VERL / SCHWEINFURT – Vier Punkte aus den letzten vier Partien fuhren sie beide ein. In der Formtabelle liegen also der SC Verl und der 1. FC Schweinfurt 95 vor ihrem Aufeinandertreffen am Sonntag gleichauf. Leider halt nur da.
Während die Schnüdel in die letzten zehn Partien ihrer ersten und vorerst auch letzten Saison in der 3. Liga mit 18 Punkten Rückstand auf das rettende Ufer starten, haben die Verler ein klein wenig an Boden eingebüßt, was ihre Aussichten auf den erstmaligen Aufstieg in die 2. Bundesliga betrifft. Immerhin stoppten sie mit dem jüngsten 2:1 am Sonntagabend in Ingolstadt ihre kleine „Talfahrt“ mit Niederlagen heuer in Wiesbaden, Duisburg, Aachen und daheim gegen Regensburg
In der Tabelle hat die Mannschaft von FC 05-Ex-Trainer Tobias Strobl als Fünfter drei Punkte Rückstand auf Dusiburg und den Relegationsplatz, fünf und sieben auf Cottbus und Tabellenführer Osnabrück. Das machbare Heimdoppel gegen die Schweinfurter und gegen Saarbrücken leitet nun auch für die Westfalen die Crunsh-Time ein.
Das Hinspiel war bezeichnend für die Schnüdel, die durch Jakob Tranziska mit 1:0 führten, um in der letzten Viertelstunde doch noch zu verlieren. Groß war der Jubel des mit der Familie angereisten Tobias Strobl, der damals noch seinen Freund Victor Kleinhenz herzen konnte. Beide eint inzwischen, dass sie nach großartigen Diensten bei den Schweinfurtern von Markus Wolf entlassen wurden.
Auf Strobl folgte einst das Kurzzeit-Missverständnis Christian Gmünder, auf Kleinhenz der mit eben vier Punkten aus vier Partien durchaus zum Start recht erfolgreiche Jermaine Jones. 30 Zähler sind noch zu vergeben. Mit zehn Siegen wäre für die Grün-Weißen der Klassenerhalt wohl noch machbar. Was aber reine Theorie ist, auch wenn beispielsweise die Top-Drei der Liga nicht mehr bespielt werden.
Und damit an dieser Stelle noch ein paar Sätze zu Verl, rund 300 Kilometer entfernt. Die Mittelstadt mit (dank Eingemeindungen) knapp 26.000 Einwohnern ist halb so groß wie Schweinfurt, liegt im Bereich von Gütersloh, Detmold, Paderborn und Bielefeld und nicht weit weg vom Teutoburger Wald. Politisch herrscht eindeutig die CSU um Bürgermeister Robin Rieksneuwöhner.
Im Falle eines Aufstiegs dürfte Verl seine Heimspiele in der 2. Bundesliga wohl nicht in der nur knapp 5000 Zuschauer fassenden Sportclub-Arena austragen, müsste ins nicht weit entfernte Paderborn umziehen. Was schade wäre für die Bierliebhaber: Denn auf der Osttribüne in Verl befindet sich die mit über 65 Metern länge längste Fußball-Theke Deutschlands in einem Stadion für 68 gerne trinkende Besucher, die auf einem Barhocker sitzen können. Na denn: Prost!
Die LVM-Versicherung präsentiert die gesamte Saison die Berichterstattung der Schnüdel aus der 3. Liga und drückt dem FC 05 stets die Daumen:


