Nach 32 Jahren ist Schweinfurt wieder rot statt schwarz: Ralf Hofmann wird der nächste Oberbürgermeister

Nach 32 Jahren ist Schweinfurt wieder rot statt schwarz: Ralf Hofmann wird der nächste Oberbürgermeister
Foto: Chat GPT / künstliche Intelligenz

SCHWEINFURT – 32 Jahre CSU sind im Schweinfurt beendet: Ab dem 1. Mai wird Ralf Hofmann die Nachfolge antreten von Sebastian Remelé (CSU), der 2010 gewählt wurde und genauso lange im Amt war wie Gudrun Grieser, die 1994 die jahrelange Macht der SPD in der Arbeiterstadt beendete.

Am Sonntag setzte sich der neue „King Ralf“ in der Stichwahl erwartet deutlich mit 67,7 Prozent der Stimmen gegen Oliver Schulte (CSU, 32,3) durch. Der aufgestellte Nachfolger von Remelé erwies sich zum einen als Kandidat, der bei der Bevölkerung nicht ankkam. Zudem straften die Schweinfurter die Schwarzen wie auch deren „Koalitionspartner“ der letzten sechs Jahre, die Grünen, heftig ab. Unter dem Aufkommen der AfD litten alle etablierten Partien. Und zudem spielte natürlich die aktuelle Krise in der Stadt Schweinfurt eine Rolle.

Nun traut man anscheinend Ralf Hofmann zu, die nächsten sechs Jahre die Kugellagerstadt wieder vorwärts zu bringen. Grüne, FDP, Freie Wähler und Linke signalisierten bereits, dass sie eine Politik zum Wohle Schweinfurts unterstützen würden. Volt als Koopertionspartner ohnehin.

Bitter freilich: Die Wahlbeteiligung lag bei gerade mal 39,9 Prozent. Bedeutet: Sechs von zehn Schweinfurtern ist es eigentlich egal, was in der Stadt passiert. Von 37.955 Wahlberechtigten kreuzten gerade mal 4.860 Schweinfurter den Namen Oliver Schulte an. Tiefer konnte die CSU eigentlich gar nicht sinken, die auch im trotzdem noch schwarzen Landkreis Schweinfurt mit Gabriele Jakob auf eine Kandidatin setzte, die wie Schulte einfach nicht ankam.

Man darf gespannt sein, wer bei der CSU die Verantwortung für das Wahldebakel übernimmt. Aktuell aber gilt es, Ralf Hofmann zum Sieg zu gratulieren. Schweinfurt ist wieder rot.

Foto: Chat GPT / künstliche Intelligenz

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