Aktiv gegen den Schmerz: Infos der AOK zum Tag der Rückengesundheit am 15. März

Aktiv gegen den Schmerz: Infos der AOK zum Tag der Rückengesundheit am 15. März
Urhebervermerk: © PantherMedia / fizkes

SCHWEINFURT / MAIN-RHÖN – Die Ursachen für Rückenschmerzen sind vielfältig: Einseitige oder schwere körperliche Belastungen, aber auch psychische Überforderung und Stress sind mögliche Gründe.

Lassen sich für die Beschwerden keine eindeutigen Auslöser finden, spricht man von unspezifischen Rückenschmerzen. Die Beschwerden verschwinden meist nach einiger Zeit von selbst. Doch rund ein Drittel der Betroffenen hat innerhalb eines Jahres erneut Rückenschmerzen.

„Problematisch ist, dass die Geplagten sich häufig schonen und Bewegung vermeiden, weil sie Angst vor den Schmerzen haben“, weiß Bewegungsexperte Lino Schramm von der AOK in Schweinfurt. Schonhaltungen und Bewegungsmangel verstärken jedoch die Beschwerden und erhöhen das Risiko, dass die Rückenschmerzen chronisch werden.

Regelmäßige Bewegung zur Vorbeugung und Linderung

Bewegung und Sport können Rückenschmerzen zwar nicht immer völlig beseitigen, aber oft lindern – bei wiederkehrenden Beschwerden sogar um fast 50 Prozent. Zudem verbessern sich Beweglichkeit und Fitness durch sportliche Aktivität. Bewährt haben sich Kräftigungs- und Stabilisierungsübungen für Bauch-, Rücken-, Rumpf- und Beckenmuskulatur sowie Dehnübungen und Ausdauertraining.

Aber auch Spazierengehen kann bereits zur Linderung beitragen. „Vieles lässt sich in den Alltag einbauen, etwa Treppensteigen statt Aufzugfahren, in der Mittagspause spazieren gehen, beim Telefonieren auf und ab gehen, Wege möglichst zu Fuß oder per Fahrrad zurücklegen“, so Lino Schramm. Wem es schwerfällt, dranzubleiben, hilft es vielleicht, Gesundheitskurse an festen Terminen zu besuchen oder sich mit anderen zum Sport zu verabreden.

Auch wenn Kreuzschmerzen selten Anzeichen für ernsthafte Erkrankungen sind, kann es konkrete körperliche Auslöser geben, etwa einen Bandscheibenvorfall oder eine Verengung des Wirbelkanals. Dann handelt es sich um spezifische Rückenschmerzen. Ihnen können Abnutzungserscheinungen, Entzündungen, Verletzungen oder bestimmte Erkrankungen zugrunde liegen. Wer beispielsweise Lähmungen, Kribbeln oder Taubheitsgefühle in den Beinen verspürt oder Rückenschmerzen nach einem Unfall hat, sollte dies ärztlich abklären lassen.

AOK-Angebot für alle

Wer den Rücken stärken will, sollte sich regelmäßig bewegen. Aktiv sein beugt Schmerzen vor und kann sie auch lindern. Mit dem „AOK-Rückentrainer“ hat die AOK zusammen mit dem Sportwissenschaftler und Physiotherapeuten Patricio Escher ein niedrigschwelliges Trainingskonzept entwickelt.

„In insgesamt sechs Videosequenzen, die auch Nicht-Versicherten kostenlos im Internet zur Verfügung stehen, zeigt Patricio Escher gezielte Kräftigungs- und Beweglichkeitsübungen, die sich einfach und ohne Hilfsmittel in den Alltag integrieren lassen“ so Lino Schramm. Jede Woche umfasst zwei Trainingstage. Die Teilnehmenden entscheiden selbst, wann sie am besten trainieren möchten.

Internet-Tipp:
www.aok.de/bayern/rueckentraining

Auf dem Bild: Rückenschmerzen gehören zu den häufigsten körperlichen Beschwerden in Deutschland.

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