Fitness First Würzburg Baskets verlängern mit dem Coach, schlagen Chemnitz, gewinnen den direkten Vergleich mit Berlin, reisen nach Badalona und erwarten dann Bonn

Fitness First Würzburg Baskets verlängern mit dem Coach, schlagen Chemnitz, gewinnen den direkten Vergleich mit Berlin, reisen nach Badalona und erwarten dann Bonn

BERLIN / WÜRZBURG – Die Fitness First Würzburg Baskets haben einen Auswärtssieg im Verfolgerduell des 23. easyCredit BBL-Spieltags knapp verpasst: Nach einer hart umkämpften Partie in der Max Schmeling-Halle unterlag das Team von Headcoach Sasa Filipovski am Sonntag mit 68:71 bei ALBA BERLIN.

Der direkte Vergleich geht aber an die Baskets, die das ebenfalls sehr enge und spannende Hinspiel mit 96:92 für sich entschieden hatten.

In der ersten Halbzeit lagen die Gäste zwischenzeitlich mit zehn und beim Seitenwechsel mit sechs Punkten in Führung (37:43). Nach der Pause taten sie sich gegen die starke Berliner Verteidigung zunehmend schwer, konnten die Begegnung aber trotzdem bis kurz vor Schluss ausgeglichen gestalten (67:68, 37. Minute).

In der Crunchtime mussten dann die beiden Würzburger Topscorer Marcus Carr (16 Punkte) und Davion Mintz (15) jeweils mit dem fünften Foul auf die Bank. Die letzten fünf Baskets-Würfe aus dem Feld waren nicht erfolgreich, so dass ALBA-Kapitän Jonas Mattissek 5,6 Sekunden vor dem Ende von der Freiwurflinie für den Endstand sorgen konnte.

Bereits am Dienstag treten die Baskets in der „Round of 16“ der Basketball Champions League bei Asisa Joventut Badalona in Spanien an, am kommenden Samstag (14. März / 18:30 Uhr) sind die Telekom Baskets Bonn zum nächsten BBL-Spitzenduell in der tectake ARENA zu Gast.

Durch den klaren Würzburger 81:69-Heimsieg gegen die NINERS Chemnitz gut 43 Stunden vor dem Sprungball in der Max Schmeling-Halle wurde es zu einem echten Verfolger-Duell: Die Baskets traten als Tabellendritter beim Tabellenzweiten an. Dabei ging es auf dem Spielfeld 40 Minuten lang mindestens genauso spannend und noch intensiver und phyischer zu als beim Hinspiel im Oktober in der tectake ARENA.

Obwohl beide Teams unter der Woche in der Basketball Champions League gefragt sind, schenkten sie sich 40 Minuten lang nichts, am Ende machten Kleinigkeiten den Unterschied aus.

Beide Teams waren im Topspiel des 23. Spieltags von Beginn an voll da, schon in den ersten vier Minuten wechselte die Führung mehrermals. Durch den ersten erfolgreichen Dreier von Marcus Carr lagen die Baskets in der 5. Minute mit 8:11 in Führung, Justin Bean sorgte aber ebenfalls von außen für den dritten ausgeglichenen Spielstand. Mit einem Buzzerbeater mit Brett stellte wieder Carr den Spielstand nach dem ersten Viertel auf 16:21.

Auch die erste Aktion in Abschnitt zwei war ein erfolgreicher Drei-Punkte-Wurf, und zwar von David Muenkat. Kurze Zeit später lagen die Gäste nach zwei Halbdistanz-Treffern von Carr und Brae Ivey zum ersten und einzigen Mal zweistellig vorne (18;28). ALBA-Cheftrainer Pedro Calles sah sich in der 12. Minute zur Auszeit gezwungen. Sein Team antwortete mit einem 8:0-Lauf (26:28), und von da an war es bis zum Schluss eine enge und spannende Partie, in der die Baskets lange Zeit vorne lagen.

Die Gäste konnten auch das zweite Viertel knapp für sich entscheiden, beim Spielstand von 37:43 ging es in die Kabinen. Nach der Pause konnten die ALBAtrosse in der Verteidigung zulegen und ließen nur noch 25 Würzburger Punkte zu. Aber auch die Baskets verteidigten weiter mit viel Intensität und Energie, so dass die Gastgeber den Spielstand im dritten Viertel zwar drehen konnten (59:58), es aber bis in die Schlusssekunden eine extrem spannende Begegnung blieb, die erst mit der letzten Aktion entschieden wurde.

In der 33. Minute war der Spielstand nach einem Carr-Korbleger ausgeglichen (62:62), gut drei Minuten vor dem Ende hatten die Baskets nach einem Mintz-Dreier zum 67:68 weiterhin alle Chancen auf den Auswärtssieg. In der Schlussphase sollte ihnen trotz zahlreicher Chancen kein weiterer Punkt mehr gelingen, nachdem erst Carr und dann Mintz mit dem jeweils fünften Foul zum Zuschauen verurteilt waren.

Malte Delow holte knapp zwei Minuten vor dem Ende die Führung per Dunk zurück auf Berliner Seite. Die kommenden beiden Berliner Angriffe konnten die Baskets zwar stoppen, auf der anderen Seite wollten drei Würfe nicht fallen, so dass Berlins Kapitän Jonas Mattissek nach einem taktischen Foul von Lukas Herzog mit 5,6 Sekunden auf der Spieluhr zwei Freiwürfe bekam und zum 71:68 traf.

Die Baskets bekamen dank starker Verteidigung den Ball noch einmal zurück, weil Berlin mehr als fünf Sekunden für den Einwurf brauchte, ein letzter Dreierversuch von Johnathan Stove zum Ausgleich war aber nicht erfolgreich.

ALBA BERLIN – Fitness First Würzburg Baskets 71:68
(16:21, 21:22, 22:15, 12:10)

Für Würzburg spielten:
Marcus Carr 16 Punkte/2 Dreier, Davion Mintz 15/3, Johnathan Stove 12/2 (10 Rebounds), Charles Thompson 9, David Muenkat 5/1, Brae ivey 4, Eddy Edigin Jr. 3, Christian Skladanowski 2, Alen Pjanic 2, Lukas Herzog.

Top-Performer Berlin:
Moses Wood 17/5, Justin Bean 12/1, Jack Kayil 11/2 (5 Assists).

Key Stats:
Punkte aus zweiten Chancen: Würzburg 4 – Berlin 14
Assists: Würzburg 13 – Berlin 18
Ballgewinne: Würzburg 2 – Berlin 7

Stimmen zum Spiel

Marcus Carr, Fitness First Würzburg Baskets:
„Wir haben nicht genug Plays gemacht, um das Spiel zu gewinnen. Es gab auch einige Entscheidungen, die nicht in unsere Richtung gegangen sind, aber das darf keine Rolle spielen. Wir hatten am Ende die Chance auf den Sieg, haben es aber nicht gut genug gemacht. Natürlich wären Davion und ich am, Ende gerne noch dabei gewesen, aber wir haben auch so genug gute Spieler in der Mannschaft, um so ein enges Spiel zu gewinnen. ALBA war die bessere Mannschaft und hat verdient gewonnen.“

Sasa Filipovski, Headcoach Fitness First Würzburg Baskets:
„Das war heute das erwartete schwere Spiel. ALBA steht auf dem zweiten Tabellenplatz und ist ein gut gecoachtes Team mit guten Spielern. Wir haben heute ein enges Spiel über die vollen 40 Minuten erlebt, hintenraus haben wir die Konzentration aber ein wenig verloren und haben uns einige Fehler beim Switchen und den Boxouts erlaubt. Das hat ALBA immer wieder zweite Chancen ermöglicht, aus denen sie zu oft scoren konnten. Gratulation an ALBA und ein großes Danke an unsere Fans, die uns heute in Berlin supportet haben. Wir haben unser Bestes gegeben, aber am Ende war ALBA besser.“

Pedro Calles, Headcoach ALBA BERLIN:
„Das Spiel war sehr physisch, genau wie wir es erwartet hatten. Den Kampf haben wir gut angenommen und trotzdem die nötige Ruhe behalten. Jack, Malte und Mo haben heute alle etwas mehr gespielt als sonst, trotzdem waren wir in den spielentscheidenden Situationen hellwach. Ein paar wichtige Rebounds und der Kampf um 50:50-Bälle haben uns das Spiel gewinnen lassen. Offensiv gibt es aber noch Raum für Verbesserungen, vor allem von der Dreierlinie.“

KLARER HEIMSIEG ZUM AUFTAKT DES SAISON-ENDSPURTS

Die Fitness First Würzburg Baskets sind dank einer starken Defensiv-Leistung mit einem Heimsieg in die entscheidende Phase der easyCredit BBL-Hauptrunde gestartet. Am 22. Spieltag gab es in der ausverkauften tectake ARENA einen verdienten 81:69-Erfolg gegen die NINERS Chemnitz. Die Gastgeber holten sich am Freitagabend die vorentscheidende Führung bereits im ersten Viertel (19:15), bauten den Vorsprung im dritten Abschnitt auf zehn Zähler aus (63:53) und ließen trotz Foulproblemen auf der Centerposition auch in der Schlussphase live bei Dyn nichts mehr anbrennen.

Topscorer der Begegnung waren Davion Mintz (28 Punkte/4 Dreier) und Marcus Carr (23/3). „Ich bin sehr glücklich darüber, dass wir mit einem Sieg aus der Pause gekommen sind. Wir haben heute viel Konzentration und Einsatz gebraucht, vor allem in der Verteidigung“, sagte Headcoach Sasa Filipovski, dessen Vertragsverlängerung bis 2029 kurz vor dem Sprungball bekannt gegeben wurde. Weiter geht es für die Fitness First Würzburg Baskets bereits am Sonntagnachmittag mit dem Spitzenspiel des 23. BBL-Spieltags: Um 16:30 Uhr geht es in der Max Schmeling-Halle gegen ALBA BERLIN. Am Dienstag treten die Baskets in der „Round of 16“ der Basketball Champions League bei Asisa Joventut Badalona in Spanien an, am kommenden Samstag (14. März / 18:30 Uhr) sind die Telekom Baskets Bonn zum nächsten BBL-Spitzenduell in der tectake ARENA zu Gast.

Viel lauter als kurz vor dem Sprungball wurde es in der ausverkauften Turnhölle nicht mehr: Headcoach Sasa Filipovski waren bei der Verkündung seiner Vertragsverlängerung die Emotionen über den großen Jubel deutlich anzumerken. Danach waren es zunächst die Gäste, die in einem von Beginn an intensiven Kampfspiel konzentrierter waren und an beiden Enden des Parketts die besseren Aktionen hatten – der Bulgare Yordan Mintchev traf in der 2. Minute einen Dreier zum Zwischenstand von 2:6.

Auch im weiteren Verlauf der Partie nahmen die Chemnitzer viele Würfe von außen, weil die Baskets-Verteidigung in Korbnähe wenig bis nichts zuließen. Da ihre Dreierquote aber durchgehend unter 30 Prozent blieb, konnte die Heimmannschaft mit einer deutlich besseren Ausgewogenheit bei ihren Angriffen den frühen Rückstand nicht nur aufholen, sondern in eine 19:15-Führung nach dem ersten Viertel verwandeln – Davion Mintz traf seinen ersten Dreier zum 12:7 und hatte nach zehn Minuten bereits neun Punkte auf dem Konto.

Abschnitt Nummer zwei begann mit einem Dreier von Lukas Herzog zum 22:15. Die NINERS hielten weiter dagegen, kamen in dieser Phase besser zum Korb und glichen in der 5. Minute durch Spielmacher Corey Davis zum 28:28 aus. In der 17. Minute gingen die Gäste durch zwei Korbleger von Kostja Mushidi und Roman Bedime wieder in Führung,

Davion Mintz drehte den Spielstand aber postwendend mit seinem zweiten Dreier (35:34). Der fünfte war gleichzeitig der letzte Führungswechsel des Spiels, Brae Ivey und Charles Thompson sorgten anschließend für die 39:34-Halbzeitführung. Den größten Unterschied machten dabei – wie im gesamten Spiel – die Zahl der Ballverluste aus: Die Baskets hatten sechs, Chemnitz dreizehn in den ersten zwanzig Minuten.

Auch nach der Pause ließ die kämpferische Intensität nicht nach, die Baskets verteidigten aber besser als die Gäste und trafen die Dreier hochprozentig: Sieben Treffer bei zwölf Versuchen sind 58 Prozent, auf Chemnitzer Seite waren es drei von vierzehn (21 Prozent).

Im Angriff konnten sich die Baskets jederzeit auf Davion Mintz und Marcus Carr verlassen, die 33 der 42 Würzburger Zähler der zweiten Halbzeit erzielten. Carr warf per Dreier in der 25. Minute den ersten zweistelligen Vorsprung (52:42) heraus, zwei weitere Drei-Punkte-Treffer von Johnathan Stove sorgten dafür, dass der Zehn-Punkte-Abstand aucn nach dem dritten Viertel noch Bestand hatte.

Davon erholten sich die Gäste im Schlussviertel nicht mehr – im Gegenteil: Die nächsten acht Punkte von Carr und Mintz erhöhten den Vorsprung auf sechzehn Zähler (71:55, 33. Minute). Chemnitz steckte nicht auf, kleiner als neun Zähler (76:67, 38. Minute) wurde der Abstand aber nicht mehr, obwohl auf Seiten der Baskets die beiden Center Eddy Edigin und Charles Thompson in der Schlussphase mit fünf Fouls zum Zuschauen verurteilt waren.

Fitness First Würzburg Baskets – NINERS Chemnitz 81:69
(19:15, 20:19, 24:19, 18:16)

Für Würzburg spielten:
Davion Mintz 28 Punkte/4 Dreier, Marcus Carr 23/3 (6 Assists), Charles Thompson 8, Johnathan Stove 6/2, David Muenkat 5/1, Lukas Herzog 3/1, Christian Skladanowski 3, Alen Pjanic 3, Eddy Edigin Jr., Leo Saffer, Christoph Philipps.

Top-Performer Chemnitz:
Kevin Yebo 15/1, Kostja Mushidi 12/1, Yordan Mintchev 10/2 (6 Rebounds), Corey Davis Jr. 10/2.

Key Stats:
Ballverluste: Würzburg 11 – Chemnitz 21
Punkte in der Zone: Würzburg 32 – Chemnitz 20
Dreierquote: Würzburg 44 Prozent – Chemnitz 25 Prozent

Headcoach Sasa Filipovski verlängert bis 2029 bei den Fitness First Würzburg Baskets

Riesenjubel am Freitagabend in der tectake Arena: Kurz vor dem Sprungball des easyCredit BBL-Heimspiels der Fitness First Würzburg Baskets gegen Chemnitz haben mehr als 3000 Fans in der fast ausverkauften Würzburger Turnhölle als erste erfahren, dass Headcoach Saša Filipovski seinen Vertrag vorzeitig um drei Jahre bis 2029 verlängert hat.

Der 51-jährige Slowene steht seit Ende Dezember 2021 bei den Baskets an der Seitenlinie und war schon vor Beginn der laufenden Spielzeit der Cheftrainer mit dem längsten Engagement der Klubgeschichte. Das Heimspiel gegen die Niners Chemnitz ist sein 190. Pflichtspiel in etwas mehr als fünf Jahren, wettbewerbsübergreifend gab es dabei 102 Siege.

Zuletzt führte Filipovski die Fitness First Würzburg Baskets zweimal in Folge ins Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft und unter die besten 16 Klubs der Basketball Champions League. Seine Fähigkeit, starke Teams zu formen und Spieler besser zu machen, zeigt sich an den individuellen Auszeichnungen der vergangenen beiden Jahre: Mit Otis Livingston Jr. und Jhivvan Jackson kam der MVP der BBL 2024 und 2025 jeweils aus Würzburg.

„Unsere großen Erfolge und unsere kontinuierliche sportliche Entwicklung in den letzten Jahren sprechen für sich. Deswegen freuen wir uns sehr darüber, dass wir Saša Filipovski davon überzeugen konnten, diesen guten Weg gemeinsam fortzusetzen“, sagt Steffen Liebler, Geschäftsführer der Fitness First Würzburg Baskets: „Es ist kein großes Geheimnis, dass Saša attraktive Angebote anderer Klubs hatte. Der neue Vertrag für die kommenden drei Jahre ist daher auch ein starkes Zeichen für sein Vertrauen in unsere Organisation und in die Perspektive, die wir ihm bieten. Unser Dank dafür geht vor allem an die Sponsoren, die das möglich gemacht haben.“

Saša Filipovski war vor seinem Engagement in Würzburg für Topklubs in acht europäischen Ländern als Headcoach tätig, die Baskets sind seine zehnte Station seit 2003. Bei seinem Heimatklub Olimpija Ljubljana war er als Co-Trainer und Headcoach an 14 nationalen Titeln beteiligt. In Polen gewann er 2015 und 2016 zweimal die Meisterschaft und einmal den Pokal, mit Banvit Bandirma wurde er 2017 türkischer Pokalsieger und stand im Endspiel der Basketball Champions League.

„Es ist mit eine Freude und ein Ehre, Würzburger zu bleiben. Ich fühle mich in dieser schönen Stadt mit ihren tollen Menschen sehr wohl. Deswegen war es für mich keine schwierige Entscheidung, meine Arbeit hier fortzusetzen“, so Saša Filipovski: „Wir arbeiten in unserem Klub hervorragend zusammen, die Chemie zwischen uns ist großartig. Diese Dinge weiß ich sehr zu schätzen. Deswegen habe ich zusammen mit meiner Frau entschieden, dass wir weiter in dieser wunderbaren Stadt leben und arbeiten wollen.“

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