SCHWEINFURT – Im Sommer steht eine zentrale personelle Weichenstellung im Leopoldina-Krankenhaus an: Nach 19 erfolgreichen Jahren als Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie verabschiedet sich Prof. Dr. Detlef Meyer in den wohlverdienten Ruhestand. Seine Nachfolge tritt zum 1. Juli Privatdozentin Dr. med. Judith C. M. Sporn an.
PD Dr. Sporn ist gebürtige Bambergerin, im Allgäu aufgewachsen und hat eine besondere Verbindung nach Schweinfurt: Ihre Großeltern lebten im Umland und sie absolvierte bereits zu Beginn ihres Medizinstudiums ein Krankenpflegepraktikum im Leopoldina-Krankenhaus.
Nach ihrem Medizinstudium in Heidelberg und der Promotion am Europäischen Molekularbiologischen Labor (EMBL) in Heidelberg verbrachte Dr. Sporn prägende Ausbildungsstationen an renommierten US-Kliniken. Es folgte eine elfjährige Karriere in den USA, die von der Darmkrebsforschung über die chirurgische Facharztausbildung bis zu einem Fellowship in chirurgischer Onkologie reichte.
Nach ihrer Rückkehr nach Deutschland war sie als Oberärztin am Universitätsklinikum Münster tätig und engagierte sich zudem humanitär bei Ärzte ohne Grenzen im Südsudan. Aktuell verantwortet PD Dr. Sporn als Oberärztin an den Helios Kliniken Schwerin die Bereiche Lehre und Forschung sowie die Leitung des Magen- und Ösophaguszentrums sowie des Peritonealkarzinosezentrums.
Ihr fachlicher Fokus liegt auf der onkologischen Viszeralchirurgie, insbesondere der robotisch assistierten Chirurgie.
„PD Dr. Sporn ist eine international erfahrene Chirurgin mit hoher fachlicher und wissenschaftlicher Expertise. Sie übernimmt eine exzellent aufgestellte Klinik, die sich unter Prof. Dr. Meyer einen überregionalen Ruf erarbeitet hat. Ich bin überzeugt, dass PD Dr. Sporn mit ihrem Anspruch an eine patientenorientierte Versorgung schnell das Vertrauen der Patienten gewinnen wird“, erklärt Leopoldina-Geschäftsführer Jürgen Winter.
Die chirurgische Klinik versorgt ambulant und stationär jährlich ca. 3000 Patienten. Neben der Sektion Gefäßchirurgie reicht das Spektrum der Allgemein- und Viszeralchirurgie von Schilddrüsenerkrankungen bis hin zur komplexen Chirurgie des Verdauungstraktes, wobei auch modernste Verfahren wie z.B. roboterassistierte Operationen mit dem DaVinci-Roboter-System zum Einsatz kommen. Der Ambulantisierung von operativen Leistungen wurde mit dem Ausbau der ambulanten Hernienchirurgie und Proktologie Rechnung getragen. „Im Zentrum unserer täglichen Arbeit steht aber immer der Patient“, erklärt Prof. Meyer. „Mit unserer langjährigen chirurgischen Erfahrung besprechen wir gemeinsam mit dem Patienten, welche Operationsmethode in welchem Umfeld sinnvoll ist.“
Unter der Leitung von Prof. Meyer war die Chirurgische Klinik maßgeblich am Aufbau des Darm- und Pankreaskarzinomzentrums beteiligt. Mit seiner herausragenden Kompetenz in der onkologischen Viszeralchirurgie trieb Prof. Meyer gemeinsam mit seinem Team die Entwicklung des Leopoldina-Krankenhauses zum Onkologischen Zentrum voran.
„Ich freue mich, dass PD Dr. Sporn sich für das Leopoldina-Krankenhaus entschieden und die Klinik eine hervorragende Chirurgin gewonnen hat“, erklärt Prof. Dr. Meyer. „Mit ihrer Erfahrung und ihrer Expertise in der robotischen und viszeralonkologischen Chirurgie wird sie die chirurgische Patientenversorgung weiter ausbauen.“
Auf den Fotos: PD. Dr. C. M. Judith Sporn (PD. Dr. C. M. Judith Sporn) und Prof. Dr. Detlef Meyer (vm-photodesign)

