3-Niederlage am Mittwoch beim Tabellenführer Borussia Düsseldorf Vorletzter (11./10:28). Reparaturmöglichkeiten im Fall einer Heimniederlage gäbe es nur noch zwei: in Mühlhausen am 14. und daheim gegen Bad Homburg am 19. April.

Es ist mit großer Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der gewinnt, dessen Mehrheit der Spieler in diesem Abstiegs-Thriller mit den Nerven am besten umzugehen weiß. Und wer seine Misserfolgsserie am besten wegstecken kann. Grünwettersbach hat von den letzten 15 Spielen nur eines gewonnen: ausgerechnet gegen den damaligen Ersten Werder Bremen (3:0) am 16. November – typisch TTBL. Danach kassierte man elf Niederlagen in Serie. Die Hinrunde schloss man als Achter ab. Der TSV hatte als Letzter vier Punkte weniger.

Wer allerdings in dieser Tischtennis-Bundesliga die Unwägbarkeiten durch die Spieler-Einsätze infolge von skurrilen Spieler-Verträgen mit in Erwägung zieht, dem bleiben kaum noch verlässliche Parameter für Prognosen über Spielausgänge. Das beste Beispiel ist man beim TSV Bad Königshofen selber, wenn auch noch so ungewollt und unvorhersehbar. Da hatte man, als es in der Saison bergab ging, einen Spieler aus China, Xue Fei, mit einer gewissen Anzahl von Spielen, maximal sechs, verpflichtet. Fei erwies sich nicht als unschlagbar (3:2 Bilanz), aber sehr beliebt beim Königshöfer Publikum.

So wie es momentan aussieht, wird er nicht mehr kommen. Der Spieler muss in seiner Heimat ein Objekt sein, über das man verbandseits beliebig verfügt – und es nicht ausreisen lässt. „Also müssen wir uns auf unser eigenes Sieger-Gen besinnen“, so die Schlussfolgerung vereinseits. Warum nicht? Bastian Steger, der kürzlich 45. feierte, bringt ein Maximum an Erfahrung mit ein. Daniel Habesohn (39) geringfügig weniger, und auch Filip Zeljko (29), im zehnten Jahr beim TSV, hat schon manche Schlacht mit gewonnen. Käme noch Andre Bertelsmeier (20), hinzu, ein begabter und hoch motivierter Jung-Nationalspieler, demnächst WM-Teilnehmer.

Aus den sieben unter Vertrag stehenden Grünwettersbachern liegt es am Ur-Königshöfer ASC-Trainer Kilian Ort, seine Auswahl zu treffen. Bei der 0:3-Heimniederlage am Montag gegen Ochsenhausen mit Ricardo Walther, Tiago Apolonia und Tom Jarvis war die Nr. 1 Hiroto Shinozuka, bisher 13 Einsätze (12:9 Bilanz) gerade mal nicht verfügbar. Ob diesmal, bleibt taktisches Vorgeplänkel. 17 Mal standen sich beide Vereine bisher gegenüber. Die 9:8 Siege für den TSV ergeben kein gesichertes Argument für einen Heimsieg her.

Kilian Ort sieht einen weiteren Rettungsanker und „will erst mal abwarten, was Windsbach macht, ob die wirklich hoch gehen.“ Und hat „aus beiden Vereinen Stimmen gehört, dass sie nicht zugrunde gingen, wenn sie abstiegen. Die wichtigen Leute werden an Bord bleiben und den sofortigen Wiederaufstieg im Blick haben. Ich mache mir keine Sorgen für beide Vereine, dass da die Existenz dran hinge. Wir werden jedenfalls alles probieren, um drin zu bleiben.“ Schließlich seien sich auch die anderen Clubs einig, dass „der TSV und der ASC der Liga gut tun.“

Rudi Dümpert für www.mainfranken.news

Das Bild zeigt Andre Bertelsmeier: Er wurde vom DTTB ins Nationalteam berufen für die Team-WM Ende April/Anfang Mai in London. Zuvor gilt es aber, dem TSV Bad Königshofen den Klassenerhalt in der TTBL zu sichern.

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