LANDKREIS RHÖN-GRABFELD – Pflanzliche Gerichte kreativ kochen – das war zuletzt das Motto bei den Kochworkshops der Öko-Modellregion Rhön-Grabfeld. Die Teilnehmenden zauberten ein Menü mit bio-regionalen Lebensmitteln und verkosteten im Anschluss gemeinsam ihre kulinarischen Kreationen.
Regionale Proteine im Kochtopf
In der Küche der Hauswirtschaftsschule Bischofsheim herrschte ein buntes Treiben aus Schnippeln, Kneten, Braten und Würzen. Denn die Öko-Modellregion Rhön-Grabfeld hatte zum bio-regionalen Kochworkshop eingeladen.
Auf dem Speiseplan standen neben saisonalem Bio-Gemüse wie Karotten, Feldsalat, Wirsing und Grünkohl Bio-Tempeh und Bio-Seitan aus der Region. Jonas Waibl von Vagabohne erklärte, wie er aus Sojabohnen Tempeh und aus Weizenprotein Seitan herstellt und gab Tipps zu den Rezepten. Mit bunten bio-regionalen Zutaten zauberten die Hobby-Köchinnen und -Köche eine Extraportion Eiweiß mit viel Geschmack in den Kochtopf.
Auf dem Büfett richteten sie Wraps mit selbstgemachten Chapati, Hummus und Tempeh sowie eine frische Grünkohlsuppe mit Seitan, ein vegetarisches Szegediner Gulasch und Tempeh-Spieße mit Erdnusssoße an. Und zum Nachtisch ließen sich die Teilnehmenden eine Mousse au Chocolat aus Seidentofu und fairer Bio-Schokolade schmecken.
Wer die Gerichte nachkochen möchte, findet alle Rezepte auf der Webseite der Öko-Modellregion Rhön-Grabfeld (oekomodellregionen.bayern/pflanzlichekueche).
Hülsenfrüchte – im Einsatz für den Öko-Landbau
Hülsenfrüchte wie Sojabohnen oder Kichererbsen gewinnen nicht nur in der menschlichen Ernährung, sondern auch im regionalen Anbau zunehmend an Bedeutung. Vor allem im Ökolandbau sind sie wichtige Kulturen. Denn Hülsenfrüchte gehören zur einzigen Pflanzenfamilie, die mithilfe von Knöllchenbakterien an den Wurzeln Stickstoff aus der Luft aufnehmen kann.
In der Bio-Landwirtschaft sind synthetische Stichstoff-Dünger, deren industrielle Herstellung äußerst energieaufwändig ist, nicht erlaubt. Bio-Bäuerinnen und Bio-Bauern setzen auf eine breite Fruchtfolge mit Hülsenfrüchten, die den Stickstoff auf natürliche Weise in den Boden holen und so auch für nachfolgende Kulturen verfügbar machen.
Einkaufen – am besten Bio und Regional!
Die Teilnehmenden gingen gut gesättigt und mit einem Koffer voller Inspiration für die eigene Küche nach Hause. „Manche Zutaten kannte ich gar nicht. Aber es hat Spaß gemacht, damit zu kochen“, so eine Teilnehmerin. Die beiden Kochabende zeigten einmal wieder, dass mit Bio-Zutaten aus Rhön-Grabfeld schmackhafte Gerichte zubereitet werden können.
Wo bio-regionale Betriebe zu finden sind und welche Produkte sie anbieten, können Interessierte im Bio-Einkaufsführer Rhön-Grabfeld nachlesen. Dieser steht auf der Webseite der Öko-Modellregion zum Download bereit und liegt im Landratsamt, bei den Tourist-Infos und bei lokalen Bio-Betrieben aus.
Für Fragen rund um regionales Bio steht Svenja Arbes, Projektmanagerin der Öko-Modellregion Rhön-Grabfeld, zur Verfügung (svenja.arbes@rhoen-grabfeld.de, Telefon: 09771 / 94 698).
Auf den Fotos:
Der bio-regionale Kochworkshop bot Tipps für das Kochen mit pflanzlichen Zutaten und jede Menge Spaß beim Zubereiten.
Jonas Waibl von Vagabohne zeigte, wie man Chapati ausrollt und sie in der Pfanne backt.
Marinierte Tempeh Spieße auf Wirsing mit Dinkelreis und Erdnusssoße
Wraps aus selbstgemachten Chapati – gefüllt mit saisonalem Gemüse
und Tempeh.
Fotos: Svenja Arbes / Landkreis Rhön-Grabfeld




