SCHWEINFURT – Die Gefahr bestand durchaus, dass es das letzte Heimspiel in dieser Saison wird. Aber denkste: Die Mighty Dogs gingen mit einem berauschenden 9:3 gegen die Landsberger in der Play off-Serie wieder in Führung und können am Freitag auswärts den berühmten Sack zumachen und ins Finale einziehen.
Vor allem im Mittelabschnitt überragten die Schweinfurter mit einem 5:0. Wobei es anfangs gar nicht aussah in einer Partie mit letztlich 116 (!) Strafminuten und zwei gesperrten Spielern: Konstantin Melnikow wie auch Benedikt Diebolder werden am Freitag zuschauen müssen.
Benedict Roßberg hütete wieder den Kasten der Mighty Dogs und musste nach neun Minuten bereits zwei Mal hinter sich greifen. Im Wissen, dass Landsberg auch den letzten Treffer des Abends erzielen würden, hätten die diesmal nur knapp über 1000 Zuschauer am späten Dienstag wohl ein ganz schlechtes Gefühl gehabt.
Doch die Schweinfurter schlugen zwischen der 11. und 52. Minute sensationelle neun Mal zu. Überragend: Dzerods Alksnis mit drei Toren und Kristers Donins mit vier Scorerpunkten. Das Verteidiger-Paar der ersten Reihe machte diesmal den Unterschied aus.
In den ersten 34 Sekunden des zweiten Drittels trafen die Hausherren doppelt und zogen Landsberg somit den Zahn. Ab Mitte der Spielzeit lichteten sich die Reihen bei immer wieder Strafzeiten. Nach einem Stockschlag musste Gäste-Akteur Diebolder in die Kabine, nach Faustschlägen begleitete ihn Melnikow.
In der zweiten Partie zogen die Pinguine aus Königsbrunn wieder mal mit einem 4:3-Sieg über nun ausgeschiedene Dingolfinger bereits ins Finale ein und haben ab dem 20. März dann in einer weiteren Best of Seven-Serie den Heimvorteil auf ihrer Seite. Egal, wer in den Endspielen der Gegner sein wird.
Sollte am Freitag noch keine Entscheidung fallen und Landsberg zum 3:3 ausgleichen, so käme es am Sonntag, den 15. März, 18 Uhr, zum alles entscheidenden siebten Spiel im Schweinfurter Icedome.
Im Achtelfinale der Oberliga stehen die Alligators aus Höchstadt nach einem 3:6 gegen die Hannover Scorpions bereits dicht vor dem Aus. Die Selber Wölfe führen hingegen mit 2:0 gegen Halle und können am Freitag in eigener Halle ins Viertelfinale einziehen.
Eishockey, Bayernliga, Play Off-Halbfinale, Spiel 5: ERV Schweinfurt Mighty Dogs – HC Landsberg RiverKings: 9:3 (2:2, 5:0, 2:1)
Schweinfurt Mighty Dogs:
Tor: Pöhlmann Leon (#40); Roßberg Benedict (#42);
Verteidigung: Kleider Lucas (#2); Freibert Collin (#5); Diel Alexander (#9); Heckenberger Kevin (#10); Helmle Steffen (#12); Donins Kristers (#19); Alksnis Dzerods (#28); Krumpe Lukas (#69);
Sturm: Schlick Moritz (#11); Homjakovs Arturs (#21); Asmus Alexander (#24); Cermak Tomas (#41); Bares Pavel (#46); Pohl Petr (#55); Dana Josef (#70); Melchior Nils (#84); Melnikow Konstantin (#85); Pinsack Georg (#91);
Tor für Schweinfurt: Dzerods Alksnis (3), Lucas Kleider (2), Josef Dana, Arturs Homjakovs, Petr Pohl, Alexander Diel; Vorlagen für Schweinfurt: Kristers Donins (4), Tomas Cermak (3), Pavel Bares (2), Kevin Heckenberer (2), Dana (2), Alexander Asmus, Nils Melchior, Georg Pinsack, Benedict Roßberg.
Strafminuten: ERV Schweinfurt 22 + 5 (Melnikow) + 10 (Pohl) + 20 (Melnikow); HC Landsberg 24 + 5 (Diebolder) + 10 (Kasten) + 20 (Diebolder)
Zuschauer: 1020

