Kraft-Wärme-Kopplung als Baustein für Energiesicherheit und kritische Infrastruktur: MdL Gießübel empfing Mitarbeiter von SenerTec im Landtag

Kraft-Wärme-Kopplung als Baustein für Energiesicherheit und kritische Infrastruktur: MdL Gießübel empfing Mitarbeiter von SenerTec im Landtag

MÜNCHEN / SCHWEINFURT – Die Schweinfurter Landtagsabgeordnete Martina Gießübel und der Betriebsrat der SenerTec GmbH haben in München zu einem wegweisenden Gespräch über die Zukunft der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) eingeladen.

Als Gesprächspartner aus dem Innenausschuss des Bayerischen Landtags nahm Holger Dremel, innenpolitischer Sprecher der CSU-Landtagsfraktion, teil. Die behördliche und sicherheitspolitische Perspektive brachte Ministerialrat Frank Unkroth aus dem Bayerischen Innenministerium ein, der als Sachgebietsleiter Katastrophenschutz über die Bedeutung resilienter Energieversorgung für den Bevölkerungsschutz sprach. Auf Seiten der SenerTec-Belegschaft waren Christian Zimmer (Betriebsratsvorsitzender und Konzernbetriebsrat), Frank Schramm und André Merz vertreten. Im Mittelpunkt stand die Frage, welche Chancen die KWK-Technologie für Kommunen, Feuerwehren und andere Einrichtungen der kritischen Infrastruktur bietet – insbesondere vor dem Hintergrund der jüngsten Änderungen im Bundes-Heizungsgesetz.

Das Gespräch machte eindrücklich deutlich, welches Potenzial in der Kraft-Wärme-Kopplung steckt. In Zeiten, in denen Versorgungssicherheit, Energieeffizienz und Krisenfestigkeit immer stärker in den Fokus rücken, kann KWK ein entscheidender Baustein einer zukunftsfähigen Energieversorgung sein. Das Grundprinzip ist dabei bestechend einfach: Während ein konventionelles Kraftwerk einen Großteil seiner Energie als Abwärme ungenutzt verliert, erzeugt eine KWK-Anlage gleichzeitig Strom und Wärme – und nutzt beides unmittelbar vor Ort, etwa für Heizung oder Warmwasser. Das Ergebnis ist ein außergewöhnlich hoher Wirkungsgrad bei deutlich reduziertem Energieverbrauch. Hinzu kommt ein weiterer, gerade für die öffentliche Infrastruktur entscheidender Vorteil: KWK-Anlagen können auch im Falle eines Stromausfalls eine zuverlässige Versorgung aufrechterhalten – ein Aspekt, der für öffentliche Gebäude, Krankenhäuser und Feuerwehren von unschätzbarem Wert ist.

Für ein anschauliches Beispiel dieser Technologie steht die SenerTec GmbH mit Sitz in Schweinfurt. Als eines der bekanntesten und erfahrensten Unternehmen der Branche hat SenerTec mit dem System „Dachs“ eine kompakte KWK-Anlage entwickelt, die direkt im Gebäude installiert wird. Wie ein kleines Kraftwerk erzeugt ein Motor dabei Strom, während die entstehende Wärme sofort zum Heizen genutzt wird. Das Ergebnis ist eine dezentrale, unabhängige und hocheffiziente Energieversorgung – und damit ein wichtiger Beitrag zur Notfallvorsorge für Feuerwehren, Krankenhäuser, kommunale Einrichtungen und Verwaltungsstandorte.
„Unsere Beschäftigten produzieren täglich Technologie, die einen echten Mehrwert für die Gesellschaft schafft. Wenn es gelingt, die neuen gesetzlichen Spielräume zu nutzen, sichern wir nicht nur Arbeitsplätze in der Region – wir leisten auch einen konkreten Beitrag zur Daseinsvorsorge“, sagt Christian Zimmer, Betriebsratsvorsitzender und Konzernbetriebsrat, SenerTec GmbH

Die geplanten Änderungen im Gebäudeenergiegesetz schaffen dafür einen günstigen Rahmen, den es nun entschlossen zu nutzen gilt. Eine breitere Etablierung von KWK-Anlagen in Kommunen, Feuerwehren und anderen Einrichtungen der kritischen Infrastruktur würde nicht nur die Versorgungssicherheit stärken, sondern auch neue Märkte erschließen – und damit Arbeitsplätze und regionale Wertschöpfung in und um Schweinfurt langfristig sichern.

„Als regionale Abgeordnete stehe ich an der Seite der Beschäftigten von SenerTec. Neue Märkte durch KWK bedeuten Wertschöpfung und sichere Arbeitsplätze in Schweinfurt und der Region. Gleichzeitig stärken wir damit die Resilienz unserer Kommunen und ihrer Infrastruktur“, so Martina Gießübel, Mitglied des Bayerischen Landtags.

Betriebsrat und Abgeordnete richten daher einen gemeinsamen Appell an Kommunen, Landkreise und Betreiber kritischer Infrastruktur in Bayern: Nutzen Sie die Möglichkeiten der Kraft-Wärme-Kopplung – für mehr Energiesicherheit, mehr Unabhängigkeit und eine zukunftsfeste Versorgung Ihrer Einrichtungen. Die Technologie ist ausgereift, die gesetzlichen Rahmenbedingungen verbessern sich. – die Zeit zum Handeln ist jetzt.

Über den Betriebsrat der SenerTec Kraft-Wärme-Energiesysteme GmbH: Der Betriebsrat vertritt die Interessen der Beschäftigten am Standort Schweinfurt. Er setzt sich für die Sicherung von Arbeitsplätzen, Qualifizierung und eine nachhaltige industrielle Perspektive des Standorts im Sinne einer sozialverträglichen Transformation ein.

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