Wer nimmt´s mit den Schwalben auf? Der TSV Bad Königshofen möchte gegen den Playoff-Kandidaten Bergneustadt an die Leistung vom Hinspiel anknüpfen

Wer nimmt´s mit den Schwalben auf? Der TSV Bad Königshofen möchte gegen den Playoff-Kandidaten Bergneustadt an die Leistung vom Hinspiel anknüpfen

BAD KÖNIGSHOFEN – Nach vier Wochen Wettkampfpause in der Tischtennis-Bundesliga (TTBL) biegt der TSV Bad Königshofen ein in die Zielgerade im Kampf um den Klassenerhalt und ein zehntes Jahr im Oberhaus. Inzwischen steht fest, dass es einen Absteiger gibt, sofern der aufstiegswillige Zweitligist aus Windsbach bei Ansbach die Lizenz erhält.

Diesen Sonntag, 17 Uhr, geht es daheim gegen den TTC Schwalbe Bergneustadt, momentan auf dem Playoff-Platz 4. Der TSV ist Drittletzter (10:24). Grenzau (10:24) empfängt Dortmund am Montag und Bad Homburg am Mittwoch. Grünwettersbach (8:26) tritt am Sonntag, drei Stunden früher, in Saarbrücken an. Ein Sieg wäre Gold-wert, wenngleich an diesem fünftletzten Spieltag noch keine Entscheidung fällt.

Danach wird’s kaum leichter beim Auswärtsspiel in Düsseldorf. Eine Entscheidung könnte beim Heimspiel gegen Grünwettersbach (So, 29.03.) fallen und/oder in Mühlhausen (Di, 14.04.) bzw. gegen Bad Homburg (So, 19.04.). Die Gretchenfrage macht seit Tagen in der TT-Community die Runde: Wird Xue Fei kommen? Sie glich beim Entstehen dieser Vorschau einer Gleichung mit zwei Unbekannten. Wie sieht es in der geopolitischen Lage aus, gibt es überhaupt eine Flugverbindung von China nach Europa? Und wird Xue Fei überhaupt vom zentralistisch organisierten Verband eine Reisegenehmigung erhalten?

Zu erfahren war aus TSV-Kreisen, dass sicher nur Bastian Steger, Daniel Habesohn und Andre Bertelsmeier da sein werden. Selbst Filip Zeljko, der zehn Jahre lang kein einziges Spiel absagen musste, müsse in Kroatien an einer Olympia-vorbereitenden Maßnahme teilnehmen. Der Wirrwarr der TTBL-Organisation mit diffusen Vertragsvarianten und Wettbewerbs-verzerrenden Einsätzen bzw. Absenzen von Spielern war eh schon groß genug. Jetzt bekam er eine neue Dimension durch die Nahost-Eskalation.

Zurück zum Sportlichen: Der Tischtennis-Interessierte fragt sich, wie ein TSV Bad Königshofen bei zwei damaligen Tabellenführern und jetzt heißen Playoff-Kandidaten klar gewinnen konnte und sich jetzt selber in Abstiegsgefahr befindet. In Bergneustadt (heute 4.) gewannen Steger/Habesohn/Zeljko 3:0, in Bremen (2.) 3:1.

Wir fragten den TSV-Teamleader Bastian Steger:

Wie ist das zu erklären?
Steger: „Das beweist auch, dass die Liga ungeheuer ausgeglichen ist. Wir haben das Hinspiel in guter Erinnerung. Da haben wir alle einfach richtig gut gespielt. Das große Break war, als Dany den Bene Duda geknackt hatte. Filip und ich haben dann den Deckel drauf gemacht.“

Und die Konsequenz daraus?
Steger: „Wir empfangen Bergneustadt guter Dinge. Wenn Xue Fei auch noch da ist, müssen wir uns auf keinen Fall verstecken, auch wenn sie eine super Saison spielen.“

Sie hatten nach dem Spiel in Bremen am Ende Platz acht getippt:
Steger: „Ich bleibe auch dabei, weil ich gewusst habe, dass wir eine ganz gute Mannschaft haben. Das ist nach wie vor möglich, primäres Ziel ist aber der Klassenerhalt.“

Und zur Ungewissheit vor fast jedem Spiel, wer wann und überhaupt kommt:
Steger: „Freilich ist das unangenehm. Es geht aber den anderen Vereinen auch so. Eine klare Regelung gibt es nicht. Man weiß nie, wer wo wie lange in einem internationalen Turnier unterwegs ist. Es ist leider nicht mehr so wie früher, dass alle Spieler zu allen Spielen da sind. Wir müssen halt die Situation so akzeptieren wie sie ist.“

Wie geht die Mannschaft mit dem Druck um?
Steger: „Im Leistungssport ist Druck ganz normal und immer da. Den macht man sich einerseits selber und er kommt auch von außen, besonders dem Verein gegenüber. Wenn´s um den Klassenerhalt geht, ist es noch etwas spezieller. Es steht halt für den Verein sehr viel auf dem Spiel und man will alles dafür tun.“

Rudi Dümpert für www.mainfranken.news

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